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Frage:
16.10.2015
Hallo,ich habe eine Briefmarke (Deutsches Reich - Hindenburg Medaillon), 6Pf. unten geschnitten.
Darüber kann ich aber leider nirgends etwas finden.
Bisher konnte niemand helfen.
Antwort:
Lassen Sie die Marke am Besten prüfen, dann wissen Sie mehr. Und sicher haben schon mal eine Normalmarke über die Geschnittene gelegt, um zu prüfen, ob sie nicht versehentlich oder auch manipulativ berschnitten wurde.
Frage:
26.09.2015
Alliierte Besetzung 1947, MiNr.943 **, Bogen vertikal 7 Marken, horizontal 5 Marken, horizontal unten, Unterrandstücke mit Summenziffern versehen. HAN-Nummer mit 6014 verkürzt angegeben. Die andere komplette Bogenhälfte ist vorhanden HAN-Nr. (Rest) 48 -2. Strichelliste befindet sich auf der linken Bogenseite. Welche Bewertung in "€" kann ich vornehmen ?
Antwort:
Wenn das so einfach wäre! Selbst ein Kenner dieses Gebiets, dieser Ausgabe, diese Bogens, einzelner Marken und Besonderheiten würde keine Bewertung abgeben können - solange er das Objekt nicht gesehen hat. Würde dieses Objekt ein Einzelner bewerten und vielleicht interessiert sein, würde eine (zu) niedrige Bewertung erfolgen. Erst wenn mehrere Interesierte zusammenkämen, könnten Sie damit rechnen, einen adäquaten Preis gezahlt zu bekommen. Aber prinzipiell ist zu beachten, daß eine Briefmarke das wert ist, was ein Käufer dafür zahlt - bis es zu einem erneuten Verkauf, und damit zu einem neuen Preisgebot kommt. Einen eventuellen Einwand, es gäbe ja Katalogpreise, kann man getrost vergessen: Das sind Mondpreise, die dem Handel möglichst hohe Verkaufspreise bringen - und uns Sammler über den Tisch ziehen sollen.
Frage:
25.09.2015
Wie hoch ist der Preisunterschied zwischen postfrischen und Marken mit einem Klebefalz hinten? freundlichen Gruss
Manfred
Antwort:
Ehrlich? Genau 100 %! Bei ungebrauchten, mit einem Falz versehenen Marken handelt es sich um fehlerhafte und damit nicht sammelwürdige und wertlose Briefmarken. Kein Händler und kein Auktionator wird Ihnen solche Marken je abkaufen - was diese Briefmarkenlobby jedoch nicht davon abhält, sie uninformierten Sammlern aufzudrehen. Ja, diese Gruppe scheut nicht mal davor zurück, ihnen im Katalog eine hohe Wertigkeit zuzuordnen. Vergessen Sie nie, daß erfolgreiches Briefmarkensammeln immer nur das Sammeln allerbester Qualitäten ist - und Katalogpreise die angestrebten Verkaufspreise des Handels sind!
Frage:
23.09.2015
Frage:
Hallo Günther!

Was macht den Wert einer Marke aus? Vermutlich ja nicht nur die Seltenheit, sondern auch das Interesse der Käufer. Ein Freund von mir hat eine kleine Sammlung, weil dessen Opa um 1900 herum in einem Büro saß und vieles aufgehoben hat, was ansonsten weggeworfen wäre. Darunter ist irgendein Brief, genau abstempelt am 12,12.1912 und 12:12 Uhr. Ich habe keine Ahnung, welche Marke da abgestempelt wurde, aber ich soll diesen Brief und seine Sammlung vielleicht einmal erben.
Also die Frage: Wenn es weltweit nur eine Marke gäbe, die diesen Original-Stempel hat, müsste sie dann nicht sehr wertvoll sein, unabhängig von der Anzahl der gedruckten Marken?

Gruß aus Cala Millor
Valeri
Antwort:
Angebot und Nachfrage - mit Haken und Ösen. Eine "Rarität", für die sich niemand interessiert, ist im Prinzip wertlos und etwas Häufiges, das von vielen gesucht wird, ist plötzlich "wertvoll". Das ist auf ebay wunderbar nachvollziehbar.

An alledem wird jedoch von der Briefmarkenlobby kriminell herumgemauschelt. Es werden Kunstprodukte, nicht sammelwürdige Quantitäten und Qualitäten und auch irrwitzige Regeln geschaffen, denen mittels EIGENER Verkaufspreislisten (Kataloge) Preise zugeordnet werden, die überwiegend uninformierte Sammler in betrügerischer Absicht, gelinde gesagt, über den Tisch ziehen.

Ein Stempeldatum, wie das von Ihnen angeführte, ist immer nur für einen extrem kleinen Kreis von Menschen wichtig, die damit ein bestimmtes Erleben verbinden - und die, bei denen das genannte Datum eine Rolle spielen könnte, leben wahrscheinlich nicht mehr. So ein Brief kann also lediglich der Auflockerung einer Sammlung dienen.

Frage:
22.09.2015
Ich möchte gern wissen, zu welchem Datum und wertmäßig sich Briefmarkentarife, hier nur für Postkarten und Briefe, jeweils geändert haben (auch Orts- und Fernverkehr), d.h., ich möchte gern die Wertstufen kennen, wie zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Karte oder ein Brief frankiert werden mußte.
Ich möchte die Veränderungen von der Kaiserzeit bis heute darstellen, wäre aber schon froh, wenn ich die Veränderungen für die Zeit der Bundesrepublik einsehen könnte. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir einen Hinweis geben könnten, wo ich im Internet oder in der Fachliteratur suchen könnte.
Ich würde mich über eine Antwort freuen und bedanke mich
schon in voraus für Ihre Bemühungen.
Mit freundlichem Gruß
Hans-Karl
Antwort:
Das ist relativ leicht zu beantworten. Sie finden hierzu z.B. in den Michel-Deutschland-Spezial-Katalogen Band 1 und 2 vor den jeweiligen Sammelgebieten (z.B. Bund und Berlin gemeinsam vor Bund oder DDR vor SBZ / DDR, vor Saarland usw.) die Auflistung der wichtigsten Gebühren zu den unterschiedlichen Zeiten. Der Sammler, der tiefergehende Informationen hierzu sucht, findet die im "Postgebühren-Handbuch-Deutschland" ebenfalls von Michel. Preis € 39,80.

Für mich, einem Sammler, für den Briefe einfach dazugehören, sind diese Informtionen unabdingbar, da nur portogerechte Frankaturen wirklich sammelwürdig sind.
Frage:
19.09.2015
Großbritanien Michel Nr. 40 bei meiner Marke sind die oberen und unteren Buchstaben nicht E K und K E sondern D C und C D. Ist das von den Buchstaben her eine andere Michelnummer? Vielen Dank im voraus
Antwort:
Das läßt sich wohl nur über einen Spezial-Katalok klären - und den habe ich nicht, tut mir leid. Aber vielleicht kann ein Leser unserer Seiten dazu etwas sagen?
Frage:
16.09.2015
Guten Abend, Herr Köpfer,
bereits zweimal haben Sie mir schon geantwortet und ich war zufrieden und beruhigt.
Jetzt aber frage ich mich, ob ich nicht viel zu viele Marken im Papierkorb entsorgt habe.
Wie kann der Prüfer da was richtiges feststellen? Sind die Prüfdaten gefälscht?
Zu der Einzelmarke (Rotdruck) muß ich sagen,daß ich selbst bei einem ebay-Kauf zu so einem
"geprüften Stück" gekommen bin.
Was würde ein Prüfer zu einem Stempeldatum 04.50.87 sagen?
Postbeamter hat falsch eingestellt ... denke ich.Soll ich Ihnen die auch mal rüberschicken?

Würde mich über eine Antwort freuen, da ich einen Großteil der fast vernichteten Marken noch liegen habe.

Sie können meine Mail auch gerne wieder in Ihren Rubriken veröffentlichen, wenn sie das für richtig halten.

Mit freundlichem,gezacktem Gruß

H-R



Anmerkung Günther: Anlagen habe ich nicht übernommen.
Antwort:
Die Philatelie ist ein ungeheuer komplexes Gebiet, das man in seinem heutigen Erscheinungsbild nur ertragen kann, wenn man eigenes Denken / Mitdenken konsequent vermeidet. Sie denken mit, tun es aber nicht konsequent und rutschen so immer wieder in Zweifel und landen bei jedem Weg, den Sie nicht selbst mit Ihrem besseren Wissen begleiten, in Sackgassen.
Kein Spiel, und Briefmarkensammeln ist ein solches, kommt ohne Spielregeln aus. Verheerend falsch ist aber, wenn jeder seine eigenen Spielregeln macht. Ebenso, wenn die von einer Interessengruppe gestaltet werden, die an von ihr manipulierten Ergebnissen profitiert – das öffnet Lug und Trug die Tore. Also müssen sich die, die das Spiel spielen, und wir Sammler sind die Spieler, auf Spielregeln einigen. Und hier ist davon auszugehen, daß, wenn man miteinander darüber spricht, der gegenseitige Betrug weitestgehend ausgeschlossen wird – zumindest bei dem, was niedergeschrieben wird. Bezüglich der Ausführung dieser Regeln ist man dann natürlich wieder auf die Ehrlichkeit des Einzelnen angewiesen – und wird, wie im richtigen Leben, oft enttäuscht.
Sicher kann man sich jedoch darüber sein, daß alles, was außerhalb unseres Einflußbereichs geschieht, gegen uns gerichtet ist.
Konkret: Prüfer prüfen alles, was man Ihnen vorlegt, sie leben davon. Da spielt Qualität nur insofern eine Rolle, daß physische Mängel einer Marke ein höher gesetztes Prüfzeichen zur Folge haben. Ein Stempel wird nur nach den Kriterien „echt“, „falsch“ oder „nach Gültigkeitsende gestempelt“ geprüft. Ästhetik, Schönheit spielt da überhaupt keine Rolle, der unkritische, uninformierte Sammler kauft ja sowieso.
Versuchen Sie einfach mal diese „Schwarzaufdrucke“ zu verkaufen. Sie werden nur enttäuschenden Erfolg haben, da die so gestempelt Massenware sind. Die haben der Handel massenweise in seinen Lagerbüchern und viele Sammler in großen Stückzahlen in ihren Doublettenalben – und die Kopie eines Prüfattests kann man eh vergessen. Übrigens ist auch die 80er mit Rotaufdruck eher ein Lückenfüller, als eine Marke, die man genußvoll anschaut.
Sammelwürdig sind alle gestempelten Briefmarken, bei denen der Ort und das Datum klar erkennbar sind. Je zentrischer und klarer der Stempel, umso gesuchter sind diese Stücke. Man sollte sich jedoch davor hüten, schlecht gestempelte Marken im Handel zu kaufen, da der von den maßlos überhöhten Katalogpreisen ausgeht. Auktionen ab € 1,-- spiegeln in ihrem Ergebnis im Regelfall einen realen Wert wider.
Und immer wieder: Ich sammle nicht des Wertes meiner Briefmarken willen! Wenn ich aber ein Stück kaufe, dann sollte der Preis so sein, daß ich bei einem Wiederverkauf zumindest annähernd das wieder bekommen, was ich dafür bezahlt habe. Wenn ich Händlerangebote („sofort kaufen“) jedoch z.B. bei ebay sehe, dann ist das überwiegend der oft erfolgreiche Versuch, unbedarfte, uninformierte Briefmarkensammler über den Tisch zu ziehen.
Entsorgen Sie also Ihren Papierkorb final und widmen sich dem Vergnügen „Briefmarkensammeln“! Und wenn Sie geprüfte Marken kaufen, achten Sie auf Qualität, also auf Q1, kaufen Sie nur „bestgeprüft“ und möglichst zentrisch gestempelt.
Und was das falsche Stempeldatum angeht, liegen Sie mit "Versehen" absolut richtig.

Frage:
11.09.2015
Betr: Marke BRD MiNr. 139/140 gestempelt
Sind gestempelte Marken mit Falz gleichwertig mit denen ohne Falz?
Mit freundlichem Gruß S.T
Antwort:
Ja. Wenn ich solche Marken bekomme, werfe ich sie jedoch umgehend ins Wasserbad, um den Falz abzulösen. Einmal möchte ich wissen, ob er sich überhaupt ablösen läßt, ein mit einem nicht wasserlöslichen Kleber angeklebter Falz hat die Marke zerstört und, weil Schönheit und Wertigkeit sich auch aus der Sauberkeit widerspiegeln.
Außerdem muß man wissen, daß manche "Falze" auf den Briefmarken regelrechte "Fettflecke" hinterlassen, die nichr mehr entfernbar sind!
Frage:
10.09.2015
Hallo Herr Köpfer,
ich möchte Ihre Meinung zu meinem letzten Kauf aus dem Gebiet Berlin einholen. Es handelt sich um einen kompletten Satz Rotaufdruck frankiert auf 5 nicht portogerechten, aber echt gelaufenen Einschreibebriefen mit Ankunftsstempel. Laut FA H.D. Schlegel sind die Aufdrucke alle falsch, die Briefe zum Schaden der Post gelaufen. Ich habe dafür 590 € bezahlt. Wie ist dazu Ihre Meinung.
Übrigens sind Sie einer Falschinformation erlegen. H. D. Schlegel prüft die Rollenmarken
Berlin n i c h t. Habe gerade mit Schlegel deswegen telefoniert. Das macht weiterhin Herr Schmidl als sog. freier Prüfer.
Beste Grüße
Hans N.
Antwort:
Ein paar Gedanken dazu: Man hat aus einem Billigsatz versucht, mittels (krimineller) Aufdruckfälschung einen teuren zu machen - nicht nur zum Schaden der Post, vielmehr zum Schaden der / des Sammler(s). Rotaufdrucke sind das dadurch auf keinen Fall geworden. Daß diese Briefe "echt" gelaufen sind, adelt sie auch nicht - es bleibt einfach nur Betrug / Fälschung, die bestenfalls für eine "Fälschungssammlung" geeignet sind, ohne sammlerischen Wert! Toll bestätigt wird hier auch, daß ein Prüfergebnis durch einen Prüfer auf keinen Falle eine automatische "Sammelwürdigkeit" entstehem läßt. Und man muß auch hier wieder die Feststellung treffen, nur Q1, nur das Allerbeste, ist sammelwürdig - der Rest Ausschuß, Abfall!

Stellen Sie die Frage nach der Prüfung von Rollenmarken bitte auch noch Herrn Hans Georg Schlegel!

Richtig ist, daß Herr Schmidl dieses Gebiet, nachdem er sich im Streit aus dem Bund der Prüfer im BPP verabschiedet hat, weiter betreut - als nicht zu vermeidende private Konkurrenz zu den angestammten Prüfern. Anlaß hierzu, konnte man in den Briefmarkenzeitungen lesen, war die "ungeheuerliche" Feststellung im Prüferbund, die man als "Nestbeschmutzung" bezeichnete, annähernd 90 % der Briefmarkenhändler seien als "nicht ehrlich" zu beurteilen. Ich denke, mancher Sammeler hält diesen Prozentsatz für zu niedrig angesetzt.
Frage:
25.08.2015
Y.A.R. Marken mit Stempelfragment und Gummierung gefunden, zusammen mit Marken aus Polen, Senegal, auch DDR, gleiche Ausführung. Echte Marken oder Massenkitsch von Versandstellen?
Antwort:
Sieht alles nach Letzterem aus!
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