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Frage:
21.12.2016
Die hohen Auflage der BRD Briefmarken machen diese nach 1955 für Viele unattraktiv. Mir ist aufgefallen, dass es nicht leicht ist sehr gut gestempelte Exemplare von bis ca.1968 zu finden. Insbesondere die Stempel sind meist zu blass. Ist Ihnen dieser Missstand auch aufgefallen?
Antwort:
Stempel spiegeln im Grund genommen den Umgang des Schalterbeamten (und sicher auch sein Können und Gefühl) mit diesem Teil seiner Aufgabe wieder. Stempelkissen zu naß oder zu trocken, Stempelabschlag zu fest oder zu zaghaft oder nicht plan aufgesetzt - und irgendwo ins "Gelände". Schönheit des Stempels zu erzielen, zählte und zählt nicht zu seinen vornehmsten Aufgaben, diese war die Entwertung der Briefmarke, gleichgültig wie.

Ein Mißstand ist das nicht, eher ein Geschenk für uns Sammler, denn somit macht ein besonders schöner Stempel aus einer "grauen Maus", einem kaum sammelwürdigen Massenprodukt, eine sammelwürdige Besonderheit. Die muß man sllerdings suchen, die bekommt man nicht an jeder Ecke zu kaufen.
Frage:
17.12.2016
Einfach ansehen.
Es gibt auch ehrliche Händler!

http://www.ebay.de/itm/Berlin-1949-Mi-Nr-42-60-Vollstempel-Berlin-Charlottenburg-/302139038604?hash=item4658e3db8c:g:L9QAAOSwiDFYKt0P

Gruß aus Berlin
Antwort:
Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Ernst beiseite: Sich über uns Briefmarkensammler lustig zu machen (in vielen Bereichen berechtigt und möglich) fällt über ebay nicht schwer. Einerseits. Andererseits, wenn man sich ansieht, was sonst so abläuft, würde es auch nicht wundern, wenn ein gequälter Geist sich so zu Weihnachten ein paar Zusatzbrötchen verdienen möchte. Und, ehrlich, es würde auch nicht wundern, wenn es gelänge.
Frage:
15.12.2016
Wo kann ich zuverläsdig Briefmarken und Ersttagsbriefe schätzen lassen. Habe keinerlei Erfahrung und würde sie gerne schnellstens verkaufen.
Antwort:
Legen Sie die Sammlung mal einem Händler vor, dann werden Sie einen ersten Eindruck bekommen. Sollte da Interesse zu spüren sein, setzen Sie sich mit einem Auktionshaus in Verbindung. "Schnellstens" funktioniert aber kaum. Und generell ist zu sagen, daß die meisten Sammlungen im Sinne von erwarteten höheren Berägen kaum verkäuflich sind - zumal wenn Ersttagsbriefe eine Rollen spielen sollen.
Frage:
11.12.2016
Hallo Herr Köpfer, halten Sie diesen Brief oder die Stempel für falsch? Der Wertzettel ist lose und die Stempel gehen nicht auf den Brief über. Berlin 120 ist auch das Bahnhofspostamt und nicht das PA in der Goethestraße. Der Markenwert reicht ja wohl nicht für eine Prüfung. Was raten Sie mir? Viererblöcke ausschneiden?
Freundliche Grüße
Frank
Antwort:
Die 4er-Blöcke der SWK 70II und 140 Pfennig sind in Ordnung, wobei mich das Ansendedatum, der 31.12.1991 stört. Da wurde auf den letzten Drücker noch viel "gut verkäufliches produziert". Als Brief ist er nicht portogerecht frankiert. Er ist laut Vermerk 36 g schwer, wofür ein Porto von 7,70 richtig gewesen wäre.

Ein Trost ist, daß 4er-Blöcke der SWK nicht so häufig sind - und richtig ist außerdem, daß "Berlin 120" ein Zweigpostamt von Berlin 12 im Bahnhof Zoo war. also mit der Versandstelle nichts zu tun hatte.
Frage:
07.12.2016
Was sind Gummibüge ?
Antwort:
Das sind Veränderungen an der Gummierung von Briefmarken durch äußere Einflüsse, u.U. auch durch fehlerhafte Produktion. Die Gummierung bekommt andere Farbenuancen oder sie wird "rissig". Ob eine solche Marke noch sammelwürdig ist, man dafür Geld ausgeben möchte, muß jeder für sich entscheiden. Ich meine: Nein!
Frage:
30.11.2016
Was bedeutet eine Nummer auf dem Rücken einer Briefmarke?
Antwort:
Sogenannte Rollennummern, auf jeder 5. Marke, gibt es nur bei Briefmarken, die in Rollenform konfiguriert werden. Es gibt Rollen von 100 Marken bis zu 10.000 Stück. Aufgrund dieser Nummern können Schalterbeamte für ihre Schalter-Tagesabrechnung schnell und eindeutig den Restbestand an Rollenmarken ablesen, also ablesen, wieviele Marken verkauft wurden.

Für uns Sammler sind die Rollenmarken eine spannende Ergänzung jedes Sammelgebiets. Insbesondere Rollenanfänge und -enden sind gesucht.

Geprüft werden übrigens gestempelte Rollenmarken wegen Fälschungsgefahr nur mit mindestens Restgummi!
Frage:
26.11.2016
Hallo Her Köpfer,
haben Sie eine Erklärung warum bestimmte Dauerserien so schwer in perfekt gestempelter Erhaltung zu finden sind, selbst die Berliner "Industrie und Technik", wenn man von den Briefportowerten absieht?
Antwort:
Das ist relativ einfach mit dem Verhalten der Briefmarkensammler in der Vergangenheit zu erklären: Man sammelte postfrisch - und, wenn gestempelt, dann nur in "höchster Qualität" von den Versandstellen. Eine von einem normalen Postamt zentrisch gestempelte Marke fand nur per Zufall und völlig unbeachtet ins Album.

Nicht nur I+T macht bei der Beschaffung nun Probleme (hier, wie auch bei B&S, zusätzlich durch unterschiedliche Fluoreszenzen oder Papier), sondern bei allen Dauerserien. Hinzu kommt teilweise noch die Art des Drucks: Stichtiefdruckmarken mit klaren Stempeln sind nochmals schwerer zu finden. Und, nicht zuletzt, im normalen Schalterbetrieb ist der zentrische Stempel ein riesengroßer Zufall.
Frage:
23.11.2016
Hallo Herr Köpfer, wie schätzen Sie die Bedeutung des Sammelgebiets Berlin nach 1990 ein. Bis Ende 1991 bzw bis zu der Postleitzahlumstellung finden sich einige Eigenheiten. Gruß Christos V.
Antwort:
Die Zeit der Wiedervereinigung war eine tolle Zeit, die die Philateilie komplett veränderte. Was die Post mit Ihrer selbstsüchtig verordneten Ungültigmachung von Postwertzeichen bewirkte, konnte sie sich wahrscheinlich überhaupt nicht vorstellen. Vor allem nicht, daß das eine Segen für uns Sammler würde. Endlich gingen uns die Augen auf.

Gerade hat die Post die Auflagenzahlen für die Jahre 1980 bis 2002 veröffentlicht. Das wird nun lebhaftes Nachdenken auslösen. Spontan taucht da die Frage auf, welche "Restbestände" nach dem Ungültigmachen bzw. -werden vernichtet wurden - keinerlei Info. Was wurde an ungültig werdenden Briefmarken gegen weiterhin gültige umgetauscht - keine Erwähnung. Also haben die nun genannten Auflagezahlen wenig bis garkeine Bedeutung. Wichtig wird sein, inwieweit der Markt Nachfragen bedienen kann - und da sieht es auf einigen Gebieten ziemlich mau aus.

Die Wiedervereinigung hat bei den Sammlern Euphorie, hektische Betriebsamkeit, aber auch Ratlosigkeit ausgelöst. Unzählige Mischfrankaturen von Bund, Berlin und DDR sind hier lebhaftes Beispiel. Auch von Berlin wurden Belege "geschaffen", logisch. Die wurden allerdings durch eine wohl gesteuerte Aktion ausgebremst: Die plötzliche Preisexplosion der postfrischen "Berliner Frauen". Eine wilde Hatz begann - die letztendlich gegen die Wand lief: Frauen, Berlin, postfrisch, sind Massenware - das war halt nun ein Schuß ins Knie. Die Händler, so mein Eindruck deckten sich über die Verandstellen darüber hinaus noch ausgiebig mit gestempelten Berliner Marken ein und generierten so den nächsten Haufen an massengestempeltem Schrott.

Einige, auch professionelle, schufen und verkauften zu teils horrenden Preisen "seltene Bedarfsstücke", die von anderen "Profis" vehement abgelehnt wurden bzw. werden. Der Markt scheint leergefegt und ich frage mich wieder einmal, was dagegen spricht, Dinge, die schon in der Vergangenheit von Sammler geschaffen und heute als Präziosen gehandelt werden, zu sammeln. Auch hier gilt nämlich, daß Massenware nicht zum Begehrenwertesten zählt und der Markt sich dabei selbst reguliert.



Frage:
20.11.2016
Hallo Herr Köpfer,
vorab entschuldigen Sie bitte, falls die Frage schon etliche Male gestellt wurde.
Mein Opa hat "ganz nebenbei" Briefmarken gesammelt und etliche einfach nur aus Briefen oder Postkarten ausgeschnitten (teilweise mit ganzen Stempeln).
Was ist nun wertvoller:
Der Ausschnitt mit Stempel und der Marke (blöd einzuordnen), oder nur die abgelöste Marke alleine?
MfG aus NRW,
M. K.
Antwort:
Nein, sie wurde noch nicht gestellt, obwohl sie sich aufdrängt.

Bei der Beantwortung kann man mal wieder der Logik freien Lauf lassen: Wodurch sollte hier ein Mehrwert entstehen? Auch wenn Ihr Opa die Marken mit dem gesamten Stempel ausgeschnitten hat, ist keine "zentrische" Abstempelung entstanden. Briefmarken sammle ich lose und / oder auf kompletten Ganzsachen. Lose zeigen Sie ihre ganze Schönheit, wie auch alle Fehler, auf Brief erzählen Sie oft spannende (Post-)Geschichten.
Frage:
19.11.2016
Hallo Herr Köpfer,
ein Tauschfreund aus Österreich bot mir D. Reich die 7 und die 15 gestempelt mit Fehlern an. Bei der 7 fehlt ein Zahn und die 15 hat 2 dünne Stellen. Naja, sie fehlen mir, aber ich habe keine Ahnung, wieviel Prozent Michel ich ihn anbieten könnte.
Vielen Dank im vorraus und beste Grüße aus Dortmund
Antwort:
Suchen Sie sich aus Ihrer Sammlung ein paar "bessere" Marken mit Fehlern heraus und bieten Sie sie einem oder mehreren Händlern Ihrer Stadt mal zum Kauf an. Die werden, mit Hinweis auf die Qualtät, nicht interessiert sein. Genau diese Händler kaufen jedoch Sammlungen zu Spottpreisen zum Nachteil der Sammler an und bieten die darin befindlichen fehlerhaften Marken mit kunstvollen Umschreibungen der Fehler zu möglichst hohen Preisen als "Sonderangebote" den Sammlern wieder an. Ein ewiger, uns Sammler betrügender Kreislauf - wobei Sie als Sammler nie mehr mit einem Verkauf rechnen können. Wenn Sie jedoch ein paar Euro mehr ausgeben und versuchen, möglichst gute, noch besser, beste Qualitäten zu sammeln, werden Sie Ihren Einsatz fast immer wieder herausbekommen.

Es gibt nun auch Sammler, die meinen, nicht aus wirtschaftlichen Gründen, um eines Profits willen zu sammeln. Gut, das ist deren Entscheidung, diesen Part der Briefmarkenlobby zu überlassen, sie ohne eigenen Steuervorteil mit "Spenden" zu fördern.

Haben Sie diesbezüglich Ihre Entscheidung schon getroffen? Überlegen Sie noch, ob Sie zu den Sammlern gehören möchten, die, ohne auf wirtschaftlichen Erfolg aus zu sein, ganz einfach nur beste Qualität sammeln - und so ein wunderbares Hobby ohne Reue ein Leben lang genießen wollen.
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