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Frage:
25.09.2015
Wie hoch ist der Preisunterschied zwischen postfrischen und Marken mit einem Klebefalz hinten? freundlichen Gruss
Manfred
Antwort:
Ehrlich? Genau 100 %! Bei ungebrauchten, mit einem Falz versehenen Marken handelt es sich um fehlerhafte und damit nicht sammelwürdige und wertlose Briefmarken. Kein Händler und kein Auktionator wird Ihnen solche Marken je abkaufen - was diese Briefmarkenlobby jedoch nicht davon abhält, sie uninformierten Sammlern aufzudrehen. Ja, diese Gruppe scheut nicht mal davor zurück, ihnen im Katalog eine hohe Wertigkeit zuzuordnen. Vergessen Sie nie, daß erfolgreiches Briefmarkensammeln immer nur das Sammeln allerbester Qualitäten ist - und Katalogpreise die angestrebten Verkaufspreise des Handels sind!
Frage:
23.09.2015
Frage:
Hallo Günther!

Was macht den Wert einer Marke aus? Vermutlich ja nicht nur die Seltenheit, sondern auch das Interesse der Käufer. Ein Freund von mir hat eine kleine Sammlung, weil dessen Opa um 1900 herum in einem Büro saß und vieles aufgehoben hat, was ansonsten weggeworfen wäre. Darunter ist irgendein Brief, genau abstempelt am 12,12.1912 und 12:12 Uhr. Ich habe keine Ahnung, welche Marke da abgestempelt wurde, aber ich soll diesen Brief und seine Sammlung vielleicht einmal erben.
Also die Frage: Wenn es weltweit nur eine Marke gäbe, die diesen Original-Stempel hat, müsste sie dann nicht sehr wertvoll sein, unabhängig von der Anzahl der gedruckten Marken?

Gruß aus Cala Millor
Valeri
Antwort:
Angebot und Nachfrage - mit Haken und Ösen. Eine "Rarität", für die sich niemand interessiert, ist im Prinzip wertlos und etwas Häufiges, das von vielen gesucht wird, ist plötzlich "wertvoll". Das ist auf ebay wunderbar nachvollziehbar.

An alledem wird jedoch von der Briefmarkenlobby kriminell herumgemauschelt. Es werden Kunstprodukte, nicht sammelwürdige Quantitäten und Qualitäten und auch irrwitzige Regeln geschaffen, denen mittels EIGENER Verkaufspreislisten (Kataloge) Preise zugeordnet werden, die überwiegend uninformierte Sammler in betrügerischer Absicht, gelinde gesagt, über den Tisch ziehen.

Ein Stempeldatum, wie das von Ihnen angeführte, ist immer nur für einen extrem kleinen Kreis von Menschen wichtig, die damit ein bestimmtes Erleben verbinden - und die, bei denen das genannte Datum eine Rolle spielen könnte, leben wahrscheinlich nicht mehr. So ein Brief kann also lediglich der Auflockerung einer Sammlung dienen.

Frage:
22.09.2015
Ich möchte gern wissen, zu welchem Datum und wertmäßig sich Briefmarkentarife, hier nur für Postkarten und Briefe, jeweils geändert haben (auch Orts- und Fernverkehr), d.h., ich möchte gern die Wertstufen kennen, wie zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Karte oder ein Brief frankiert werden mußte.
Ich möchte die Veränderungen von der Kaiserzeit bis heute darstellen, wäre aber schon froh, wenn ich die Veränderungen für die Zeit der Bundesrepublik einsehen könnte. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir einen Hinweis geben könnten, wo ich im Internet oder in der Fachliteratur suchen könnte.
Ich würde mich über eine Antwort freuen und bedanke mich
schon in voraus für Ihre Bemühungen.
Mit freundlichem Gruß
Hans-Karl
Antwort:
Das ist relativ leicht zu beantworten. Sie finden hierzu z.B. in den Michel-Deutschland-Spezial-Katalogen Band 1 und 2 vor den jeweiligen Sammelgebieten (z.B. Bund und Berlin gemeinsam vor Bund oder DDR vor SBZ / DDR, vor Saarland usw.) die Auflistung der wichtigsten Gebühren zu den unterschiedlichen Zeiten. Der Sammler, der tiefergehende Informationen hierzu sucht, findet die im "Postgebühren-Handbuch-Deutschland" ebenfalls von Michel. Preis € 39,80.

Für mich, einem Sammler, für den Briefe einfach dazugehören, sind diese Informtionen unabdingbar, da nur portogerechte Frankaturen wirklich sammelwürdig sind.
Frage:
19.09.2015
Großbritanien Michel Nr. 40 bei meiner Marke sind die oberen und unteren Buchstaben nicht E K und K E sondern D C und C D. Ist das von den Buchstaben her eine andere Michelnummer? Vielen Dank im voraus
Antwort:
Das läßt sich wohl nur über einen Spezial-Katalok klären - und den habe ich nicht, tut mir leid. Aber vielleicht kann ein Leser unserer Seiten dazu etwas sagen?
Frage:
16.09.2015
Guten Abend, Herr Köpfer,
bereits zweimal haben Sie mir schon geantwortet und ich war zufrieden und beruhigt.
Jetzt aber frage ich mich, ob ich nicht viel zu viele Marken im Papierkorb entsorgt habe.
Wie kann der Prüfer da was richtiges feststellen? Sind die Prüfdaten gefälscht?
Zu der Einzelmarke (Rotdruck) muß ich sagen,daß ich selbst bei einem ebay-Kauf zu so einem
"geprüften Stück" gekommen bin.
Was würde ein Prüfer zu einem Stempeldatum 04.50.87 sagen?
Postbeamter hat falsch eingestellt ... denke ich.Soll ich Ihnen die auch mal rüberschicken?

Würde mich über eine Antwort freuen, da ich einen Großteil der fast vernichteten Marken noch liegen habe.

Sie können meine Mail auch gerne wieder in Ihren Rubriken veröffentlichen, wenn sie das für richtig halten.

Mit freundlichem,gezacktem Gruß

H-R



Anmerkung Günther: Anlagen habe ich nicht übernommen.
Antwort:
Die Philatelie ist ein ungeheuer komplexes Gebiet, das man in seinem heutigen Erscheinungsbild nur ertragen kann, wenn man eigenes Denken / Mitdenken konsequent vermeidet. Sie denken mit, tun es aber nicht konsequent und rutschen so immer wieder in Zweifel und landen bei jedem Weg, den Sie nicht selbst mit Ihrem besseren Wissen begleiten, in Sackgassen.
Kein Spiel, und Briefmarkensammeln ist ein solches, kommt ohne Spielregeln aus. Verheerend falsch ist aber, wenn jeder seine eigenen Spielregeln macht. Ebenso, wenn die von einer Interessengruppe gestaltet werden, die an von ihr manipulierten Ergebnissen profitiert – das öffnet Lug und Trug die Tore. Also müssen sich die, die das Spiel spielen, und wir Sammler sind die Spieler, auf Spielregeln einigen. Und hier ist davon auszugehen, daß, wenn man miteinander darüber spricht, der gegenseitige Betrug weitestgehend ausgeschlossen wird – zumindest bei dem, was niedergeschrieben wird. Bezüglich der Ausführung dieser Regeln ist man dann natürlich wieder auf die Ehrlichkeit des Einzelnen angewiesen – und wird, wie im richtigen Leben, oft enttäuscht.
Sicher kann man sich jedoch darüber sein, daß alles, was außerhalb unseres Einflußbereichs geschieht, gegen uns gerichtet ist.
Konkret: Prüfer prüfen alles, was man Ihnen vorlegt, sie leben davon. Da spielt Qualität nur insofern eine Rolle, daß physische Mängel einer Marke ein höher gesetztes Prüfzeichen zur Folge haben. Ein Stempel wird nur nach den Kriterien „echt“, „falsch“ oder „nach Gültigkeitsende gestempelt“ geprüft. Ästhetik, Schönheit spielt da überhaupt keine Rolle, der unkritische, uninformierte Sammler kauft ja sowieso.
Versuchen Sie einfach mal diese „Schwarzaufdrucke“ zu verkaufen. Sie werden nur enttäuschenden Erfolg haben, da die so gestempelt Massenware sind. Die haben der Handel massenweise in seinen Lagerbüchern und viele Sammler in großen Stückzahlen in ihren Doublettenalben – und die Kopie eines Prüfattests kann man eh vergessen. Übrigens ist auch die 80er mit Rotaufdruck eher ein Lückenfüller, als eine Marke, die man genußvoll anschaut.
Sammelwürdig sind alle gestempelten Briefmarken, bei denen der Ort und das Datum klar erkennbar sind. Je zentrischer und klarer der Stempel, umso gesuchter sind diese Stücke. Man sollte sich jedoch davor hüten, schlecht gestempelte Marken im Handel zu kaufen, da der von den maßlos überhöhten Katalogpreisen ausgeht. Auktionen ab € 1,-- spiegeln in ihrem Ergebnis im Regelfall einen realen Wert wider.
Und immer wieder: Ich sammle nicht des Wertes meiner Briefmarken willen! Wenn ich aber ein Stück kaufe, dann sollte der Preis so sein, daß ich bei einem Wiederverkauf zumindest annähernd das wieder bekommen, was ich dafür bezahlt habe. Wenn ich Händlerangebote („sofort kaufen“) jedoch z.B. bei ebay sehe, dann ist das überwiegend der oft erfolgreiche Versuch, unbedarfte, uninformierte Briefmarkensammler über den Tisch zu ziehen.
Entsorgen Sie also Ihren Papierkorb final und widmen sich dem Vergnügen „Briefmarkensammeln“! Und wenn Sie geprüfte Marken kaufen, achten Sie auf Qualität, also auf Q1, kaufen Sie nur „bestgeprüft“ und möglichst zentrisch gestempelt.
Und was das falsche Stempeldatum angeht, liegen Sie mit "Versehen" absolut richtig.

Frage:
11.09.2015
Betr: Marke BRD MiNr. 139/140 gestempelt
Sind gestempelte Marken mit Falz gleichwertig mit denen ohne Falz?
Mit freundlichem Gruß S.T
Antwort:
Ja. Wenn ich solche Marken bekomme, werfe ich sie jedoch umgehend ins Wasserbad, um den Falz abzulösen. Einmal möchte ich wissen, ob er sich überhaupt ablösen läßt, ein mit einem nicht wasserlöslichen Kleber angeklebter Falz hat die Marke zerstört und, weil Schönheit und Wertigkeit sich auch aus der Sauberkeit widerspiegeln.
Außerdem muß man wissen, daß manche "Falze" auf den Briefmarken regelrechte "Fettflecke" hinterlassen, die nichr mehr entfernbar sind!
Frage:
10.09.2015
Hallo Herr Köpfer,
ich möchte Ihre Meinung zu meinem letzten Kauf aus dem Gebiet Berlin einholen. Es handelt sich um einen kompletten Satz Rotaufdruck frankiert auf 5 nicht portogerechten, aber echt gelaufenen Einschreibebriefen mit Ankunftsstempel. Laut FA H.D. Schlegel sind die Aufdrucke alle falsch, die Briefe zum Schaden der Post gelaufen. Ich habe dafür 590 € bezahlt. Wie ist dazu Ihre Meinung.
Übrigens sind Sie einer Falschinformation erlegen. H. D. Schlegel prüft die Rollenmarken
Berlin n i c h t. Habe gerade mit Schlegel deswegen telefoniert. Das macht weiterhin Herr Schmidl als sog. freier Prüfer.
Beste Grüße
Hans N.
Antwort:
Ein paar Gedanken dazu: Man hat aus einem Billigsatz versucht, mittels (krimineller) Aufdruckfälschung einen teuren zu machen - nicht nur zum Schaden der Post, vielmehr zum Schaden der / des Sammler(s). Rotaufdrucke sind das dadurch auf keinen Fall geworden. Daß diese Briefe "echt" gelaufen sind, adelt sie auch nicht - es bleibt einfach nur Betrug / Fälschung, die bestenfalls für eine "Fälschungssammlung" geeignet sind, ohne sammlerischen Wert! Toll bestätigt wird hier auch, daß ein Prüfergebnis durch einen Prüfer auf keinen Falle eine automatische "Sammelwürdigkeit" entstehem läßt. Und man muß auch hier wieder die Feststellung treffen, nur Q1, nur das Allerbeste, ist sammelwürdig - der Rest Ausschuß, Abfall!

Stellen Sie die Frage nach der Prüfung von Rollenmarken bitte auch noch Herrn Hans Georg Schlegel!

Richtig ist, daß Herr Schmidl dieses Gebiet, nachdem er sich im Streit aus dem Bund der Prüfer im BPP verabschiedet hat, weiter betreut - als nicht zu vermeidende private Konkurrenz zu den angestammten Prüfern. Anlaß hierzu, konnte man in den Briefmarkenzeitungen lesen, war die "ungeheuerliche" Feststellung im Prüferbund, die man als "Nestbeschmutzung" bezeichnete, annähernd 90 % der Briefmarkenhändler seien als "nicht ehrlich" zu beurteilen. Ich denke, mancher Sammeler hält diesen Prozentsatz für zu niedrig angesetzt.
Frage:
25.08.2015
Y.A.R. Marken mit Stempelfragment und Gummierung gefunden, zusammen mit Marken aus Polen, Senegal, auch DDR, gleiche Ausführung. Echte Marken oder Massenkitsch von Versandstellen?
Antwort:
Sieht alles nach Letzterem aus!
Frage:
22.08.2015
Hallo Herr Köpfer ,
ich finde da auf EBAY unter Berlin mit der Artikel-
nummer 371 416 494 302 einen gestempelten
Stephansatz . Die Spitzenwerte sind alle voll ge-
stempelt "B-Spandau". Die drei kleinen Werte
lassen wir mal unbeachtet. Satz ist noch nicht
geprüft. Meine 1. Frage : Ist die Marke zu 2 DM
rechts evt. leicht nachgezähnt?? Oder täusche
ich mich ,wenn ich meine ,dass die Zahnlöcher
rechts im Markenbereich minimal tiefer liegen
als das Außenloch oben rechts??
Bei einem Händler mit dem Ebaynamen "franz
herbst50" wurden vor einigen Tagen einige
Sätze von Bund aus den Sechzigernversteigert,
die für mich nicht vertändliche Preise erzielten.
Um nur 2 Beispiele zu nennen 369/72 Märchen
Mi 3,50 € verkauft für 375 € ,340/43 Märchen
Mi 6,50 € verkauft für 351 €
Diese Marken tragen alle den ESST Bonn ,also
eigentlich Massenware? Was ist so toll an die-
sen Marken oder habe ich etwas verpasst??
Nachzuvollziehen unter : franzherbst50 ,
verkaufte Artikel ,höchster Preis - leicht zu
finden. Dort finden Sie noch ca. 10 ähnlich
teuer verkaufte Stücke aus den Sechzigern.
Ich bin gespannt auf Ihre Antwort besonders
wegen des Stephansatzes und verbleibe
mfG Hans N.
Antwort:
Der Stephansatz wurde bestgeprüft immer wieder für um die € 200,-- bis € 300,-- verkauft. Da ich ein Sammler bin, der nur erste Qualität sammelt, macht mich dieses von Ihnen genannte Angebot sofort mißtrauisch. Und richtig: Die, sagen wir mal unruhige Zähnung, bestätigt Befürchtungen. Allein schon aus diesem Grund würde dieser Satz höhergeprüft. Was er sonst noch an Macken hat, die in ein Prüfergebnis einfließen würden, ist nicht sichtbar. Das spielt ja bei der Aussage, die Echtheit zu garantieren, auch keine Rolle. Der Leser meiner Seiten weiß, daß er für einen billig eingekauften, höher geprüften Briefmarkensatz beim Wiederverkauf nichts bis sehr wenig bekommt. Er wird also immer bemüht sein Q1-Qualität zu erwerben - und damit Geld anzulegen und nicht zum Fenster rauszuwerfen.
Zur zweiten Frage: Vor garnicht allzu langer Zeit hatten wir diese hirnrissigen Auktionen schon einmal besprochen - und ich kann mir nach wie vor keinen Reim darauf machen. Als Sammler kann man so Unbedarft doch garnicht sein und wenn man als Händler versuchen würde, so eine Wertigkeit darzustellen oder zu manipulieren, muß man schon deftige geistige Defizite haben. Es ist jedenfalls ein gutes Beispiel dafür, was alles möglich ist und dient somit der Sensibilisierung des Sammlers.
Frage:
20.08.2015
Hallo Herr Köpfer ,
in bin zufällig auf Ihre Seiten gestoßen und habe die letzten Tage intensiv darin gelesen. Ich bin begeistert, dass des so etwas gibt. Ich stimme Ihnen in fast allen Punkten zu 100% zu. Nach fast 60 Jahre langem Briefmarkensammeln sammle ich heute nur noch Berlin gestempelt und hier besonders Briefe und auch Einzelmarken/sätze mit vollem ,prüfbaren Stempel, die den Ortsteil beinhalten. Also B-Haselhorst ,B-Nikolassee, B-Lübars usw. Stempel wie Berlin NW 7 oä. erwerbe ich nicht extra. Ich nenne die Postämter "Nummernpostämter". Frage: Gibt es einen besonderen Namen für diese Postämter. Solche Stempel gibt es seit ca. 1965 Ich habe mal aus dem gestempelten "Versand-
stellenschrott" vom Postamt 12 die Kennbuchstaben notiert. Ich meine die aufgedruckten Klischestempel. Dabei fiel mir auf, dass der Stempel mit den Kennbuchstaben by als normaler Stempel am dortigen Postamt abgeschlagen wurde und gleichzeitig in der Massenabstempelung vorkommt.

Frage : Ist das denn möglich?? Oder kann man den Schalterstempel vom Klischestempel unterscheiden??

Am besten ist, man lässt das Postamt 12 weg, dann hat man keine Diskussionen ob nun der Stempel aufgedruckt oder echt ist. Bei vollständigen Briefen ist die Sache klar, aber bei losen Einzelmarken ohne Gummi??

Nicht zustimmen kann ich Ihnen ,wenn Sie sagen ,dass geprüfte Marken echt sind. Auch ich lasse alles über 25 € prüfen. Beim Gebiet Berlin ist die Sache klar. Prüfer sind die Schlegels, was der Vater für gut befand ,betätigen auch meistens die Söhne . Aber bei, um nur zwei Gebiete zu nennen , Z.B. SBZ ,Saarland kommen in unregelmäßigen Abständen neue Prüfer, die sich profelieren wollen und einiges für falschgetempelt erklären ,was der Vorgänger als echt prüfte. (Mir so gegangen bei SBZ mit 150/55 x ,bei Zierer gekauft mit FA für doppelten Michel, Nachfolger Dr. Jasch erlärt Stempel für falsch. Bei Saarland Urdruck auf Briefstücken gekauft bei Frau Ney ,damals noch im BPP. Nachfolger Geigle erklärt Stempel für falsch - Sachvertändiger Steffen von Fa. Saarphila sagt Stempel ist echt. Auch Schlegel senior hielt Stempel für echt. Noch so ein Fall. Saar Hochwasserblocks mit FA Hoffmann (Vater von Frau Ney). Seine Tochter erklärt Stempel für falsch. Ich könnte noch etliche Zeilen füllen. Dies ist auch ein Grund Berlin gestempelt zu sammeln. Die Schlegels werden sich doch hoffentlich nicht in den Rücken fallen. Ich beobachte seit ca 1970 die Bundesprüfer, jetzige Verbandsprüfer und komme zu dem Ergebnis, dass manche gar nicht lange im "Amt" sind, sich hinten auf den Marken verewigen ( Busch ,Wassmann) und dann abtreten. Man sollte ein für die Entscheidung (Echtheit) ein h a f t e n d e s Gremium bilden. So lange das an einem Namen hängt ,hat der Prüfer zwar seine Einnahmen, aber der Sammler das Nachschauen.

Nun habe ich genug Dampf abgelassen, aber mit den "Göttern" des BPP bin ich nicht immer einverstanden.

Ich freue mich auf Ihre Antwort und Meinung und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Hans N.
Antwort:
Es macht Spaß, wenn Sammler sich Gedanken über ihr / unser Hobby machen – und wenn sie versuchen, sich mit den Ungereimtheiten auseinander zu setzen, kann das für alle Beteiligten nur von Vorteil und Beispiel für alle anderen sein. Dies dann auch noch an die Öffentlichkeit zu bringen setzt dem Vorgang die Krone auf.
Die Berliner Stempel betreffend wunderte ich mich über die Einschränkung, lediglich den mit der Nennung der Stadtteilnamen (den gab es mit und ohne durchgehende Datumsbrücke) zu sammeln, denn der wurde Anfang der 60er-Jahre durch einen ersetzt, der diese Namen durch Nummern ersetzte und die Postleitzahl 1 aufwies. Ab 1977 bis 1981 erfolgte die Umstellung auf einen Stempel mit der PLZ 1000. Und zum Ende der DDR gab es gar die Möglichkeit, Berlinmarken mit dem ebenfalls authentischen Ostberliner Stempel abstempeln zu lassen. Eine Traumbasis für jeden Sammler
Unter „briefmarken.de“, „Stempel“ und „Berliner Postämter“ habe ich aufgelistet, was für Berliner Stempel es gibt und am Ende den Hinweis auf eine umfangreiche Auflistung der Berliner Postämter auf Wikipedia verwiesen. Schauen Sie dort doch mal rein.
Berlin-12 und kein Ende! Wobei ich meine, daß Sie es richtig machen. Auch ich habe, mit einigen wenigen Einschränkungen, die Häufigkeit spielt für uns Sammler doch schon eine gewichtige Rolle, auf Berlin-12 verzichtet. Dieses ewige Herumgewabere, taugt es was oder nicht, kann den Spaß schon ziemlich beeinflussen – und wenn man sieht, was der Handel so anbietet, dann ist ein weiterer Abstieg gar nicht mehr möglich. Auf normalen Briefen gesammelt, ist man jedenfalls auf der sicheren Seite.
Was die Prüfer anbetrifft, haben wir beide die gleichen Erfahrungen gemacht. Da gibt es unheimlich viel zu bemängeln – und ich hoffe, daß sich die Sammler weiter artikulieren. Das war es dann auch schon mit den Möglichkeiten. Was nützt es, wenn wir die Prüfer stigmatisieren? Sie sind fester und unabdingbarer Teil der Philatelie mit dem Trost, daß, wenn sie uns „schlecht“ behandeln, das Wort Betrug vermeide ich tunlichst, Sie dann die Briefmarkenlobby hintergehen. Das eigene Nest werden sie doch wahrscheinlich nicht beschmutzen.
Es wäre schön, wenn es eine greifbare Haftung der Prüfer gäbe. Das aber würde voraussetzen, daß die gegeneinander arbeiten müßten, ein Risiko, daß man kaum eingehen könnte. Im Saarland hatte man immer das Gefühl, daß sich dort Leute trauen Prüfer(in) zu werden, ohne eine Ahnung zu habe. Auch aus jüngster Zeit gibt es ein bedenkliches Beispiel, wie leichtfertig mit uns Sammlern umgegangen wird. Aufgrund eines Streites innerhalb der Prüfer, gewünschte Offenheit wurde dort in Misskredit gebracht, übernahmen kurzerhand die Schlegels das Prüfgebiet „MH, Zusammendrucke und Rollenmarken“. Deftige negative Erfahrungen machen unter Sammlern die Runde.
Sei es drum, sie sind alternativlos. Es werden immer einige sehr gute tätig sein, ein paar gute und immer wieder auch Unfähige. Da man Prüfer nur mit extrem langjähriger und intensiver Sammeltätigkeit und damit einem Schatz an Erfahrungen werden kann, gibt es auch keinen Fundus, auf den man beliebig zugreifen kann.
Aber all das sollte, nein darf uns nicht davon abhalten, zu kritisieren, die Dinge beim Namen zu nennen, sie auf keinen Fall klaglos erdulden.
Schade, das sei auch an dieser Stelle wieder einmal gesagt, daß wir Sammler keine Vertretung, keinen Verband haben – der, der vorgibt, das zu sein, ist jedenfalls nur Erfüllungsgehilfe der Briefmarkenlobby.


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