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Frage:
22.07.2015
Briefe sammeln: Guten Tag Herr Köpfer, wissen Sie nach welchen Gebühren sich deutsche Schiffspostbriefe richten? Fernverkehr oder Ausland? LG Frank
Antwort:
Da muß ich passen. Vielleicht können ja Leser unserer Seiten die Frage beantworten.
Frage:
11.07.2015
Hallo Günther,
ich bin ein Beobacher ihrer Seite und unterstütze auch einen Großteil ihrer Grundsätze. Nur leider ist mir ihre Abgrenzung nicht ganz durchsichtig.

Ein Posthornsatz mit Versandstellenstempel Berlin wird als Q1 akzeptiert und rechtfertigt eienen Preis weit jenseits von 1000€ (zuletzt wure ein solcher kompletter Satz für 5000€ verkauft, was auch Wahnsinn ist).
Bundmarken aus den Anfangszeiten bis in die Anfang-60ern mit ESSt werden als Schrott bezeichnet, obwohl sie seiner Zeit wohl noch keine Mache der von ihnen bezeichneten Briefmarken-Lobby waren. Sonst gäbe es sie nämlich häufig und würden nicht solche Preise erziehlen. Einzelmarken aus dem Block 3 von Bund mit zentrischen ESSt dürften ähnlich selten sein, wie der so hoch gelobte Q1-Posthornsatz, und auch dafür dürfte beim Verkauf wieder ein guter Preis erzielbar sein, was ja auch ihre Devise ist.
Nicht, dass ich so etwas sammeln würde, aber auch hier gilt aus meiner Sicht, dass hier die Briefmarken-Lobby noch nicht ihre Finger im Spiel hatte. Wo ist die Grenze? 1961, 1962, oder später?
ESSt der frühen Jahre Schrott, Versanstellenstempel ok? Auch Versandstellengestempelte Marken sind Mache der Briefmarken-Lobby!

Das alles ist freier Markt, und hier wird Seltenheit bezahlt. Genau diese Seltenheit, ist es worauf sie ihr Gerüst mit Q1 bauen.
Ich sammle Berlin-Briefe, da weis ich wovon ich spreche, wenn ich von Seltenheit rede.
Eine portorichtige, zeitgerechte Ef einer 60-Pf kleine Bauwerke (Mi-Nr. 278) z.B. ist ein Sahnestück erster Klasse. Da brauchts kein Q1!

Nicht alles verteufeln, was ESSt hat, so denke ich, auch wenn ich sowas nicht sammle.

Viele Grüße,
Klemens
Antwort:
Wenn es mir gelänge, jeden Leser meiner Seiten derart zum Mitdenken zu bringen, wäre vieles besser in der Philatelie. Kann aber auch sein, daß viele mitdenken und es dabei belassen, was schade wäre. Andererseits maße ich mir natürlich nicht an, gesetzten, informierten und wissenden Sammlern Ratschlage erteilen zu wollen

Die von Ihnen angesprochene Abgrenzung ist ein äußerst schwieriger Punkt, zumal jeder, na, sagen wir fast jeder, dann, wenn seine Interessen tangiert werden, eine andere Meinung vertritt oder vertreten haben möchte. Hier greift die Freiheit des Einzelnen, das tun und lassen zu können, was er für richtig hält – und zu verantworten.

Was die 50er-Jahre betrifft, so sehe ich einen Wandel zur Manipulation der Sammler generell, also nicht nur bei Bund, DDR und Berlin, etwa ab 1955. Das bis dahin Verausgabte ist, teilweise auch ganz besonders die von Sammlern beeinflußten Objekte, sammelwürdig. Und hier ist natürlich die Seltenheit ein oder das Kriterium. Jeder weiß, daß Berlin-Charlottenburg Vorläufer der Versandstellen war, aber, wie Sie richtig schreiben, sind die Mengen zentrisch gestempelten Quantitäten überschaubar. Ich halte es auch für sehr verständlich, wenn Bundsammler diese Abstempelung suchen – sie ist so selten wie die Berliner Marken mit Stempeln normaler Postämter.

Genauso klar ist auch, daß es in der Folgezeit und bis heute unendlich viel Sammelwürdiges gibt, dessen Wert auch nicht annähernd erkannt ist, zumal nicht vom Briefmarkenhandel und von den Katalogmachern, die alles andere, nur keine Sammlerinteressen vertreten. Und immer wieder frage ich mich, wie man deren falsche, manipulierte oder unterdrückte Informationen aushebeln, den Sammler schützen könnte?

Zu den ESSt muß man den Sammlern eine Deadline „vorschlagen“. Wenn man anfängt, die einzelnen Ausgaben unterschiedlich zu bewerten, dann passiert, was kürzlich bei ebay zu sehen war, daß, völlig hirnrissig, die Europa-Ausgabe MiNr. 383 – 384 mit ESSt für sage und schreibe € 402,-- zugeschlagen wurde.

Solche Auswüchse gab es schon immer und wird es immer geben. Dies jedoch auf eine einigermaßen durch- bzw. überschaubare Ebene zu bringen, wäre erstrebenswert. Dazu müßte die heute übliche Willkür unterbunden, dem einzelnen Objekt eine realistische Bewertung zugeordnet werden.

OK, ich weiß, daß dies irreal ist.
Frage:
10.07.2015
Hallo, als totaler Laie stehe ich vor der Herausforderung, die sehr umfangreiche Briefmarkensammlung meines Onkels zu katalogisieren. Wir möchten digital erfassen, welche Marken er wie oft hat und auch einen Wert dazu ermitteln. Er hat vieles im Kopf, aber übersichtlich ist es halt nicht so richtig. Welche Software kann man da nutzen? Ich habe Michelsoft gefunden, wie ist das zu beurteilen? Danke für Tipps und Einschätzungen!
Antwort:
Natürlich kann ich zu "Ihrer" Sammlung nichts Schlüssiges sagen. Bevor Sie jedoch irgendetwas daran verändern wollen, sollten Sie sich Ihnen nützliches Wissen aneignen. Dazu geeignet sind meine Internetseiten, die tatsächlich auf die Bedürfnisse von uns Sammlern ausgelegt sind.

Sie sollten wissen, daß Schmuckersttagsbriefe und -blätter und alles Machwerk der Briefmarkenlobby nichts wert sind, daß postfrische Einzelmarken, die nach 1955 verausgabt wurden, zu etwa 5 % ihres Ausgabepreises gehandelt werden, daß nur einwandfreie, also fehlerlose Marken sammelwürdig sind, daß versandstellengestempelte, solche mit Ersttagssonderstempeln oder solche mit nicht lesbaren Stempeln einfach nur Schrott sind. Weiter sollten Sie wissen, daß Sammlungen in Vordruckalben Massenware sind, daß Katalogpreise willkürlich und letztlich nur für den Handel und gegen uns Sammler gemacht wurden, daß, wie ich aus kompetenter Quelle erfahren habe, die Macher eines führenden Katalogs mit der Philatelie, also sammlerisch, überhaupt nichts am Hut haben.

Dementsprechend ist es eher kontraproduktiv, wenn Sie versuchten, diese Sammlung in Quantitäten zu erfassen - zumal, wenn man weiß, daß zwischen 95 % und 99 % der Marken einer Sammlung im wertlosen, nicht sammelwürdigen Bereich anzusiedeln sind. Ich selbst habe lange mit "Michelsoft" gearbeitet, ehe ich feststellte, daß die Erfassung des gesamten Konkomerats an Briefmarken Nonsens ist, eine der Kernsammlung von Q1-Marken aber wohl. Dann aber müßten Marktpreise hinterlegt sein, die im Verkaufsfall auch erreicht werden können, die aber gibt es schlicht und einfach nicht.

Machen Sie sich die Mühe, alle meine Seiten gewissenhaft zu lesen und ich verspreche Ihnen, daß Sie Zugang zu einem wunderbaren, Ihr ganzes Leben ausfüllenden Hobby haben werden.
Frage:
08.07.2015
Zu "Ewig Gestrige"
Ich habe zwei Bieter ausgemacht, die diesen Lobbyschrott zu astronomischen Preisen aufkaufen. Es muss nur Anfang der 60er sein, zentrisch gestempelt mit Gummierung. Wenn jemand das nutzlose Zeug loswerden will, dann standen die Chancen nie besser.
Leute, bietet das Zeug an und kauft Euch super Marken davon.
Für Mi. Nr. 401-404 Bund wurden 201,--€ bezahlt.

Wahnsinn!!!

Grüße
Christian
Antwort:
Nicht schlecht, dieser Ratschlag. Aber mal ehrlich, ist es nicht gerade diese Methode der Briefmarkenlobby, begeisterte, aber ahnungslose Sammler ins offene Messer laufen zu lassen, die so schändlich und verurteilenswert ist? Bleibt nur zu hoffen, daß irgendwann mal alle Sammler auf unseren Seiten schmökern!
Frage:
08.07.2015
Ewig Gestrige ... Guten Morgen, ja ich erinnere mich. Ich meinte, dieses Angebot ist ein Fake, eingestellt um Ersttagsstempel wieder attraktiv zu machen. Aber würden sich die ebay-Gebühren dafür lohnen? Darf ich den Sammeltipp so interpretieren, dass bei Randerscheinungen der Berliner Marken auch Bedarfs-Stempel der BRD sammelwürdig sind? Und wie sieht es bei den Rollenmarken aus? LG Frank
Antwort:
Natürlich sind auch Berlin-Marken mit bundesdeutschen, zeitgemäßen, zentrischen Stempeln normaler Postämter sammelwürdig. Auch gemischt, das Eine mit dem Anderen. Jeder Sammler schafft sich SEINE Sammlung. Ich sammle Berlin mit Berlinstempeln - wegen der Authentizität, habe aber z.B. bei Dz gerne auch den Bundstempel genommen. Gestempelte Rollenmarken, also solche mit Nummer, sind ein ganz eigenes Thema, auf das ich in den nächsten Tagen mit einem "Sammeltipp" eingehen möchte.
Frage:
06.07.2015
Ewig Gestrige oder doch die neue Art zu sammeln?

http://www.ebay.de/itm/BUND-NR-431-438-TRAUMSTEMPEL-BONN-ERSTTAG-KB-H-D-SCHLEGEL-TOP-/301668359486?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item463cd5dd3e

Herzliche Grüße Frank B.
Antwort:
Das hatten wir schon einmal besprochen. Der Höchstbietende dieser Auktion hat meiner Meinung nach ziemlich genau € 305,00 zuviel bezahlt - aber solche Sammler liebt die Briefmarkenlobby.
Frage:
28.06.2015
Sehr geehrter Herr Köpfer,
vielen dank für Ihre Seite! Ich bin kürzlich über Youtube darauf gestoßen. Bei meinem Umzug vor wenigen Monaten fand ich meine Briearkensammlung wieder, die ich mit ca. 15 Jahren aufgegeben hatte. Nun habe ich mich damit befasst. Heute sehe ich in den Briefmarken historische u. politische Belege für die jeweilige Zeit. Toll! Damals waren es für mich nur \"wunderschöne Objekte\". Über Ihre Seite habe ich viel gelernt , da ich wieder sammeln möchte. Wie und, wird sich zeigen. Ich sammle erst einmal nur \"postfrisch\", wg. der besseren Ansicht. Ich sammle nicht auf \"Wert\" sondern nur nach Inhalten. Welche seriösen Händler können Sie empfehlen? Ich habe einige Marken bei Goldhahn gekauft u. bin zufrieden. Gibt es von Ihnen Empfehlungen, da ich viele Verhältnisse noch nicht durchschaue? Habe nun Einlageblätter bei Sampoma bestellt. Ich bitte um wertvolle Tipps von Ihnen.
LG H.J.K.
Antwort:
Es freut mich immer wieder, wenn jemand zu diesem wunderbaren Hobby (zurück)findet. Glückwunsch! Wenn Sie schreiben, Sie sammeln nicht nach "Wert", vermute ich, daß Sie auch nicht über "Wert" bezahlen möchten. Wenn Sie das akzeptierten, würden Sie ja sofortige hohe Verlust realisieren. Deswegen empfehle ich, sich mit "ebay" und Artverwandtem anzufreunden, da Sie dort im Allgemeinen Preise bezahlen, die Sie auch bei einem Verkauf wieder erlangen können. Es gibt sicher auch seriöse Händler und, daß die damit Geld verdienen möchten, ist auch in Ordnung, ab wie dort die Sammler abgezockt werden, ist meist unerträglich.
Sie haben Einlageblätter gekauft? Das kann ich nicht zuordnen. Sind das Einsteck- oder Vordruckblätter? Ich empfehle in Einsteckalben zu sammeln - und dort am Besten mit Einzeleinsteckblätter. Die passen sich der Entwicklung einer Sammlung perfekt an. Hierüber und viele Tipps zum Sammlen finden Sie auf meinen diversen Seiten. Schauen Sie doch mal in "briefmarken-handbuch.de", "berlin-briefmarken.de" , den "briefmaken-leitfaden.de" oder "briefmarken-literatur.de". Ich denke, dort finden Sie alles, was Sie an Wissen brauchen - und wenn doch eine weitere Frage auftaucht, stellen Sie sie.
Frage:
27.06.2015
Propagandafälschung DDR ???

Ich habe vor ca40 Jahren auf dem Flohmarkt eine Ganzsache aus der DDR erworben. Briefmarke: Michel 483 "10 Jahre Bodenreform". Später entdeckte ich, daß auf dem Schriftzug Demokratische Republik ein schwarzer Aufdruck ist. Unter der Lupe konnte ich folgendes entziffern: Vergeßt uns hinter dem <> nicht.
Ist dies eine Propagandafälschung..??
Wieviel wäre sie wert..???
Antwort:
Sciher ist das eine Propagandafälschung und, wie ich finde, interessant. Aber einordnen kann ich sie nicht, da mir dieses Gebiet absolut fremd ist. Vielleicht finden sich unter den Lesern welche, die dazu mehr sagen können.
Frage:
21.06.2015
Guten Tag,
ich habe eine DDR, Propagandafälschung Mi.-Nr. 10, "Elster Bad der Werkbonzen" und würde diese gerne veräußern. Allerdings steht auf der Rückseite - soweit ich dies entziffern kann - "Schlegel PFä". Was bedeutet dies?
Antwort:
Das ist das Prüfzeichen einer der Herren Schlegel, das diese Marke als "Fälschung zum Schaden der Post", also "PFä" bestätigt. Wenn man so will, ist das die Bestätigung einer "echten" Fälschung.
Frage:
18.06.2015

Anderes Thema: Hallo und, ja, ich finde auch gut, die Angebote von ebay einzuschränken. Wenn der Schrott nicht gekauft wird, gleich wieder automatisch einstellen, nervt allerdings weiter. Scheint keine Alternativen zu geben, oder? MfG Frank
Antwort:
Solange das nichts kostet, wird das so bleiben - eventuell sogar noch schlimmer werden. Nur dann, wenn die Relationen Preis / Kosten sich ändern, werden die Sammler überlegen, ob es lohnt, diesen Schrott einzustellen. Eine Lösung wäre auch, die Kosten mit zunehmender Umsatzhöhe zu reduzieren. Generell nervt es schon, wenn tausende von Angeboten völlig uninteressant sind, manchmal sogar eine Frechheit.
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