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614 Fragen und Antworten
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Frage:
Datum: 29.
Was bedeutet Vordruckalben ohne SF? Was muss ich dann noch tun oder kaufen um diese Alben für meine Sammlung nutzbar machen zu können?
Antwort:
Dieses Vordruckalbum ist ohne die sogenannten Schutztaschen. Sie müßten sich hiervon die unterschiedlich nötigen Größen entweder fertig kaufen oder aber selbst zuschneiden.

Aber, Vordruckalben sind nicht nur teuer, sie sind auch die absolut ungeeignetste Aufbewahrungsform für Briefmarken, die es gibt. Sie können darin im Prinzip nur die im Grunde am wenigsten sammelwürdigen "Einzelmarken" unterbringen, nicht aber Paare, Eckrandstücke mit z.B. Dz oder FN, andere oder sonstige Zweit- und Drittvarianten. Hunderttausende Sammler stehen heute mit so prall gefüllten Vordruckalben da und müüsen die Wertlosigkeit ihrer Sammlungen erkennen. Schauen Sie hierzu auch mal unter "briefmarken-handbuch.de" unter "Vordruckalben" und den vielen anderen Stichworten nach.

Für uns Sammler sind die großen, nicht unterteilten Einsteckalben ideal - preiswert, flexibel und ohne jede Einschränkung.
Frage:
Datum: 26.
Ich habe deutsch reich 5 Pf briefmarke Eisenach stempel. Schreibt. -5.12.9L 10-11 welche Jahresgang ist vielen Dank und werte Grüße herzlich
Antwort:
Aufgrund des Stempels läßt sich das Ausgabejahr bzw. die MiNr. der Marke nicht ermitteln - zumal 5-Pfennig-Marken damals häufig waren. Vielleicht können Sie mir einen Scan schicken, dann könnte ich mehr sagen.
Frage:
Datum: 24.
Ich habe ersttagsbriefe vom apollo 11 flug von 1969 mit dem stempel von cape canaverel. Wieviel sind die etwa wert?
Antwort:
Schmuck-Ersttagsbriefe zählen zum sogenannten Machwerk der Philateliebranche, also der Briefmarkenlobby, die massenhaft solch spezielle Produkte für die Sammler herstellt, teuer, also gewinnbringend verkauft, in Katalogen hoch bewertet - und nie mehr zurückkauft, weil einfach keine Nachfrage nach solchen Kunstprodukten besteht (siehe auch ETB´s, die zwischenzeitlich aus einigen Katalogen herausgenommen wurden). Erkundigen Sie sich mal in Kreisen der Motivsammler "Weltraum", vielleicht findet sich da ein Interessent.
Frage:
Datum: 23.
Hallo zusammen, freue mich diese Seite enddeckt zu haben. Meine Frage: Ich besitze eine Marke Deutsches Reich, Michel-Nr. 114, gestempelt. Diese hat aber ein durchstochenes "R". Ich finde keinen Hinweis.
Danke für die Antwort und Gruß aus Berlin
Antwort:
Herzlich willkommen! Lochungen sind überwiegend amtlicher oder privater Schutz gegen Diebstahl, oder auch mal, wie bei Berlin MiNr 230, von privater Seite "eingestanzte" Werbung. Man findet im Internet eine Reihe von Antworten, darunter auch die Hinweise, daß es eine ARGE gibt und auch Kataloge. Mit dem eigentlichen Briefmarkensammeln hat das nicht nur nichts zu tun, es taucht sogar die Frage auf, ob eine solche Marke, nachdem sie ja beschädigt wurde, überhaupt noch sammelwürdig ist.
Frage:
Datum: 22.
Nun habe ich schon 2 mal Schlegel genutzt, um einige Marken bewerten zu lassen. Dabei kam dann ab und zu auch ein Antwortzettel bei einer Marke dazu mit dem Hinweis "Minderwertige Marken werden nicht bewertet", weil sie einen Michelwert unter 20,- € hatten.

Warum wurde aber diese Marke von Schlegel bewertet?

http://www.ebay.de/itm/Berlin-Schwarzaufdruck-15-Pf-MiNr-6-gepr-Schlegel-/141119014926?pt=Briefmarke&hash=item20db59480e

Das sehe häufiger mal, dass Marken mit geringem Wert angeblich von Schlegel geprüft wurden. Da kann der Begriff "Minderwertig" ja nichts mit dem Michwert zu tun haben?

LG
CHESSBASE
Antwort:
Irgendwann ist der Beschluß gefaßt worden, die besonders fälschungsgefährdeten Aufdruckmarken Berlins ohne Berücksichtigung einer Wertgrenze zu prüfen - was Sinn macht.

Es gibt jedoch in der Prüfordnung eine ganze Reihe anderer Eigenheiten, die ganz offensichtlich die Interessen der Briefmarkenlobby schützen. Wie sonst wäre es zu erklären, daß nicht sammelwürdige Marken geprüft werden, also alle höher geprüften und somit mit Mängeln behafteten, für die der Sammler prinzipiell keinen dem ehemlaigen Kaufpreis entsprechenden Verkaufspreis erwarten kann.

Wenn es irgendwann mal eine Lobby für uns Sammler geben sollte, wäre es eine von vielen vordringliche Aufgaben, eine Prüfordung vorzuschlagen, die unserem Hobby insgesamt und nicht einzelnen Marktteilnehmern nützt.
Frage:
Datum: 20.
ich habe auf dem dachboden ein altes briefmarkenalbum gefunden. schaubeck viktoria-ausgabe mit marken aus der ganzen welt, so ab 1850. im internet komme ich nicht weiter. würde das ganze gerne veräußern. wer kann mir einen tip geben, an wen ich mich wenden kann, der mich nicht übers ohr haut.
Antwort:
In der Philatelie nicht "übers Ohr gehauen" zu werden, ist meiner Meinung nach nicht erfüllbar. Es gibt weder Spielregeln (außer meinen!) noch objektiv kalkulierbare Preise. Der Wissende, der Informierte wird der Erfolgreiche und damit, verharmlosend, ein (kleinkriminelles?) Schlitzohr sein. Es sei denn, Sie nehmen die zugegeben angenehme Mühe auf sich, die Marken nach den auf meinen Seiten genannten Qualitätskriterien zu ordnen. Dann könnten Sie die besten Qualitäten auf eBay einstellen - und einigermaßen sicher sein, einen wertgerechten Preis zu erzielen (ohne Zwischenhandel). Schon zwei Bieter, die den Wert eines Objekts erkennen, würden dafür sorgen, daß Sie gut "bedient" sein würden.
Frage:
13.11.2013
Ich habe eine 1 milliarden mark briefmarke von 1923 gestempelt und ungestempelt in sehr gutem zustand vom deutschen Reich.kannst du mir ev. sagen wie viel die etwa wert hat???
Antwort:
Wenn man nur schnell genug war, bekam man für eine Milliarde Mark in dieser Hochinflation dafür ein Brötchen. Machte man sich darum jedoch Gedanken, hatte sich der Preis schon wieder verdoppelt. Ich vermute mal, daß sie heute nicht mehr so viel wert ist wie damals, also eher nichts. Wenn man etwas Besseres dahinter vermutet, dann hilft nur das Wissen um die Philatelie und der Michel Spezial.
Frage:
12.11.2013
Hallo Günther!
Nun muss ich ja doch noch mal nachhaken:

\" Seit 1969 sind Briefmarken u.a. in Deutschland \"unbegrenzt\" gültig.\"

Also alle deutsche Marken ab dieser Zeit kann ich auch heute noch als Porto benutzen? Natürlich umgerechnet in €.

Dann könnte man ja die wertlosen Dinger wenigstens noch zum aktuellen Wert verwenden. Und vielleicht sind die dann in vielen Jahren für den Empfänger ja sogar noch was wert, da es bestimmt nicht viele gibt, die heute noch verschickt werden.

Antwort:
Berliner Briefmarken verloren am 31.12.1991 ihre Gültigkeit, DM-Marken vom Bund mit Einführung des Euro - wer wollte, konnte vorher in gültige Marken umtauschen. Alle weiteren Spekulationen waren somit beendet, die um den Umtausch und auch die um philatelistisch erwartete Preissteigerungen. Aber nicht nur für den einzelnen "geprellten" Sammler, sondern für die ganze Philatelie - dieser Riesenberg von Abo-Ware und das Machwerk der Briefmarkenlobby bleibt eine dauerhalfte Belastung unseres Hobbys.
Frage:
11.11.2013
Frage: Hallo,

heutzutage werden die Ersttagsstempel der Versandstellen gleich mit aufgedruckt.
Frankfurter Ersttagsstempel wurden mit Handstempel aufgebracht. Bis zu welchem Jahr war das so, oder sind alle Frankf. Ersttagsstempel Handstempel?
Antwort:
Da bin ich schlicht überfragt und empfehle, diese Frage der Post zustellen. Allerdings ist festzustellen, daß die Servicepoints der Post, bei uns in Freiburg bei Neuausgaben in der Hauptpost, den Ersttagssonderstempel per Hand aufbringen. Da die dort einkaufenden Sammler diesen den Wert der Marken vernichtenden Stempel offensichtlich immer noch präferieren, nehmen sie dieses Angebot massenhaft wahr und verzichten auf den sammelwürdigen Normalstempel, den sie nur am Normalschalter bekommen könnten.
Frage:
09.11.2013
Mir liegt schon länger die Frage auf der Hand, warum postfrische Briefmarken nur bis zu einem bestimmten Datum verwendet werden durften bzw. verwendet werden dürfen.

Denn immerhin ersetzen Sie ja das Bargeld, was wir dafür gegeben haben.

Ich könnte mir sogar vorstellen, dass jemand, der clever ist und der bis vor das Bundesverfassungsgericht gehen würde, Erfolg haben könnte.

Zumindest müsste man Sie am Postschalter wieder gegen gleichen Betrag zurückgeben können.

Denn wenn ich heute noch DM bei mir im Strumpf finden würde, kann ich nach wie vor dieses Geld gegen Euro eintauschen.

Antwort:
Bis 1968 hatten Briefmarken eine begrenzte Gültigkeitsdauer und man konnte sich als Verbraucher und Sammler darauf einstellen. Das war ein Zustand, der für Sammler einen gewissen Charme hatte. Seit 1969 sind Briefmarken u.a. in Deutschland "unbegrenzt" gültig. Durch die Wiedervereinigung verlor Berlin den Status des Ausgabegebiets für Briefmarken, woraufhin die Post anbot, am 31.12.1991 endend, Berliner Marken im Verhältnis 1:1 gegen Bund-Briefmarken umzutauschen. Somit hatte also jeder eine Umtauschmöglichkeit. Für die Briefmarken der DDR zeigte sich die Deutsche Bundespost nicht verantwortlich, gestattete jedoch kurzzeitig den Verbrauch dieser Marken, eine Ostmark gleich eine Westmark, alleine oder in Mischfrankaturen mit Berliner- oder Bund-Marken. Das wurde übrigens von Geschäftsleuten intensiv genutzt - zum Schaden der Post. 2002 wurde unsere geliebte DM dann durch eine neue Währung, den Euro, ersetzt. Es bestand, und das über einen langen Zeitraum, die Möglichkeit des Verbrauchs oder das Angebot des Umtauschs, diesmal in Euro-Marken. Damit war, wenn auch zu ausschließlich deren Vorteil, die Post aus dem "Schneider" und die Sammler, die sich dem Umtausch verweigerten, waren die Gelackmeierten. Massenhaft vorhanden und ohne Frankaturwert wurden diese Marken, obwohl der Michel uns anderes weißmachen will (der spielt halt mit unserem Geld!), wertlos. Ich kann mich erinnern, daß ein gerichtliches Vorgehen gegen die Post zwar intensiv diskutiert, aber letztendlich wegen Aussichtslosigkeit verworfen wurde. Das im Prinzip sammlerfeindliche Verhalten der Post und u.a., in Folge dessen, der 100%ige Wertverlust der postfrischen (Einzel-)Sammlermarken seit etwa 1955 sollte zwischenzeitlich jedem Sammler die Augen geöffnet haben: ABO-Marken und die Machwerke der Briefmarkenlobby (Schmuck-FDC, ETB und ähnliches) sind die perfekte Geldverenichtung.
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