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Frage:
16.02.2014
Hallo Herr Köpfer,
wäre das vielleicht was für Sie?

http://www.ebay.de/itm/Berlin-Rollenmarken-auf-Brief-/360856488208?pt=Briefmarke&hash=item5404b90910

Mit freundlichem Gruß
Joe
Antwort:
Dietmar Rusche, der Absender, war einer der führenden Lieferanten für Berliner Rollenmarken und MH und gestaltete seine Post prinzipiell besonders. Ich habe viele solcher Briefe, auch z.B. mit Rolleneinzelmarken oder Streifen z.B. der Serie B&S als Rollenanfänge oder auch, wieder als Beispiel, ein 5er-Streifen der 10er Letterset von B&S als Drucksache. Das waren noch Zeiten, in denen man noch tolle Frankaturen gestalten konnte, ohne daß eine Maschine zum zweiten Mal überstempelt oder die Marken einfach kaputtschrammt.

Aber davon abgesehen, ist das Sammeln von Rollenmarken eine tolles, abwechslungsreiches und zukunftsträchtiges Vergnügen. Wenn man mal versucht, solche Marken schön, sehr schön oder gar zentrisch gestempelt zu finden, erfährt man unmittelbar, daß dies fast ohne Erfolg ist. Ich habe vor einiger Zeit einen ganz gut gestempelten 5er-Streifen der 100er Brandenburger Tor kaufen können - das war für mich ein kleines Fest. Und wer kann sich nicht genüßlich vorstellen, von der Serie "Blumen" 6er-Streifen vom Rollenanfang und / oder Rollenende zentrisch am Ausgabetag von einem normalen Postamt gestempelt in seinem Album zu haben?
Frage:
13.02.2014
Guten Abend,
ja ich bin einer der stillen Leser ihrer Seite. Und ja, ich begrüße ihre Einstellung grundsätzlich.
Jedoch bezüglich der Qualitätsmerkmale Q1 habe ich so meine Probleme. Gerade das Beispiel ebay-Angebot Bund 150 zeigt die Schwächen. Die Marke würde keine Tiefstprüfung bekommen. Die Marke hat drei kürzere Zähne. Der Stempel hätte bei der Prüfung auf die Stellung des Prüfstempels wohl keinen Einfluss, da der Ort und das Datum erkennbar ist, aber wirklich Q1 ist er aus meiner Sicht auch nicht. Ich denke, auch sie würden so einen Stempel als Berlin-Stempel auf einer Berlinmarke nicht in Ihre Sammlung als Q1 aufnehmen, sondern bei der nächsten Gelegenheit austauschen. Es wird wohl wieder Q1, Q1mit * und Q1 mit 2-3 Sternen geben. Die Definition müsste glasklar sein, sonst verwässert wieder alles.
Ich hatte schon einmal geschrieben bezüglich gestempelter Marken mit Gummi. Gerade Berlin-Marken mit Originalgummi und Versandstellenstempel aus den Jahren bis ca. 1960 erzielen horrende Preise bei ebay. Danach wird es langsam Massenware, ab der Stempelung Berlin 12, so meine Erfahrung. Welcher Q1-Kategorie würde das entsprechen?
Ich selbst sammle Briefe in Berlin-Verwendung, da ist die Spannung noch hoch, aber auch hier macht sich der Sammlerschwund bemerkbar.
Von mir aus kann es auch eine Q1, Q1* und Q1-Luxus geben, aber es sollte klar sein. Eine Q1-Marke wird immer tiefst geprüft sein müssen, aber es geht halt noch besser. Ob das des Sammlers Lösung ist weis ich nicht, aber Spaß macht es trotzdem.
Ich bleibe auch weiterhin Leser ihrer Seite, und werde mich ggf. öfter mal melden.
Gruß, ein Sammler aus Franken
Antwort:
Ich wollte die neuen, gestern eingestellten und allen zugänglichen Stichworte "eBay-Angebote" und "Privat-Angebote" trotz extremen Zeitmangels "durchziehen" und wählte ein willkürliches Angebot (ich habe momentan bei eBay nichts Gescheites eingestellt), das, das sehen Sie absolut richtig, nicht im geringsten unseren Ansprüchen gerecht wird, nach den Q1-Grundsätzen gar nicht sammelwürdig ist. Dafür bitte ich um Entschuldigung. Ich werde versuchen, diesen Platzhalter durch ein würdiges, eventuell "fremdes" Angebot zu ersetzen.

Bezüglich der Klassifizierung habe ich nach Diskussionen in meinen News für die physische Unversehrtheit einer Briefmarke die Ansicht vertreten, und werde das auch von meiner Seite so handhaben, den Begriff "Fehlerfrei" zu verwenden (den Begriff "Fehlerfrei" werde ich wohl heute? als neues Stichwort in mein "briefmarken-handbuch.de" aufnehmen. Q1 beschreibt dann darüber hinaus einen über den "Original-EZM-Postfrisch-Zustand" hinausgehenden Zustand, also z.B. Bogenränder in ihren vielfältigen Variationen, vor allem aber auch eine klar les- und somit prüfbare, zeitgerechte Abstempelung aus dem Bedarf.

Frage:
09.02.2014
Kann man ungebrauchte Briefmarken der Deutschen Post umtauschen?
Antwort:
Nein. Es gibt jedoch, natürlich nur für portogültige Briefmarken, die Möglichkeit des Verkaufs, wobei unterschiedliche Portostufen auch unterschiedlich bezahlt werden. Standardwerte erzielen dabei die höchsten Preise (bis über 90 % des Frankierwertes), krumme, kaum noch zu verwendende Portostufen weit weniger. Am besten ist es, sie selbst zu verbrauchen.
Frage:
05.02.2014
Hallo Herr Köpfer,
bitte erläutern Sie kurz, wie man seine Angebote bei Ebay mit Ihrem Link verknüpfen kann. Ich sehe, obwohl eingeloggt, keine Funktion. Danke
Antwort:
Diese Funktion gibt es noch nicht. Ich hatte in meinen News die Frage gestellt, ob Interesse daran besteht, sie zu schaffen. Wenn dies der Fall wäre, würde ich die Möglichkeit schaffen.
Frage:
04.02.2014
Ich kaufe selten mal alte Briefmarkenzeitschriften, um darin zu blättern und zu sehen, was damals in denen drin stand. Letztens ist mir die Zeitschrift Philareport aus dem DBZ-Verlag in die Hände gefallen, und zwar die Ausgabe von 1986. Leider steht da nicht viel mehr interessantes drin als heute, und die Werbung bzw. Meldungen zu Neuheiten überwiegen. Aber es gab dort Interviews mit Politikern, u.a. mit Richard Stücklen. Der war von 1957 bis Mitte der 60er Jahre Bundespostminister. Seine Empfehlung im Interview: man solle sich je einen Viererblock postfrisch und gestempelt, einen Erstattagsbrief und, wenn das Geld noch reicht, je eine postfrische und gestempelte Marke kaufen. Große Wertsteigerungen wären nicht zu erwarten, aber Briefmarken wären ja nicht nur Kapitalanlage. Nachzulesen Philareport 11/86, S. 34. Damals traf das wohl den Nerv der Zeit.

Was also kann man von Briefmarkenzeitungen erwarten? Das frage ich mich immer, wenn ich mal eine in die Hand bekomme und nur zwei oder drei Artikel / Kurzmitteilungen finde, die mich irgendwie interessieren. Wie ist das in anderen Fachzeitschriften? PC oder Autozeitschriften berichten natürlich auch immer über Neuheiten. Dort gibt es aber immer auch Artikel, die interessantes Hintergrundwissen vermitteln oder auf aktuelle Trends eingehen. Die Artikel zum Hintergrundwissen in Briefmarkenzeitschriften beschäftigt sich mir zumindest oft zu sehr mit absoluten Spezialitäten, die auch noch vorzugsweise der Zeit vor dem Ende des 2. Weltkriegs angesiedelt sind. Gibt es aus der Zeit danach nicht genug Interessantes zu berichten oder ist dazu einfach schon alles geschrieben? Habe ich da eine falsche Erwartung?
Joe
Antwort:
Herr Stücklen war ein geschickter und erfolgreicher Werber für die Neuheiten. Das Ergebnis der Umsetzung seiner Empfehlung nennen heute hundertausende Briefmarkensammmler ihr Eigen!

Die Feststellung von Joe deckt sich mit den Aussagen auf meiner Internetseite "briefmarken-literatur.de". Ihre Erwartungen, Joe, sind absolut normal und richtig. So eine Zeitschrift wäre auch absolut denkbar, nur, es gibt sie nicht. Die heute sich am Markt befindlichen "Briefmarken-Zeitschriften" haben, deutlich sichtbar, auch nicht das Bestreben, Sammlern Informationen zu liefern. Deren Aufgabe ist vielmehr, sich die massehaften Werbeaufträge der Briefmarkenlobby zu verdienen und zu versuchen, Sammler so zu steuern, daß sie weiterhin die ahnungslosen Melkkühe der Briefmarkenlobby bleiben.
Frage:
04.02.2014
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Philatelie (Ausgabe Februar 2014) gibt es einen Artikel, bei dem es um ein dubioses Auktionshaus und einen windigen eBay-Händler geht. Dort steht auf S. 24 der Satz: "Nur weil ein Prüfzeichen auf einer Marke ist, heißt das nicht, dass die Marke auch wirklich echt ist. Heute erhalten die besseren Marken Kurzbefunde, Befunde und Atteste". Wenn ich mal von der Diskussion, ob von einem Prüfer signierte postfrische Marken noch postfrisch sind. absehe: ist das wirklich die sicherere Art der Prüfung, und wie soll man dann die Marken inkl. Befund-/Attestschreiben unterbringen?
Gruß Joe

Antwort:
Eine Werbekampagene für die Prüfer? In den zitierten Satz aus der Zeitschrift "Philatelie" müßte man einfügen, daß eine Marke nicht wirklich echt sein muß, wenn sie ein Prüfzeichen aufweist, "oder ein Kurzbefund, Befund oder ein Attest" besteht. Darüber hinaus muß man die Frage stellen, wieviele bessere der älteren Briefrmarken heute überhaupt noch ungeprüft sind? Und sich fragen, was man dann mit (irgendwann mal) mehreren hundert Kurzbefunden, Befunden und Attesten macht? Und warum nicht darauf hingewiesen wird, daß höhergeprüfte oder schlecht(er) beurteilte Marken wertlos sind? Daß man solche Marken erst garnicht zur Prüfung einreichen sollte? Und nicht mitgeteilt wird, daß sich ein Prüfzeichen, wie auch Befunde und Attest einfach und schnell nachprüfen lassen? Beziehungsweise nach einer gewissen Zeit ihre Aussagen eh überprüft werden sollten? Klar, es ist doch das Sprachrohr der Briefmarkenlobby!
Frage:
04.02.2014
Hallo Herr Köpfer,

vielen Dank und ich werde mich im Laufe des Tages einfach anmelden.

Eine Frage hätte ich an Sie als Stempelexperte für Berlin. Ich habe viele Marken mit Stempel Berlin 12, Berlin 20 oder Berlin 420, diese haben wunderschöne zentrierte Stempel und sind mit Originalgummierung versehen. Von Berlin 12, Frankfurt usw. weiß ich, dass diese für Abos missbraucht worden sind, aber Berlin 20 wäre mir neu. Gibt es vielleicht eine Übersicht der Sammelunwürdigen Stempel von Berlin? Ich habe auch schöne Marken von Berlin 20 ohne Originalgummi, sind dies dann nachträglich bearbeitete Marken?

Viele Grüße

Sebastian
Antwort:
Berlin-12 war, das ist bekannt, die Versandstelle für Sammlermarken. Dementsprechend gibt es Berlin-12-gestempelte Briefmarken im Überfluß, die niemand haben will. Man muß allerdings berücksichtigen, daß dies auch ein normales Postamt beherbergte. Normale Bedarfsbriefe mit diesem Stempel, zumal als Sondersendungen wie Einschreiben, Eilboten (mit Ankunftsstempel, Wertbriefe usw., zumal mit Codierung, gelten jedoch als normal und sammelwürdig. Von den glasklaren Ersttagsstempeln sollte man auf jeden Fall die Finger lassen. Von allen anderen Postämtern, also auch Berlin 20 (Spandau / Staaken) und Berlin 420 (Tempelhof) gibt es neben dem Bedarf natürlich auch solche, die für Sammler besonders schön gestempelt wurden. Das sind allerdings überschaubare Mengen - und vor allen Dingen sind die, wenn sie im Wasserbad lagen, d.h. die Gummierung entfernt wurde, von denen aus dem täglichen Gebrauch nicht zu unterscheiden und deswegen begehrt. Zu den nicht sammelwürdigen Stempeln gehören außerdem noch die Ersttagssonderstempel, die es in unglaublichen Mengen gibt. Generell ist zu sagen, daß man die teureren gestempelten Berliner Marken auf jeden Fall prüfen lassen sollte, bei den einfacheren sind die Stempel (nicht garantiert) eher echt.
Frage:
04.02.2014
Guten Morgen,

ich habe folgende Frage: Die DDR-Marken - erste Wintersportmeisterschaften der DDR, Michel-Nr. 246 und 247, wurden am 02.03.1950 in Schierke verkauft. Ab 05.03. in Leipzig. Gelten nun Abstempelungen am 05.03.1950 in Leipzig auch als "Ersttagsabstempelung? Vielen Dank im Voraus für Ihre Mühe.

Freundliche Grüsse aus München,
K.H. Sorg
Antwort:
Nein, Ausgabetag war der 02.03.1950 und damit "einziger" Ersttag. Es gab in der Philatelie allerdings schon immer Unsicherheiten, vor allem dann, wenn eine Ausgabe eine Ergänzung oder weitere Variante war. Dann sind Briefmarkensammler auf der Suche nach dem frühesten Verwendungsdatum, das dann als Ersttag gewertet werden könnte. Wenn, ja wenn es nicht wieder sogenannte Frühverwendungen gäbe, die dann vor einem offiziellen oder inoffiziellen Verwendungsdatum lagen. Bei Ihrer Frage aber ist es eindeutig.
Frage:
02.02.2014
Sehr geehrter Herr Koepfer,
Ihre Ablehnung des Briefmarkenhandels samt der Auktionshaeuser besorgt mich. Ich ersteigere durchaus auch bei den etablierten Auktionshaeusern, denn nur dort werden bestimmteSpitzenstuecke wie z.B. Probedrucke oder Randsignaturen angeboten. Bei e-bay findet man dererlei nicht viel. Und wenn, dann sind die Preise stattlich und manchmal sogar ueber Auktionsniveau. Ich meine, wer den Markt kennt, der kann auch im klassischen Auktionshandel seine Sammlung ergaenzen, ohne der Verschwoerung gegen den kleinen Sammler zum Opfer zu fallen. Haben Sie niemals dort zugeschlagen?
Erneut Glueckwuensche zu Ihrer guten, kritischen und wie man sieht auch populaeren Seite,
Christian Hemler
Antwort:
Es geht bei meinem Internetauftritt nicht um meine Person, ich käme da wunderbar klar. Aber "nur" das eigene Wissen zu nutzen, der Verschwörung gegen den kleinen Sammler nur egoistisch auszuweichen und ansonsten mit in den Schoß gelegten Händen lächelnd das übrige Chaos der Philatelie zu betrachten, ist mir nicht genug, ja, zuwider. Das ist nun kein Affront gegen Ihre Meinung bzw. Ihr Handeln, im Gegenteil, denn Sie tun, was alle tun sollten: Briefmarken mit Köpfchen zu sammeln. Die Briefmarkenlobby ist, logischerweise, denn ein Großteil ihres Geschäfts wäre dann nicht mehr möglich, in all ihren
Sinnen völlig empfindungsfrei, abgestumpft, läßt sich nicht auf Diskussionen ein, sitzt einfach nur aus, erahnt visionär wahrscheinlich die biologische Variante meiner Angriffe. Mich würde freuen, wenn Q1, das Sammeln erstklassiger Objekte, Eigendynamik entwickeln würde, der Schrott, meinetwegen aus Verzweiflung, den Weg in den Müll fände und jemand Kataloge schaffen würde, in denen Sammler eine objektive Bewertung Ihrer "Schätze" fänden. Das ist wahrscheinlich Träumerei, denn der heute übliche Egoismus zerstört die Entwicklung gesunder Gemeinschaften schon im Keim - von der kleinsten Zelle bis in allerhöchste Politik. Trotzdem!
Frage:
31.01.2014
Hallo Herr Köpfer!

DANKE für Ihre Blitzantwort und den Hinweis auf Q1 - halte mich strikt dran! ... und es macht Spass.

BUND unterliegt seit längerem einen Preisverfall.
Bei BERLIN konnte ich dies (bisher) noch nicht feststellen.

Fragen:
- Gehen Sie mit mir konform?
- Preisverfall auch bei BUND (Q1)?
- Oder konzentriert sich der Preisverfall nur auf den Ramsch (Schrott), den keiner außer den Ahnungslosen haben will?
VG Lutz
Antwort:
Nein, denn die beiden Gebiete, sowie auch die DDR und was es sonst noch so gibt, laufen identisch. Der als Schrott identifizierte Anteil allerdings erfährt den von Ihnen beobachtete Preisverfall in drastischer Art. Schauen Sie sich auf eBay die Berliner- und DDR-Angebote an und Sie stellen fest, daß Sie, wie auch beim Bund, derzeit auch unter 5.000 oder 10.000 Angeboten nicht eines aus der Kategorie Q1 finden. Gerade der Handel versucht derzeit verzweifelt seinen Schrott loszuwerden, aber DER Zug ist wohl abgefahren. Schlimm ist nur, nicht jedoch für die, die es kapiert haben, daß sich dieser Massenmüll nicht in Luft auflöst, sondern weiterhin Druck auf die Philatelie ausüben wird.

Danke für Ihre Anmeldung als Mitglied auf "stampedia.de" - und ich freue mich auf Ihre Teilnahme am Stammtisch.
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