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Frage:
31.01.2014
Hallo Herr Köpfer!

Mit Erschrecken habe ich gestern festgestellt, dass bei eBay zurzeit ein Händler eine fast komplette gestempelte BUNDsammlung mit Bizone (ab 1945) für 288 € anbietet?

Fragen hierzu:
Wie erklären Sie sich diesen Ramschpreis?
Ist aus Ihrer Sicht auch bei BERLIN eine solche Entwicklung denk- bzw. absehbar?

VG Lutz
Antwort:
Sie haben die Antwort quasi schon gegeben: Es ist ein Ramschpreis, der Preis für Ramsch. Man kann getrost davon ausgehen, daß ein Händler, zumal ein Briefmakenhändler, nichts verschenkt. Die Händler haben meistens Riesenlager, die qualitativ im Prinzip unverkäuflich sind. Die Idee daraus eine "komplette Sammlung" zu gestalten finde ich raffiniert und bin davon überzeugt, daß eine große Nachfrage noch uninformierter Sammler dafür besteht, € 288,00 zum Fenster rauszuwerfen. Klar, mit Berliner Marken ist so etwas ohne Probleme auch gestaltbar und ich bin davon überzeugt, daß dies auch aus den meisten Dubletten- oder Sammlungsbeständen (Berlin-12, Frankfurt a.M., Bonn und Weiden) von Sammlern machbar ist. Das ganz große Problem ist, daß dieser Schrott nicht vom Markt verschwindet, sondern von einem Unbedarften zum nach nächsten wandert, zwischenzeitlich in Deutschland schon 164 Jahre lang. Machen Sie mit bei unserer derzeitigen Diskussion auf "stampedia.de" am "Stammtisch", da geht es nämlich genau auch um dieses Problem.

Q1 ist davon auf keinen Fall betroffen, allein schon deshalb, weil hierfür einfach das Material fehlen würde.
Frage:
29.01.2014
Ich entnehme Ihrer letzten Antwort, dass Sie auch für Verkäufe durch uns Sammler eher Ebay empfehlen würden? Weil ohne Tauschpartner häufig nur der Verkauf z.B. von Dubletten etc. die Erweiterung der eigenen Sammlung ermöglicht.
Antwort:
Unbedingt! Briefmarken zu tauschen setzt voraus, daß es eine Basis hierfür gibt. Natürlich einmal Tauschpartner und, wichtiger, eine Preis- / Wertbasis. Die, die Vereinsabende kennen, mögen sich deren Verläufe vergegenwärtigen um zu erkennen, daß effektiver Tausch dort nicht möglich ist. Wenn ausnahmsweise doch, dann auf welcher Preisbasis? Michel? Nein, die dortigen Bewertungen liegen endlos weitab von der Realität - in alle Richtungen. Ich meine, Tauschen ist Vergangenheit, abgesehen von Kontakten unter Jungsammlern, nicht mehr möglich. Also bleibt nur der Handel: Verkauf und Kauf. Dies assoziiert fälschlicherweise den Briefmarkenhandel - der fällt jedoch komplett aus meinen Überlegungen heraus. Der Grund ist einfach: Ich verkaufe diesem Briefmarkenhandel etwas für 10 bis 20 % (er versucht sogar mich noch weiter zu drücken!) vom Michel und kann es dort umgehend für 40 bis 100 % vom Michel wieder kaufen. Anders bei eBay. Dort biete ich etwas an, ich muß nicht mal großes Briefmarkenwissen haben, die Spezialisten erkennen Wert und Unwert einer Sache, und ich erziele (in der Regel) einen realistischen Verkaufspreis (Markenwert). Mit diesem Geld gehe ich nun auf die gezielte Suche nach meinen Wunschobjekten und zahle, bedingt durch mein Limit, wobei dies in Relation zur Realität zu setzen der Einzelne erst lernen muß, einen Einkaufspreis, den ich bei einem Wiederverkauf mit einiger Sciherheit auch wieder erzielen würde. Die eBay-Kosten hierfür sind meiner Meinung nach gerecht. Wenn wir alle unsere "edleren" Dubletten so anbieten, hat das fünferlei Effekt: 1. es wäre wieder mehr sammelwürdiges bei eBay zu finden (der derzeitige Schrott ist fast erdrückend!), 2. wir hätten Geld, um unsererseits Besseres einzukaufen, 3. wir zahlten nur, was wir bei einem Wiederverkauf auch wieder bekommen würden, 4. die sichere Vermeidung dauerhafter, schon beim Kauf realisierter Verluste, womit das heute übliche erfolglose Sammeln entfiele und 5., äußerst wichtig, dieser uns Sammler übervorteilende Sumpf der Briefmarkenlobby würde ausgetrocknet. Aus alledem ergibt sich seltsamerweise, nein logischerweise, daß ein Verband, zumal in der heutigen, gegen uns Sammler gerichteten Form, völlig unnötig wäre. Ich möchte zu diesem Thema gerne einen Chat auf "stampedia.de" und dort unter dem "Stammtisch", und dafür Donnerstag, den 06.02.2014 um 18:00 Uhr anbieten.

Frage:
28.01.2014
Gibt es neben Ebay noch eine andere Online-Plattform um Briefmarken zu ersteigern? Abgesehen von den professionellen Auktionshäusern.
Antwort:
Ich gehe mal davon aus, daß alle sonstigen "Auktionshäuser" vom "Briefmarkengewerbe" unterhalten werden - und verzichte darauf, mir deren Gebaren anzutun, denn genau das ist es, was uns in der Vergangenheit benachteiligte, übervorteilte, ja, betrog. Natürlich ist es frustrierend, auf eBay diesen Wust von Schrott durchsuchen zu müssen, um das wenige sammelnswerte zu entdecken. Das aber können wir dann i.d.R. zu dessen tatsächlichem Wert erwerben. Ich denke, daß es an uns Sammlern liegt, dieses tolle, unabhängige Instrument "eBay" weiter zu gestalten, in dem wir es als unser aller "Briefmarkenhaus" präferieren. Wir sollten uns dessen bewußt sein und es pflegen, daß wir hier als Sammler einen überschaubaren Aufschlag auf Käufe wie auch auf Verkäufe akzeptieren dürfen - und so, wenn wir uns an gewisse Spielregeln halten, eventuelle Gewinnzunahmen unserer Sammelobjekte selbst realisieren. Natürlich gibt es auch hier die Ausnahme von der Regel, aber ich akzeptiere bei Auktionen (bei eBay kann man die Suche ja auf "Auktionen" beschränken) keine hohen Startpreisvorgaben. Mit einem Euro begonnen, erkennen ernsthafte Sammler schnell den Wert eines Angebots und bieten entsprechend - und meistens gewinnt der tatsächlichen Wert. Dagegen, daß Unwissenheit auch dort "gegen die Wand" führt, wird man jedoch kaum etwas tun können.
Frage:
27.01.2014
Wie kann man es eigentlich erklären, dass chinesische Briefmarken mit sehr hohen Preisen bei Ebay gehandelt werden bzw. auch der Michel diese so hochwertig einstuft?
Antwort:
Im noch bis 1990 politisch abgeschotteten China wurden dort kaum Briefmarken gesammelt. Die (zumindest) wirtschaftliche Öffnung und die ebensolche Verbesserung einer kleinen, aber zahlenmäßig sehr großen Schicht, änderte die Nachfrage nach chinesischen Briefmarken schlagartig, worauf der Markt mit teilweise exorbitanten Preisen- bzw. Preisexplosionen reagiert - die auch bezahlt wurden. Weltweit. Inwieweit da nun Spekulation mitspielt, ist heute kaum zu beantworten und muß einfach abgewartet werden. Ich würde allerdings dringend davon abraten, auf diesen Zug aufzuspringen: dieser Markt ist abgegrast und hat für Neulinmge nur noch überteuerte Massenware übrig.
Frage:
27.01.2014
Nachtrag: also zumindest die älteren österreichischen Marken und ich meine auch einiges aus dem Deutschen Reich enthält im Michel die preisliche Differenzierung der Drucke
Antwort:
Besitzen Sie einen Österreich-Spezial-Katalog? Der sollte Ihnen weiterhelfen. Es ist die Wahrscheinlichkeit groß, das die Druckunterschiede überwiegend durch anhängende Bogenränder erkannt werden können.
Frage:
26.01.2014
Wie kann ich ohne technische Hilfe einen Plattendruck von einem Walzendruck unterscheiden?
Antwort:
Ich bin in den diversen Druckverfahren nicht sonderlich bewandert. Allerdings sind beide aufgeführte Druckverfahren im Briefmarkendruck offensichtlich nicht gebräuchlich - jedenfalls führt der Michel-Spezial sie nicht auf.
Frage:
22.01.2014
Hallo Herr Köpfer,

können Sie mir wohl sagen, warum bei dieser Marke das Prüfzeichen leicht erhöht gesetzt wurde?

http://www.ebay.de/itm/360839642358?ru=http%3A%2F%2Fwww.ebay.de%2Fsch%2Fi.html%3F_sacat%3D0%26_from%3DR40%26_nkw%3D360839642358%26_rdc%3D1

Mit freundlichem Gruß
Joe
Antwort:
Wenn ich es richtig erkenne, hat die Marke und auch der Eckzahn, von der Rückseite her gesehen, oben rechts, einen leichten Knick. Das ist halt der Vorteil des Prüfzeichens, auch wenn man es nicht sofot erkennt, sieht man, die Marke hat Macken.
Frage:
21.01.2014
Hallo Herr Köpfer, wir haben als Nichtsammler eine sehr umfangreiche Briefmarkensammlung erhalten, deren Wert wir nicht einschätzen können. Die Schätzung bzw. Begutachtung durch z.B. ein Auktionshaus erfordert die Überlassung der Sammlung. Aber wir haben kein Verzeichnis zur Sammlung und können nicht wissen was sich eigentlich in ihr befindet. Welchen Rat können Sie uns zur Wertermittlung geben? Liebe Grüße I&O.
Antwort:
Ich neige, wieder einmal, zur Feststellung, guter Rat sei teuer. Es gibt definitiv keine Möglichkeit, den Sammlerwert von Marken / Objekten abzulesen - und selbst wenn es die gäbe, wäre darüber hinaus viel Wissen nötig um eine qualitative Einstufung vorzunehmen. Der Michel-Katalog ist auf die "Markenbewertung" bezogen, nichts anderes als eine Verkaufpreisliste des Handels, mit völlig schwammigen und willkürlichen Bewertungen, die eher mal zufällig den tatsächlichen Wert treffen. Man kann, und das beinhaltet natürlich auch Übervorteilung und Manipulation, davon ausgehen, daß der Preis, den ein Käufer zahlt, der Wert eines Objekts sei - worin jedoch viele Unwägbarkeiten stecken. Der Versuch des Wiederverkaufs zeigt dann meistens, daß der neue gültige Preis ein völlig anderer ist. Der Umfang einer Sammlung sagt prnzipiell nichts über deren Wert aus, denn es gibt hunderttausende von ganze Zimmer ausfüllende Sammlungen, für die niemand etwas zahlen möchte. Mein Rat wäre, sich langsam an eine Bewertung heranzutasten. Zeigen Sie, am besten bei Ihnen zuhause, einem Auktionator (keinen selbsternannten Möchtegern-Fachleuten aus irgendwelchen Vereinen!) die Sammlung und lassen sich sagen, was daran gut ist und fotografieren / dokumentieren fleißig. Wäre es, was ich Ihnen gönnen würde, eine "große" Sammlung, dann würde ich eines der großen Auktionshäuser kontaktieren, zu denen man dann letztendlich auch Vertrauen haben muß, haben sollte bzw. haben kann - ohne das läuft es gegen die Wand. Vor alledem aber sollten Sie ein wenig mitreden können und da würde es helfen, sich auf meinen Seiten einlesen.
Frage:
21.01.2014
Frage:
Hallo,
ich bin Jungsammler und sammle Briefmarken begeistert seit drei Jahren. Zu meinem Sammelgebiet gehört Berlin, BRD sowie Polen. Welche Länder gehören zu den Raubstaaten wessen Marken man lieber nicht sammeln soll? Könnten sie Beispiele nennen? Vielen dank im voraus!:-)
Antwort:
Mit Ihren drei Sammelbereichen sind Sie auf der sicheren Seite. Wenn man so will, war auch die DDR ein Raubstaat, denn die Sperrwerte waren nichts anderes als Devisenbeschaffung. Weiter zählte Ungarn dazu. Hauptsächlich aber sind das kleine und kleinste (Insel)-Staaten, deren Namen ich nicht mehr zusammenbringe. Aber generell muß man sagen, daß alle Länder, die Briefmarken weit über den Bedarf hinaus verausgaben, auch nichts anderes im Sinn haben, als uns Sammlern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Auch die immer größe werdende Anzahl von Zuschlagsmarken zählt zur Übervorteilung, denn sie zielt darauf, daß Sammler komplett sein wollen (was übrigends nicht mehr zeitgemäß ist). Ich spende selbst gern für einige Ereignisse und Institutionen, würde das aber gerne freiwillig und dorthin tun, wo ich es für richtig ansehe. Ich nehme ich an, daß Sie auch keine Neuheiten mehr sammeln, denn Sie haben auf meinen Seiten sicher gelesen, daß die der letzten 60 Jahre postfrisch und als Einzelmarken im Prinzip wertlos sind.
Frage:
18.01.2014
In welchen Katalog erfahre ich den Wert von Briefmarkenbögen.
Oder wie wird das berechnet? Nach Stück lt. Michelkatalog? Speziell Deutsches Reich 1903/1920-1923
Antwort:
Das kann man nirgends ablesen oder mit irgendwelchen Multiplikatoren berechnen. Die Gründe hierfür sind einfach: Der Bogenrand oder mögliche Druck- oder Plattenfehler. Während die Einzelmarken, von wenigen Ausnahmen abgesehen, im Regelfall wertlos sind, erfreuen sich bestimmte Bogenrandmerkmale, die dann eventuell als Eckränder oder in größeren Einheiten, besonderer Nachfrage. Da hilft nur, sich mit entsprechender Spezialliteratur in die Materie reinzuarbeiten - aber das ist ja der Kern, der Spaß unseres Hobbys.
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