Besucher seit 17.08.11
Gesamt1.037.521
Heute: 618
Gestern: 875
Impressume-mail sendenZum GästebuchYou Tube Film
Der LeitfadenDas Buch
Der Download
Fragen + Antworten
Hier können Sie ganz schnell mal eine Frage stellen. Soweit es in meiner Macht steht, beantworte ich sie gerne.
Ihr Frage:

Maximal 5000 Zeichen.
Übrig  Zeichen
Spamschutz: Wieviel ist 17 + 8

614 Fragen und Antworten
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35
36
37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62
Frage:
20.12.2013
Hallo Herr Köpfer! Ergänzend zu meiner heutigen Anfrage noch folgende Info: Es handelt sich lt. Verkäufer um eine KABINETTsammlung.

Ihrem Handbuch konnte ich entnehmen, dass bei der Qualitätsbezeichnung KABINETT ein ganz besonders strenger Maßstab anzulegen ist. Das Auktionshaus hat mir noch folgende Info zukommen lassen: Ab dem 01.01.2014 werden bei Verkäufen anstelle von 7 19 % MwSt fällig. Des Weiteren teilte mir der Auktionator mit, dass zurzeit besonders viel Ware auf dem Markt "geworfen" wird (der Handel trennt sich von Restbeständen und kauft kaum noch an) und dass die Preise sich aufgrund dieser Konstellation im freien Fall befinden. Kurz und knapp: Der ideale Zeitpunkt für den Ankauf einer Sammlung ... aber nur noch bis zum 31.12.2013.

Sind diese Angaben aus Ihrer Sicht zutreffend?

Der Verkaufspreis für die BERLIN-Sammlung (komplett, postfrisch, Spitzenwerte - Rot- und Schwarzaufdrucke, Währungsgeschädigtenblock) in einem Vordruckalbum (welches ich durch ein Einsteckalbum ersetzen würde) soll 990 eur betragen + 27 % Nebenkosten.
Grüße LUTZ
Antwort:
Die typischen Phrasen der Briefmarkenlobby. Sie als Sammler würden im Handel zum Listenpreis kaufen, aus dem dann die Mehrwertsteuer herausgerechnet und ausgewiesen würde. Die interessiert Sie also nur peripher - stimmt der Preis nicht werden Sie wahrscheinlich nicht kaufen.

Die momentane Reaktion des Handels ist eine Art Panik. Die große Gefahr, daß die Sammler nur noch 1. Qualität sammeln, würde bedeuten, daß er, der Handel, auf all diesem Lagerschrott sitzenbleiben würde. Also raus damit! Nur beim Handel sind die Preise im freien Fall und entwickeln sich damit in Richtung denen, die z.B. bei eBay schon lange üblich sind. Verfolgt man jedoch die Auktionen, stellt man fest, daß es dafür schon zu spät ist, das Zeug liegt wie Blei. Das ist keine momentane Entwicklung, die wird sich dramatisch so weiter entwickeln.

Was die angebotene Kabinett-Sammlung anbetrifft, würde ich aus mehreren Gründen vorsichtig sein. Kürzlich wurde bei eBay eine komplette postfrische Berlinssammlung, alle Werte tiefstgeprüft, für € 1.200,-- zugeschlagen. Nachdem ein Michel-Preis von € 8.000,-- genannt wurde, waren das 15 % davon. Die Ihnen angebotene Sammlung (ich nehme an, auch postfrisch?!), ist von der Kabinettbewertung her schon zweitklassig - und zweitklassig ist nur schwer, eher garnicht wieder verkäuflich. Weiterhin müßte sie in allen Werten über € 25,-- bestgeprüft sein, das Prüfzeichen also tiefst angesetzt sein. Höhergestellte Prüfzeichen sind nicht verkäuflich. Weiterhin müssen Sie wissen, daß komplette Sammlungen nicht umtauschbar sind, Einzelmarken oder auch komplette Säzte schon. Das Zitat der Bedingungen für die Kabinettbewertung ist übrigens die des Handels und im Prinzip Schwachsinn, besonders dann, wenn Sie sich die Bedingungen der noch schlechteren Qualitäten ansehen - da wird versucht, alles schönzureden.

Wenn ich Ihnen eine Empfehlung geben darf, dann die, nicht im Handel und keine kompletten Sammlungen zu kaufen. Zu hoch sind die Preise für Erstklassiges und groß die Gefahr betrogen zu werden. Ein weiterer Grund, das wäre für mich einer der wichtigsten, lassen Sie sich nicht den Spaß am Briefmarkensammeln (im Sinne des Wortes) nehmen. Suchen und sammeln Sie Stück für Stück, Satz für Satz, absolute Spitzenqualität (Q1, die auch noch Ränder und Stempel berücksichtigt!) Ich zeige auf einigen meiner Seiten Beispiele, wie das aussehen könnte und sage Ihnen daß es manchmal Jahre dauert, bis man einen Satz so zusammen hat, wie man es sich vorstellt. Zuletzt habe ich das bei den Berliner Männern I mit dem zentrischem Vollstempel durchgehender Datumsteg erlebt - und endlich den 5 Pfennig-Wert gefunden. Das ist Sammelspaß pur.
Frage:
20.12.2013
Walzendruck
Antwort:
?
Frage:
20.12.2013
Hallo Herr Köpfer, liebe Sammler, ich würde mich freuen, wenn Sie die nachfolgenden Begriffe mal genauer erläutern und abgrenzen könnten. Ich weiß nämlich nicht wirklich worauf es dabei für meine Sammlung Österreich und Berlin ankommt, insbesondere weil der Katalog zur Erläuterung doch schon Wissen voraussetzt.
Bogenrandbedruckung
Bogensignaturen
Drucker(ei)zeichen
Farbrandstreifen
Formnummern
Hausauftragsnummern
Eckrandstücke mit Formnummern
Ferner möchte ich gerne wissen, welche Stempel (weil philatelistische Stempel) nicht sammelwürdig sind bzw. ob es ein Verzeichnis aller "normalen" Poststempel gibt?
Lieben Dank im Voraus!
Antwort:
Q1 zu sammeln ist relativ einfach: Man sammelt alles, was NICHT speziell für uns Sammler hergestellt wird - und das ausschließlich in allerbester Qualität. Um das tun zu können, sind, auch wieder ausschließlich, Spezialkataloge sinnvoll. Die sogenannten billigen "Kleinen", auch der "mittlere" Michel, sind nur billig (manchmal nicht mal das) und darüber hinaus für den ernsthaften Sammler völlig sinnlos. Beschreibungen bzw. Bewertungen finden Sie unter "briefmarken-literatur.de", hier auch für die Kataloge von Günter Schwarz (z.B. "Auch der Bogenrand ist interessant").

Zur Bogenrandbedruckung oder den -signaturen finden Sie unter "berlin-briefmarken.de" (mit u.a. einem Link zu Wikipedia und den Berliner Postämtern) und im "briefmarken-handbuch.de" vielfältige weitere Beispiele.

Normale Stempel sind beim Sammelgebiet Berlin alle Stempel, außer den Ersttagsstempeln und Ersttagssonderstempeln von Berlin-12 und den Sonderstempeln zu den verschiedensten Anlässen.

Österreich betreffend kenne ich die Randzudrucke leider nicht, könnte mir aber vordtellen, daß es auch da Speziealliteratur gibt. Wenn Sie da weitergekommen sind, wäre ein entsprechender Bericht auch für andere Sammler interessant.

Ansonsten biete ich Ihnen gerne ein Stammtischgespräch an, bei dem ganz locker Fragen gestellt werden können, mit denen auch Mißverständnisse, die häufig für falsches Handeln verantwortlich sind, ausgeräumt werden können.
Frage:
18.12.2013
Schön wäre es, wenn regelmässige Zeiten zum Stammtisch auf der Hompepage angeboten werden würden und jeder Sammler so die Möglichkeit besitzt teilzunehmen.
Antwort:
Der Stammtisch ist ständig geöffnet, muß also nur genutzt werden. Wer Fragen oder Anregungen hat, oder ein bestimmtes Thema besprechen möchte, muß den Thread also einfach nur eröffnen und schon kann es losgehen. Ich bespreche das Thema heute, 20.12.2013, übrigens auch in den News.
Frage:
18.12.2013
Zu UNICEF: Lieber Sammler, lieber Herr Köpfer. Ich teile seit einiger Zeit die hier propagierte Art des "neuen" Sammelns. Nur sollten wir uns das Sammeln auch nicht beschränken lassen. Ich halte z.B. UNICEF und andere thematische Sammlungen für durchaus empfehlenswerte Sammelgebiete. Hier können wir über den Tellerrand Deutschland hinwegblicken und uns mit der heutigen globalen Weltanschauung beschäftigen. Schon durch die Auswahl des Sammelgebietes kann ich erreichen, dass nicht jeder denselben Einheitsbrei zusammenträgt. Unabdingbar sind natürlich die auf diesen Webseiten beschriebenen Qualitätsansprüche, also sehen Sie auch von dem Erwerb von randlosen Einzelmarken ab. Tragen Sie die Besonderheiten zusammen, die es in jedem Land gibt. Suchen Sie Briefe, seltene Zeitdokumente. Gerade in der Thematik schwer zu finden, Sammelspaß? Regt es zu einer Diskusion an?
Antwort:
Auf keinen Fall! Deswegen schreibe ich auch immer wieder, daß meine Art zu sammeln, auf alle, na ja, fast alle Länder übertragbar ist. Jeder soll das sammeln, was er für richtig und erstrebenswert hält, was ihm Spaß macht. Und wie Sie richtig bemerken, geht es darum, das zu sammeln, was auch sammelnswert ist, also gewisse Spielregeln zu beachten, meinetwegen auch zu erarbeiten. Das alles möglichst jedoch in einer Art, die uns Sammler vom Status "Melkkuh" bzw. manipulierbarer Masse wegbringt. Aber, wer glaubt, so weitersammeln zu wollen oder zu müssen wie bisher, dem wird niemand einen Stein in den Weg legen. Meine Seiten wollen jedoch beschreiben, wohin dieser Weg führt. Im Übrigen stehe ich nach Vereinbarung gerne auch am Stammtisch zur Verfügung.
Frage:
17.12.2013
Ich habe einen Block mit Bezeichnung "Pracht" gekauft. Optisch ist er in Ordnung, weist aber einige Bugs auf und an einer Stelle eine leichte Beschädigung der Gummierung. Ist das noch Pracht oder sollte ich ihn zurückgeben?
Antwort:
Wieder einmal typisch, sind die Qualitätsbezeichnungen der Philatelie nicht eindeutig, sondern täuschend, mit eindeutiger Tendenz zum Betrug. In der Philatelie ist "Pracht" nicht etwa die Bezeichnung für eine hohe, sondern vielmehr für eine mindere Qualität. Darüber stehen noch "Kabinett", "Luxus", "einwandfrei", "ohne Tadel" und und und. Die genannten Fehler weisen tatsächlich auf eine "Pracht-Qualität" hin, was bedeuten würde, daß Sie einen niedrigen, keinesfalls aber günstigen Preis für etwas bezahlt haben, das wertlos und nicht mehr verkäuflich ist. Wenn Sie den Block noch zurückgeben können, tun Sie es - und warten, bis Sie, am besten über eBay, einen einwandfreien "Luxus-Block" finden, der dann zwar teurer sein wird, für den Sie aber diesen Preis beim Verkauf auch wieder bekommen würden. Im Übrigen empfehle ich, sich in meinen Internetseiten (z.B. "briefmarken-handbuch.de" unter "Qualitätsbezeichnungen") einzulesen, um die Tricks der Briefmarkenlobby kennen zu lernen.
Frage:
16.12.2013
Guten Tag, können Sie bitte mal erklären, was es mit dem Sammelgebiet UNICEF und/oder SOS Kinderdorf auf sich hat. Ich lese häufiger (z.B. bei Ebay), dass Briefmarken etc. angeboten werden auch im Zusammenhang mit UNO-Sammelwerten. Verstehe aber die Zusammenhänge und Wertigkeiten der Gebiete nicht. Lohnt sich hier evtl. eine Sammlung und wenn ja, was würden sie empfehlen? Vielen Dank und beste Grüße.
Antwort:
Die SOS-Kinderdörfer bitten als Spende um Einlieferung von Briefmarken aus der Tagespost, die sie aufbereiten und dann weiterverkaufen. Daraus werden Teile der nicht unerheblichen Kosten dieser wichtigen ehrenamtlichen Institution für Kinder finanziert. Die Unicef verfolgt in etwa die gleichen Ziele, das jedoch international. Beides also wichtige und unterstützungswürdige Institutionen.

Zu Ihrer Frage zu UNO-Sammelwerten ist zu sagen, daß die UNO kein Land ist, sondern eine Institution, die irgendwann vor langer Zeit entdeckte, daß man mit der Herausgabe von Briefmarken viel gutes Geld leicht verdienen konnte, wobei neben New York die "Filialen" in Österreich und der Schweiz "tolle", den Umsatz steigernde Multiplikatoren waren. Die Ausgaben erfreuten sich allergrößter Beliebtheit, waren zeitweise gar das beliebsteste Sammelgebiet überhaupt, bis die deutsche Wiedervereinigung zeitigte, daß alle weltweit abomäßg gesammelten Einzel-Briefmarken (die unsinnigen Vordruckalben ließen keine Ränder zu) zwar teure aber wertlose Massenware ist - auch und ganz besonders die der UNO. Heute beklagen Hunderttausende Sammler weltweit über ihre wertlosen Sammlungen. Nein, das ist kein empfehlenswertes Sammelgebiet, wie überhaupt von jedem Kauf von Neuerscheinungen abgeraten werden kann. Über 170 Jahre Briefmarken bieten mehr als genug Sammelwürdiges - lesen Sie auf meinen Seiten, wie das aussehen könnte.

Frage:
15.12.2013
Die Fragstellung meines Vorredners zeigt mein besonderes Interesse. Denn auch ich frage mich, wie kann es sein, dass es einen einzigen Prüfer für ein oder mehrere Sammelgebiete gibt. Ich frage mich, wer sind diese Auserwählten, wer hat sie auserwählt, welche Qualifikationen haben sie? Philathelie werden sie sicher nicht studiert haben ;-)
Wenn ich dann lese, dass sie bei den Prüfpreisen sich an wenig realen Katalogpreisen (wer bestimmt diese eigentlich?) orientieren dürfen und lange Wartezeiten auf eine Prüfung die Regel sind, werde auch ich kritisch nachdenklich dieser Personengruppe gegenüber. Wären evtl. Alternativen denkbar? Also meines Erachtens ist hier ein interessanter Diskurs wünschenswert.
Antwort:
Das Studienfach Philatelie gibt es tatsächlich nicht. Gäbe es das, hätten wir schon längst allgemein beachtete Spielregeln und weit weniger Probleme. Unabhängig davon gibt es jedoch nicht wenige Briefmarkensammler, die sich in ihr Sammelgebiet äußerst tief einarbeiten und ganz wenige davon haben irgendwann z.B. die Befähigung als Prüfer zu arbeiten. Da gibt es kein Auswahlverfahren, man ist eher glücklich, wenn es einen gibt, der das dann vielleicht sogar machen möchte. Und wenn man dann einen gefunden hat, ist es logisch, daß auch der nur die auch für uns alle gesundheitlich unbedenkliche Arbeitszeit zur Verfügung hat. Neben der Erfahrung sollte der wissen und dazu Vergleichsmatierial haben, was in der Vergangenheit gelaufen ist, welche Manipulationsvarianten derzeit gebräuchlich sind, welche Stempelfarbe zur fraglichen Zeit üblich war und deren Alterung beurteilen können, welche Stempel irgendwann und irgenwo entwendet wurden, erkennen, welche Stempel komplett als solche gefälscht wurden - und tausend Dinge mehr. Insofern möchte ich diese Gruppe in Schutz nehmen.

Das bedeutet aber bei weitem nicht, daß alles Friede, Freude, Eierkuchen wäre. So finde ich es vom Datenschutz her gesehen bedenklich, aber irgenwo doch nachvollziehbar, daß ein Prüfer zum Auktionator mutiert. Weiter sollten physisch fehlerhafte oder manipulierte Marken prinzipiell und gebührenpflichtig als solche gekennzeichnet werden - nicht nur mit einem höhergesetzten Prüfzeichen. Es kann auch nicht sein, daß eine nachgezähnte Marke ohne Kennzeichnung an den Einreicher zurückgeht und vieles mehr.

Die Berechnungsbasis, diese unsäglich daneben liegenden Katalogbewertungen, kann man den Prüfern, unabhängig davon, daß die diesen Umstand gerne akzeptieren, kaum anlasten. Die sind der moralisch so (vorsichtig formuliert) bedenklichen Briefmarkenlobby zuzuschreiben. Nur wenn es einen Verband gäbe, der das Wohl der Gesamtphilatelie, dazu zählen auch die gemeinen Briefmarkensammler!, und damit deren Zukunft im Auge hätte, könnte eine Änderung erreicht werden. Dem widersetzt man sich jedoch mit einer absolut schweigenden Vehemenz, also so, als würde sich ein Wildschwein an einer deutschen Eiche kratzen. Interessant, daß es auch Trüffelschweine gibt und eine Eiche, die von innen heraus fault, irgenwann auch umstürzen wird. Wenn wir Sammler uns dem Verband, dem uns abzockenden Handel, der (Neuheiten)Post, den nichtssagenden Klein- und Mittelkatalogen, den wertvernichtenden Vordruckalben, den Briefmarken-Zeitschriften und einigen unfähigen Auktionshäusern verschließen, wird die Philatelie wieder Zukunft haben. Die Briefmarkensammler müßten dann allerdings auch kapieren, daß Briefmarkensammeln keine Vermögensaufbau aus dem Papierkorb heraus ist, nicht jedes bunte Papierchen einen Wert hat, daß man, um neben dem Spaß auch Erfolg zu haben, etwas investieren muß - und die allermeisten Propheten einfach nur Pharisäer sind.
Frage:
14.12.2013
Hallo, unter dem Reiter Ratgeber, Rubrik "Das Zubehör" erwähnen Sie die Prüflampe. Können Sie bitte erläutern, was Sie genau unter einer Prüflampe verstehen und auf was ich aus Ihrer Sicht als Käufer achten sollte? Oder wurde diese Frage schon einmal gestellt und beantwortet? Vielen Dank.

P.S.: Ich habe zwar noch nicht alle Beiträge gelesen - nehmen Sie's etwas mehr mit Humor - aber eine profitierende Anspruchsgruppe haben Sie vergessen! Die Prüfer von BPP und VPP. Preis-Berechnung nicht nach Aufwand, sondern nach fantasievoll gestaltetem Katalog-"Wert". Wenn ich bei Christian Geigle eine Baden 46 II postfrisch prüfen lassen möchte, kommt der "Fantasiepreis" von Euro 650 (Michel Spezial 2013 Bd. 2 S. 814) zur Anwendung, nicht der reale Handelswert. Aber "Grosshändler" erhalten Rabatte, können auch preiswerte Ware von wenigen Cent zu Hunderten "abstempeln" lassen und dann teuer verkaufen. Beispiel: Prophilia und die postfrisch und geprüften Germania-Marken Saargebiet für Euro 1,49 beim Karstadt. Markenqualität ist einwandfrei ... aber muss eine solche Marke geprüft werden?
Antwort:
Unter dem Licht einer solchen Lampe leuchten die in der Herstellung mit unterschiedlichen Substanzen behandelten Papiere / Briefmarken in verschiedenen Farben und können so erst richtig zugeordnet werden. Zu achten ist beim Kauf 1., daß sie im Internet preisgünstiger sind und zweitens darauf, daß sie UV-Licht und auch eine UVC-Röhre aufweisen um alle derzeitigen Substanzen zu erkennen.

Zu Ihren Anmerkungen: Humor ist ein wesentlicher, vor allem positiver Bestandteil meines Lebens. Die Briefmarkenlobby betreffend neige ich jedoch mehr zur schlichten, schnörkellosen, bloßstellenden Wahrheit, da begegnet mir auch wenig Lustiges. Zu den Prüfern ist zu sagen, daß die sich nahtlos in die Reihen dieser Briefmarkenlobby einreihen. Dieses Konklomerat aus Unanständigkeit ist bis ins kleinste Detail gegen uns Sammler ausgerichtet. Wir Sammler können uns dem entziehen und trotzdem, nein, deswegen, mit Spaß und Erfolg Briefmarken sammeln. Dazu ist es jedoch notwendig, daß wir unsere Art zu sammeln ändern, uns auf Sammelwürdiges beschränken und uns den hirnrissigen Katalogpreisen dadurch entziehen, daß wir über Internetauktionen (keine "Sofort-kaufen-Angebote"), die wir ja auch selbst gestalten können, kaufen, verkaufen und tauschen. Viele "organisierte" Sammler sollten sich auch die Frage stellen, zu was die Verbände, die sogar von der angeblichen Gegenseite, den großen Versandhändlern, gesponsert werden, außer zur Ergebung von Beiträgen, sonst noch gut sind. Selbstverherrlichend arbeiten sie gegen uns Sammler und fühlen sich für die Zukunft der Philatelie, für die Vereine in keiner Weise verantwortlich. Ich denke, ich habe gerade ein Lächeln im Gesicht, das aber mit Humor wohl wenig zu tun hat.

Und nochmals zu den Prüfern: In der Philatelie wird auf "Teufel-komm-raus" manipuliert und gerade deswegen sind die Prüfer ein buchstäblich notwendiges, unabwendbares Übel. Wer auf Prüfungen verzichtet, wird irgendwann furchtbaren Erkenntnissen ausgesetzt sein.
Wobei ich Ihnen Recht gebe, wenn Sie anzweifeln ob eine € 1,49 Marke geprüft sein muß. Andererseits werden Briefmarken mit solchen Katalogpreisen in allerbester zentrisch gestempelter Qualität oft mit dem Vielfachen dieser Preise gehandelt - weltweit.
Frage:
13.12.2013
Ich bräuchte mal den Rat von Erfahrenen. Ich sammle im Einsteckbuch mein Gebiet z.B. Österreich. Auf einer Seite die postfrischen auf der anderen Seite die gestempelten Exemplare. Jetzt habe ich aber häufig viele Marken mehrfach (auch mit oder ohne Rand, Vierermarken, zwei zusammenhängende etc.). Ich frage mich nun, ob ich alle Exemplare hintereinander stecke oder doch besser aussortieren sollte. Dann aber die Frage nach welchem Prinzip. Wie machen es Sie es?
Antwort:
Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters, demzufolge gibt es keine Patentlösung. Ich selbst, Berlinsammler, habe postfrisch und gestempelt komplett getrennt - und über allem steht kompromißlose Qualität. Weiterhin stelle ich den Einzel- also den Standardmarken je Jahrgang eine ganze Seite zur Verfügung, umfangreichere Sätze bekommen ebenfalls eine eigene Seite. Ich sammle auch nach unterschiedlichen Stempeln, Berlin hat davon bis zu drei verschiedenen gleichzeitig, die in gesonderte Sätze unterteilt werden. Eine Leidenschaft sind die Dauermarken als EZM, Bogen- und Rollenmarken, Einheiten, MH, Zusammendrucke, Druckerzeichen, Formnummern und vieles mehr - und das bedeutet, daß dafür auch mal bis zu 10 Seiten benötigt werden. Die letzgenannten Besonderheiten bringe ich, wenn möglich, auf der gleichen Doppelseite, dann also rechts, in Sichtweite zum Standard, unter. Weil ich weiß, daß auch die großzügigste Raumaufteilung schnell mal knapp wird oder sich meine Ansprüche ändern, habe ich bei der Anlage gleich mit schönen Ganzsachen, z.B. Briefe mit schönen Einzel- oder Mehrfachfrankaturen oder geschichtlich interessanten Belegen aufgelockert. Auf keinen Fall jedoch stecke ich Briefmarken meiner Sammlung hintereinnander. Doubletten landen bei mir in einem Extraalbum (in dem auch nur einwandfreie zu finden sind), wobei ich bemüht bin, die Marken der Sammlung auch weiterhin zu optimieren (trifft vor allem bei gestempelten zu).
Zurück zum Seitenanfang