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Frage:
25.12.2013
Wie kann man an einem alten dicken Briefmarkenalbum die kaputte Bindung kostengünstig reparieren?
Antwort:
Ich denke, daß ein Buchbinder einen Preis verlangen würde, der der erbrachten Leistung entspricht. Es dürfte dort wie auch bei uns in der Philatelie sein: Kaufen wir Sonderangebote oder billig ein, schaffen wir mit minderen Qualitäten wertlose Sammlungen, investieren wir zu einem guten, angemessenen Preis in Sammelwürdiges, können wir ein Wertobjekt unser Eigen nennen. Man kommt irgendwann einfach nicht darum herum, das Alte zu ersetzen - ce la vie. Machen Sie es wie ich: Ich habe zwischenzeitlich Spaß daran, meine Sammlung in neue, große Steckalben (siehe "briefmarken-handbuch.de) umzugestalten.
Frage:
25.12.2013
Ich bekomme vom Sammlerservice der Deutschen Post die Vordruckblätter geliefert.
Auf diesen Vordruckblättern ist immer auch etwas Infotext mit aufgedruckt. Durch die Randstücke der postfrischen Marken wird dieser Text teilweise überdeckt. Nun meine Frage: Darf man die Randstücke entfernen oder führt das zu einer Wertminderung der Marke ?
Antwort:
ALLE seit etwa 1955 weltweit verausgabten und als postfrische Einzelmarken OHNE Rand gesammelten Briefmarken sind zu 99,9 % wertlose Massenware. Viele hunderttausend deutscher Sammler mußten das in den letzten Jahren schmerzlich erfahren (wie zum Hohn, werden sie außerdem noch von völlig irrelevanten Katalognotierungen hinters Licht geführt). Schuld daran sind maßgeblich diese uns gängelnden, also vorschreiben, wie und was wir sammeln sollen, wollenden Vordruckalben. Erfolgreich Briefmarken zu sammeln bedeutet, Besonderheiten zu sammeln, also z.B. die Randstücke, wo möglich mit Zudrucken wie Druckerzeichen, Formnummern, Randzahlen und vielem mehr. Ja, die Ränder zu entfernen führt zu einer massiven Wertminderung - wenn auch oft eines nur sehr geringen Wertes. Oft werden, damit sie ins Vordruckalbum passen, die Ränder umgeknickt. Das ist, als ob die Ränder abgetrennt worden wären - solche Marken sind nur noch als Einzelmarken ohne Rand zu bewerten.

Ich habe bis vor einigen Jahren auch in diesen unsinnigen Alben gesammelt und bin dann auf die großen 30-seitigen Einsteckalben umgestiegen.

Allerdings sammle ich heute die uns Sammler zu "Melkkühen" der Philatelie machenden Neuheiten nicht mehr. Die mehr als 170 Jahre dauernde Tradition der Briefmarke bietet so unendlich viele tolle und spaßmachende Möglichkeiten, daß alles andere buchstäblich rausgeworfenes Geld ist, ein 100%iger Wertverlust.

Wenn Sie wissen wollen, wie Briefmarkensammeln in IHREM Sinne richtig ist, lesen Sie sich in meine Internetseiten ein: "briefmarken-leitfaden.de" sagt, was zu beachten ist, "briefmarken-ratgeber.de" wie wir betrogen werden, "briefmarken-literatur.de", welche Kataloge wichtig sind und das "briefmarken-handbuch.de" erläutert viele Begriffe und wie man damit umgehen sollte. Außerdem beschreibe ich in "berlin-briefmarken.de" mein eigenes Sammelgebiet. Schützen Sie sich!
Frage:
21.12.2013
Finden sie es gut, wenn ich die Briefmarken in schwarzen Mäppchen aufbewahre?
Antwort:
Prinzipiell sind wir Sammler frei in unserer Entscheidung, wie und was wir sammeln wollen. Ich meine jedoch, daß unser schönes Hobby nur deswegen schön ist, weil die Schönheit so offensichtlich ist. Jedoch nur dann, wenn eine ausreichend große Fläche zur Verfügung steht, dies auch darzustellen. Ich nehme an, daß "schwarze Mäppchen" die sogenannten "Steckkarten" sind? Die wären für Dubletten ganz gut geeignet, für die Sammlung würde ich jedoch zu den großen Steckalben raten, in denen Sie einen tollen Überblick haben, Ihre "Schätzchen" wunderbar darstellen und jederzeit genußvoll anschauen können. Das sollten Sie sich einfach gönnen.
Frage:
20.12.2013
Hallo Herr Köpfer! Ergänzend zu meiner heutigen Anfrage noch folgende Info: Es handelt sich lt. Verkäufer um eine KABINETTsammlung.

Ihrem Handbuch konnte ich entnehmen, dass bei der Qualitätsbezeichnung KABINETT ein ganz besonders strenger Maßstab anzulegen ist. Das Auktionshaus hat mir noch folgende Info zukommen lassen: Ab dem 01.01.2014 werden bei Verkäufen anstelle von 7 19 % MwSt fällig. Des Weiteren teilte mir der Auktionator mit, dass zurzeit besonders viel Ware auf dem Markt "geworfen" wird (der Handel trennt sich von Restbeständen und kauft kaum noch an) und dass die Preise sich aufgrund dieser Konstellation im freien Fall befinden. Kurz und knapp: Der ideale Zeitpunkt für den Ankauf einer Sammlung ... aber nur noch bis zum 31.12.2013.

Sind diese Angaben aus Ihrer Sicht zutreffend?

Der Verkaufspreis für die BERLIN-Sammlung (komplett, postfrisch, Spitzenwerte - Rot- und Schwarzaufdrucke, Währungsgeschädigtenblock) in einem Vordruckalbum (welches ich durch ein Einsteckalbum ersetzen würde) soll 990 eur betragen + 27 % Nebenkosten.
Grüße LUTZ
Antwort:
Die typischen Phrasen der Briefmarkenlobby. Sie als Sammler würden im Handel zum Listenpreis kaufen, aus dem dann die Mehrwertsteuer herausgerechnet und ausgewiesen würde. Die interessiert Sie also nur peripher - stimmt der Preis nicht werden Sie wahrscheinlich nicht kaufen.

Die momentane Reaktion des Handels ist eine Art Panik. Die große Gefahr, daß die Sammler nur noch 1. Qualität sammeln, würde bedeuten, daß er, der Handel, auf all diesem Lagerschrott sitzenbleiben würde. Also raus damit! Nur beim Handel sind die Preise im freien Fall und entwickeln sich damit in Richtung denen, die z.B. bei eBay schon lange üblich sind. Verfolgt man jedoch die Auktionen, stellt man fest, daß es dafür schon zu spät ist, das Zeug liegt wie Blei. Das ist keine momentane Entwicklung, die wird sich dramatisch so weiter entwickeln.

Was die angebotene Kabinett-Sammlung anbetrifft, würde ich aus mehreren Gründen vorsichtig sein. Kürzlich wurde bei eBay eine komplette postfrische Berlinssammlung, alle Werte tiefstgeprüft, für € 1.200,-- zugeschlagen. Nachdem ein Michel-Preis von € 8.000,-- genannt wurde, waren das 15 % davon. Die Ihnen angebotene Sammlung (ich nehme an, auch postfrisch?!), ist von der Kabinettbewertung her schon zweitklassig - und zweitklassig ist nur schwer, eher garnicht wieder verkäuflich. Weiterhin müßte sie in allen Werten über € 25,-- bestgeprüft sein, das Prüfzeichen also tiefst angesetzt sein. Höhergestellte Prüfzeichen sind nicht verkäuflich. Weiterhin müssen Sie wissen, daß komplette Sammlungen nicht umtauschbar sind, Einzelmarken oder auch komplette Säzte schon. Das Zitat der Bedingungen für die Kabinettbewertung ist übrigens die des Handels und im Prinzip Schwachsinn, besonders dann, wenn Sie sich die Bedingungen der noch schlechteren Qualitäten ansehen - da wird versucht, alles schönzureden.

Wenn ich Ihnen eine Empfehlung geben darf, dann die, nicht im Handel und keine kompletten Sammlungen zu kaufen. Zu hoch sind die Preise für Erstklassiges und groß die Gefahr betrogen zu werden. Ein weiterer Grund, das wäre für mich einer der wichtigsten, lassen Sie sich nicht den Spaß am Briefmarkensammeln (im Sinne des Wortes) nehmen. Suchen und sammeln Sie Stück für Stück, Satz für Satz, absolute Spitzenqualität (Q1, die auch noch Ränder und Stempel berücksichtigt!) Ich zeige auf einigen meiner Seiten Beispiele, wie das aussehen könnte und sage Ihnen daß es manchmal Jahre dauert, bis man einen Satz so zusammen hat, wie man es sich vorstellt. Zuletzt habe ich das bei den Berliner Männern I mit dem zentrischem Vollstempel durchgehender Datumsteg erlebt - und endlich den 5 Pfennig-Wert gefunden. Das ist Sammelspaß pur.
Frage:
20.12.2013
Walzendruck
Antwort:
?
Frage:
20.12.2013
Hallo Herr Köpfer, liebe Sammler, ich würde mich freuen, wenn Sie die nachfolgenden Begriffe mal genauer erläutern und abgrenzen könnten. Ich weiß nämlich nicht wirklich worauf es dabei für meine Sammlung Österreich und Berlin ankommt, insbesondere weil der Katalog zur Erläuterung doch schon Wissen voraussetzt.
Bogenrandbedruckung
Bogensignaturen
Drucker(ei)zeichen
Farbrandstreifen
Formnummern
Hausauftragsnummern
Eckrandstücke mit Formnummern
Ferner möchte ich gerne wissen, welche Stempel (weil philatelistische Stempel) nicht sammelwürdig sind bzw. ob es ein Verzeichnis aller "normalen" Poststempel gibt?
Lieben Dank im Voraus!
Antwort:
Q1 zu sammeln ist relativ einfach: Man sammelt alles, was NICHT speziell für uns Sammler hergestellt wird - und das ausschließlich in allerbester Qualität. Um das tun zu können, sind, auch wieder ausschließlich, Spezialkataloge sinnvoll. Die sogenannten billigen "Kleinen", auch der "mittlere" Michel, sind nur billig (manchmal nicht mal das) und darüber hinaus für den ernsthaften Sammler völlig sinnlos. Beschreibungen bzw. Bewertungen finden Sie unter "briefmarken-literatur.de", hier auch für die Kataloge von Günter Schwarz (z.B. "Auch der Bogenrand ist interessant").

Zur Bogenrandbedruckung oder den -signaturen finden Sie unter "berlin-briefmarken.de" (mit u.a. einem Link zu Wikipedia und den Berliner Postämtern) und im "briefmarken-handbuch.de" vielfältige weitere Beispiele.

Normale Stempel sind beim Sammelgebiet Berlin alle Stempel, außer den Ersttagsstempeln und Ersttagssonderstempeln von Berlin-12 und den Sonderstempeln zu den verschiedensten Anlässen.

Österreich betreffend kenne ich die Randzudrucke leider nicht, könnte mir aber vordtellen, daß es auch da Speziealliteratur gibt. Wenn Sie da weitergekommen sind, wäre ein entsprechender Bericht auch für andere Sammler interessant.

Ansonsten biete ich Ihnen gerne ein Stammtischgespräch an, bei dem ganz locker Fragen gestellt werden können, mit denen auch Mißverständnisse, die häufig für falsches Handeln verantwortlich sind, ausgeräumt werden können.
Frage:
18.12.2013
Schön wäre es, wenn regelmässige Zeiten zum Stammtisch auf der Hompepage angeboten werden würden und jeder Sammler so die Möglichkeit besitzt teilzunehmen.
Antwort:
Der Stammtisch ist ständig geöffnet, muß also nur genutzt werden. Wer Fragen oder Anregungen hat, oder ein bestimmtes Thema besprechen möchte, muß den Thread also einfach nur eröffnen und schon kann es losgehen. Ich bespreche das Thema heute, 20.12.2013, übrigens auch in den News.
Frage:
18.12.2013
Zu UNICEF: Lieber Sammler, lieber Herr Köpfer. Ich teile seit einiger Zeit die hier propagierte Art des "neuen" Sammelns. Nur sollten wir uns das Sammeln auch nicht beschränken lassen. Ich halte z.B. UNICEF und andere thematische Sammlungen für durchaus empfehlenswerte Sammelgebiete. Hier können wir über den Tellerrand Deutschland hinwegblicken und uns mit der heutigen globalen Weltanschauung beschäftigen. Schon durch die Auswahl des Sammelgebietes kann ich erreichen, dass nicht jeder denselben Einheitsbrei zusammenträgt. Unabdingbar sind natürlich die auf diesen Webseiten beschriebenen Qualitätsansprüche, also sehen Sie auch von dem Erwerb von randlosen Einzelmarken ab. Tragen Sie die Besonderheiten zusammen, die es in jedem Land gibt. Suchen Sie Briefe, seltene Zeitdokumente. Gerade in der Thematik schwer zu finden, Sammelspaß? Regt es zu einer Diskusion an?
Antwort:
Auf keinen Fall! Deswegen schreibe ich auch immer wieder, daß meine Art zu sammeln, auf alle, na ja, fast alle Länder übertragbar ist. Jeder soll das sammeln, was er für richtig und erstrebenswert hält, was ihm Spaß macht. Und wie Sie richtig bemerken, geht es darum, das zu sammeln, was auch sammelnswert ist, also gewisse Spielregeln zu beachten, meinetwegen auch zu erarbeiten. Das alles möglichst jedoch in einer Art, die uns Sammler vom Status "Melkkuh" bzw. manipulierbarer Masse wegbringt. Aber, wer glaubt, so weitersammeln zu wollen oder zu müssen wie bisher, dem wird niemand einen Stein in den Weg legen. Meine Seiten wollen jedoch beschreiben, wohin dieser Weg führt. Im Übrigen stehe ich nach Vereinbarung gerne auch am Stammtisch zur Verfügung.
Frage:
17.12.2013
Ich habe einen Block mit Bezeichnung "Pracht" gekauft. Optisch ist er in Ordnung, weist aber einige Bugs auf und an einer Stelle eine leichte Beschädigung der Gummierung. Ist das noch Pracht oder sollte ich ihn zurückgeben?
Antwort:
Wieder einmal typisch, sind die Qualitätsbezeichnungen der Philatelie nicht eindeutig, sondern täuschend, mit eindeutiger Tendenz zum Betrug. In der Philatelie ist "Pracht" nicht etwa die Bezeichnung für eine hohe, sondern vielmehr für eine mindere Qualität. Darüber stehen noch "Kabinett", "Luxus", "einwandfrei", "ohne Tadel" und und und. Die genannten Fehler weisen tatsächlich auf eine "Pracht-Qualität" hin, was bedeuten würde, daß Sie einen niedrigen, keinesfalls aber günstigen Preis für etwas bezahlt haben, das wertlos und nicht mehr verkäuflich ist. Wenn Sie den Block noch zurückgeben können, tun Sie es - und warten, bis Sie, am besten über eBay, einen einwandfreien "Luxus-Block" finden, der dann zwar teurer sein wird, für den Sie aber diesen Preis beim Verkauf auch wieder bekommen würden. Im Übrigen empfehle ich, sich in meinen Internetseiten (z.B. "briefmarken-handbuch.de" unter "Qualitätsbezeichnungen") einzulesen, um die Tricks der Briefmarkenlobby kennen zu lernen.
Frage:
16.12.2013
Guten Tag, können Sie bitte mal erklären, was es mit dem Sammelgebiet UNICEF und/oder SOS Kinderdorf auf sich hat. Ich lese häufiger (z.B. bei Ebay), dass Briefmarken etc. angeboten werden auch im Zusammenhang mit UNO-Sammelwerten. Verstehe aber die Zusammenhänge und Wertigkeiten der Gebiete nicht. Lohnt sich hier evtl. eine Sammlung und wenn ja, was würden sie empfehlen? Vielen Dank und beste Grüße.
Antwort:
Die SOS-Kinderdörfer bitten als Spende um Einlieferung von Briefmarken aus der Tagespost, die sie aufbereiten und dann weiterverkaufen. Daraus werden Teile der nicht unerheblichen Kosten dieser wichtigen ehrenamtlichen Institution für Kinder finanziert. Die Unicef verfolgt in etwa die gleichen Ziele, das jedoch international. Beides also wichtige und unterstützungswürdige Institutionen.

Zu Ihrer Frage zu UNO-Sammelwerten ist zu sagen, daß die UNO kein Land ist, sondern eine Institution, die irgendwann vor langer Zeit entdeckte, daß man mit der Herausgabe von Briefmarken viel gutes Geld leicht verdienen konnte, wobei neben New York die "Filialen" in Österreich und der Schweiz "tolle", den Umsatz steigernde Multiplikatoren waren. Die Ausgaben erfreuten sich allergrößter Beliebtheit, waren zeitweise gar das beliebsteste Sammelgebiet überhaupt, bis die deutsche Wiedervereinigung zeitigte, daß alle weltweit abomäßg gesammelten Einzel-Briefmarken (die unsinnigen Vordruckalben ließen keine Ränder zu) zwar teure aber wertlose Massenware ist - auch und ganz besonders die der UNO. Heute beklagen Hunderttausende Sammler weltweit über ihre wertlosen Sammlungen. Nein, das ist kein empfehlenswertes Sammelgebiet, wie überhaupt von jedem Kauf von Neuerscheinungen abgeraten werden kann. Über 170 Jahre Briefmarken bieten mehr als genug Sammelwürdiges - lesen Sie auf meinen Seiten, wie das aussehen könnte.

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