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Frage:
28.01.2014
Gibt es neben Ebay noch eine andere Online-Plattform um Briefmarken zu ersteigern? Abgesehen von den professionellen Auktionshäusern.
Antwort:
Ich gehe mal davon aus, daß alle sonstigen "Auktionshäuser" vom "Briefmarkengewerbe" unterhalten werden - und verzichte darauf, mir deren Gebaren anzutun, denn genau das ist es, was uns in der Vergangenheit benachteiligte, übervorteilte, ja, betrog. Natürlich ist es frustrierend, auf eBay diesen Wust von Schrott durchsuchen zu müssen, um das wenige sammelnswerte zu entdecken. Das aber können wir dann i.d.R. zu dessen tatsächlichem Wert erwerben. Ich denke, daß es an uns Sammlern liegt, dieses tolle, unabhängige Instrument "eBay" weiter zu gestalten, in dem wir es als unser aller "Briefmarkenhaus" präferieren. Wir sollten uns dessen bewußt sein und es pflegen, daß wir hier als Sammler einen überschaubaren Aufschlag auf Käufe wie auch auf Verkäufe akzeptieren dürfen - und so, wenn wir uns an gewisse Spielregeln halten, eventuelle Gewinnzunahmen unserer Sammelobjekte selbst realisieren. Natürlich gibt es auch hier die Ausnahme von der Regel, aber ich akzeptiere bei Auktionen (bei eBay kann man die Suche ja auf "Auktionen" beschränken) keine hohen Startpreisvorgaben. Mit einem Euro begonnen, erkennen ernsthafte Sammler schnell den Wert eines Angebots und bieten entsprechend - und meistens gewinnt der tatsächlichen Wert. Dagegen, daß Unwissenheit auch dort "gegen die Wand" führt, wird man jedoch kaum etwas tun können.
Frage:
27.01.2014
Wie kann man es eigentlich erklären, dass chinesische Briefmarken mit sehr hohen Preisen bei Ebay gehandelt werden bzw. auch der Michel diese so hochwertig einstuft?
Antwort:
Im noch bis 1990 politisch abgeschotteten China wurden dort kaum Briefmarken gesammelt. Die (zumindest) wirtschaftliche Öffnung und die ebensolche Verbesserung einer kleinen, aber zahlenmäßig sehr großen Schicht, änderte die Nachfrage nach chinesischen Briefmarken schlagartig, worauf der Markt mit teilweise exorbitanten Preisen- bzw. Preisexplosionen reagiert - die auch bezahlt wurden. Weltweit. Inwieweit da nun Spekulation mitspielt, ist heute kaum zu beantworten und muß einfach abgewartet werden. Ich würde allerdings dringend davon abraten, auf diesen Zug aufzuspringen: dieser Markt ist abgegrast und hat für Neulinmge nur noch überteuerte Massenware übrig.
Frage:
27.01.2014
Nachtrag: also zumindest die älteren österreichischen Marken und ich meine auch einiges aus dem Deutschen Reich enthält im Michel die preisliche Differenzierung der Drucke
Antwort:
Besitzen Sie einen Österreich-Spezial-Katalog? Der sollte Ihnen weiterhelfen. Es ist die Wahrscheinlichkeit groß, das die Druckunterschiede überwiegend durch anhängende Bogenränder erkannt werden können.
Frage:
26.01.2014
Wie kann ich ohne technische Hilfe einen Plattendruck von einem Walzendruck unterscheiden?
Antwort:
Ich bin in den diversen Druckverfahren nicht sonderlich bewandert. Allerdings sind beide aufgeführte Druckverfahren im Briefmarkendruck offensichtlich nicht gebräuchlich - jedenfalls führt der Michel-Spezial sie nicht auf.
Frage:
22.01.2014
Hallo Herr Köpfer,

können Sie mir wohl sagen, warum bei dieser Marke das Prüfzeichen leicht erhöht gesetzt wurde?

http://www.ebay.de/itm/360839642358?ru=http%3A%2F%2Fwww.ebay.de%2Fsch%2Fi.html%3F_sacat%3D0%26_from%3DR40%26_nkw%3D360839642358%26_rdc%3D1

Mit freundlichem Gruß
Joe
Antwort:
Wenn ich es richtig erkenne, hat die Marke und auch der Eckzahn, von der Rückseite her gesehen, oben rechts, einen leichten Knick. Das ist halt der Vorteil des Prüfzeichens, auch wenn man es nicht sofot erkennt, sieht man, die Marke hat Macken.
Frage:
21.01.2014
Hallo Herr Köpfer, wir haben als Nichtsammler eine sehr umfangreiche Briefmarkensammlung erhalten, deren Wert wir nicht einschätzen können. Die Schätzung bzw. Begutachtung durch z.B. ein Auktionshaus erfordert die Überlassung der Sammlung. Aber wir haben kein Verzeichnis zur Sammlung und können nicht wissen was sich eigentlich in ihr befindet. Welchen Rat können Sie uns zur Wertermittlung geben? Liebe Grüße I&O.
Antwort:
Ich neige, wieder einmal, zur Feststellung, guter Rat sei teuer. Es gibt definitiv keine Möglichkeit, den Sammlerwert von Marken / Objekten abzulesen - und selbst wenn es die gäbe, wäre darüber hinaus viel Wissen nötig um eine qualitative Einstufung vorzunehmen. Der Michel-Katalog ist auf die "Markenbewertung" bezogen, nichts anderes als eine Verkaufpreisliste des Handels, mit völlig schwammigen und willkürlichen Bewertungen, die eher mal zufällig den tatsächlichen Wert treffen. Man kann, und das beinhaltet natürlich auch Übervorteilung und Manipulation, davon ausgehen, daß der Preis, den ein Käufer zahlt, der Wert eines Objekts sei - worin jedoch viele Unwägbarkeiten stecken. Der Versuch des Wiederverkaufs zeigt dann meistens, daß der neue gültige Preis ein völlig anderer ist. Der Umfang einer Sammlung sagt prnzipiell nichts über deren Wert aus, denn es gibt hunderttausende von ganze Zimmer ausfüllende Sammlungen, für die niemand etwas zahlen möchte. Mein Rat wäre, sich langsam an eine Bewertung heranzutasten. Zeigen Sie, am besten bei Ihnen zuhause, einem Auktionator (keinen selbsternannten Möchtegern-Fachleuten aus irgendwelchen Vereinen!) die Sammlung und lassen sich sagen, was daran gut ist und fotografieren / dokumentieren fleißig. Wäre es, was ich Ihnen gönnen würde, eine "große" Sammlung, dann würde ich eines der großen Auktionshäuser kontaktieren, zu denen man dann letztendlich auch Vertrauen haben muß, haben sollte bzw. haben kann - ohne das läuft es gegen die Wand. Vor alledem aber sollten Sie ein wenig mitreden können und da würde es helfen, sich auf meinen Seiten einlesen.
Frage:
21.01.2014
Frage:
Hallo,
ich bin Jungsammler und sammle Briefmarken begeistert seit drei Jahren. Zu meinem Sammelgebiet gehört Berlin, BRD sowie Polen. Welche Länder gehören zu den Raubstaaten wessen Marken man lieber nicht sammeln soll? Könnten sie Beispiele nennen? Vielen dank im voraus!:-)
Antwort:
Mit Ihren drei Sammelbereichen sind Sie auf der sicheren Seite. Wenn man so will, war auch die DDR ein Raubstaat, denn die Sperrwerte waren nichts anderes als Devisenbeschaffung. Weiter zählte Ungarn dazu. Hauptsächlich aber sind das kleine und kleinste (Insel)-Staaten, deren Namen ich nicht mehr zusammenbringe. Aber generell muß man sagen, daß alle Länder, die Briefmarken weit über den Bedarf hinaus verausgaben, auch nichts anderes im Sinn haben, als uns Sammlern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Auch die immer größe werdende Anzahl von Zuschlagsmarken zählt zur Übervorteilung, denn sie zielt darauf, daß Sammler komplett sein wollen (was übrigends nicht mehr zeitgemäß ist). Ich spende selbst gern für einige Ereignisse und Institutionen, würde das aber gerne freiwillig und dorthin tun, wo ich es für richtig ansehe. Ich nehme ich an, daß Sie auch keine Neuheiten mehr sammeln, denn Sie haben auf meinen Seiten sicher gelesen, daß die der letzten 60 Jahre postfrisch und als Einzelmarken im Prinzip wertlos sind.
Frage:
18.01.2014
In welchen Katalog erfahre ich den Wert von Briefmarkenbögen.
Oder wie wird das berechnet? Nach Stück lt. Michelkatalog? Speziell Deutsches Reich 1903/1920-1923
Antwort:
Das kann man nirgends ablesen oder mit irgendwelchen Multiplikatoren berechnen. Die Gründe hierfür sind einfach: Der Bogenrand oder mögliche Druck- oder Plattenfehler. Während die Einzelmarken, von wenigen Ausnahmen abgesehen, im Regelfall wertlos sind, erfreuen sich bestimmte Bogenrandmerkmale, die dann eventuell als Eckränder oder in größeren Einheiten, besonderer Nachfrage. Da hilft nur, sich mit entsprechender Spezialliteratur in die Materie reinzuarbeiten - aber das ist ja der Kern, der Spaß unseres Hobbys.
Frage:
15.01.2014
GM Herr Köpfer!

Vorab herzlichen Dank für Ihre schnellen, kompetenten Antworten.

Frage:
Gehe ich richtig in der Annahme, dass Sie Ihre Ankäufe weder über ein Auktionshaus noch beim Briefmarkenhandel tätigen?
Welchen "Vertriebsweg" außer eBay bevorzugen Sie um Q 1 zu erhalten?

Herzlichen Gruß Lutz
Antwort:
Sie liegen richtig mit Ihrer Annahme! Den Betrug zu erkennen, ist eine Sache, die Konsequenzen daraus zu ziehen, die wichtigere. Änderungen können wir Sammler, die wir die eigentliche Philatelie sind, nur erreichen, wenn wir das, was uns betrügt, meiden. Auch der "angebliche Verband" der Philatelie würde sehr schnell Konsequenzen ziehen, wenn die Sammler mal deren Leistung (eine Zeitschrift, die den Sammlern Wikipedia in stark verkürzter Form bietet, angereichert mit ein paar Briefmarkenbildchen, sich selbst feiert und ansonsten den Handel, die Post, die Kataloghersteller hofiert),in Relation zum Jahrersbeitrag setzen würden und, was das Gegenteil von Bildungsverlust wäre, entsprechend handelten.

Doch ich kaufe auch im Handel - wenn er Auktionen im Internet (nicht "sofort-kaufen") oder wertgerechte Angebote macht.
Frage:
13.01.2014
Zum Thema Prüfzeichen von BPP Prüfern habe ich folgende eBay-Auktion gefunden:

http://www.ebay.de/itm/Berlin-West-1949-Waehrungsgeschaedigten-Block-1-II-mit-2-PFgeprueft-Schlegel-BPP-/200980990976?pt=Briefmarke&hash=item2ecb668c00&nma=true&si=3h8bNC1A7u4U44iBzLGQ6NHqsJs%253D&orig_cvip=true&rt=nc&_trksid=p2047675.l2557

Dort wird der Berlin Block 1 in postfrisch als geprüft angeboten und auch ein Bild von der Rückseite gezeigt. Dort sind auf der von hinten gesehen linken Marke zwei Signaturen von Herrn Schlegel und nochmal zusätzlich eine in der linken unteren Ecke des Blocks. Ich hätte jetzt mit einem Prüfzeichen links unten in der Blockecke gerechnet, oder was habe ich da falsch verstanden?
Joe
Antwort:
Das Prüfzeichen auf dem Block rückseitig links unten bestätigt die Echtheit des Blocks an sich, die beiden Prüfzeichen auf der rückseitig linken Marke die beiden Plattenfehler auf zwei verschiedenen Marken. Meiner Meinung nach macht das jedoch wenig Sinn, denn, würde man den Block aus irgendeinem Grund trennen, wäre der 30er-Wert ohne Prüfzeichen, die 10er hätte unsinnigerweise zwei.
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