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Frage:
03.12.2013

.... und können diese Mitläufer bzw. die Europamarken insgesamt als sammelwürdig erachtet werden?
Antwort:
Die Europa-Marken haben vor etwa einem Jahr durch Spekulation einen kräftigen Dämpfer erhalten: Viele Sammler sind, als die Spekulation auf dem Höhepunkt war, eingestiegen und haben sich blutige Nase geholt. Dabei drehte es sich vorwiegend um die postfrischen Ausgaben - und die halte ich ohnehin in der normalen, also massenhaften Variante für "kaum" sammelwürdig. Wenn man sich darauf konzentrieren möchte, dann würde ich die (möglichst) zentrisch gestempelte, auf jeden Fall aber immer prüfbaren Qualitäten wählen. Mit den Mitläufer wollten, wie gesagt, einige Länder zum Schaden von uns Sammlern absahnen. Da ist also auf jeden Fall nach wie vor größte Vorsicht geboten.
Frage:
02.12.2013
Was bedeutet "Mitläufer" bei Briefmarken. Habe es öfter gelesen aber keine Erklärung finden können?
Antwort:
Die sieben Gründungsmitglieder der Montanunion, Vorläufer der Europäischen Union (EU), gaben 1956 erstmals einheitlich gestaltete Europamarken heraus. In den Folgejahren kamen neue Mitglieder hinzu, die sich der jungen Tradition einheitlicher Europamarken anschlossen. Daneben verausgabten aber auch nicht zu diesem Kreis gehörende Staaten, darunter beitrittswillige und später dazugehörende, aber auch solche, die lediglich die große Nachfrage nach solchen Marken, teils aus Profitgier, ausnutzten. Die analogen Ausgaben dieser nicht zur "EU" gehörenden Staaten nennt man "Mitläufer".
Frage:
01.12.2013
Gibt es im Internet eine Seite der man regionale Tauschbörsen-Termine entnehmen kann?
Antwort:
Eine allgemeine, speziell diesen Anspruch erfüllende Seite gibt es meines Wissens nicht. Allerdings sollte man über die Seiten der regionalen Briefmarkenvereine ausreichende Informationen bekommen.
Frage:
Datum: 29.
Was bedeutet Vordruckalben ohne SF? Was muss ich dann noch tun oder kaufen um diese Alben für meine Sammlung nutzbar machen zu können?
Antwort:
Dieses Vordruckalbum ist ohne die sogenannten Schutztaschen. Sie müßten sich hiervon die unterschiedlich nötigen Größen entweder fertig kaufen oder aber selbst zuschneiden.

Aber, Vordruckalben sind nicht nur teuer, sie sind auch die absolut ungeeignetste Aufbewahrungsform für Briefmarken, die es gibt. Sie können darin im Prinzip nur die im Grunde am wenigsten sammelwürdigen "Einzelmarken" unterbringen, nicht aber Paare, Eckrandstücke mit z.B. Dz oder FN, andere oder sonstige Zweit- und Drittvarianten. Hunderttausende Sammler stehen heute mit so prall gefüllten Vordruckalben da und müüsen die Wertlosigkeit ihrer Sammlungen erkennen. Schauen Sie hierzu auch mal unter "briefmarken-handbuch.de" unter "Vordruckalben" und den vielen anderen Stichworten nach.

Für uns Sammler sind die großen, nicht unterteilten Einsteckalben ideal - preiswert, flexibel und ohne jede Einschränkung.
Frage:
Datum: 26.
Ich habe deutsch reich 5 Pf briefmarke Eisenach stempel. Schreibt. -5.12.9L 10-11 welche Jahresgang ist vielen Dank und werte Grüße herzlich
Antwort:
Aufgrund des Stempels läßt sich das Ausgabejahr bzw. die MiNr. der Marke nicht ermitteln - zumal 5-Pfennig-Marken damals häufig waren. Vielleicht können Sie mir einen Scan schicken, dann könnte ich mehr sagen.
Frage:
Datum: 24.
Ich habe ersttagsbriefe vom apollo 11 flug von 1969 mit dem stempel von cape canaverel. Wieviel sind die etwa wert?
Antwort:
Schmuck-Ersttagsbriefe zählen zum sogenannten Machwerk der Philateliebranche, also der Briefmarkenlobby, die massenhaft solch spezielle Produkte für die Sammler herstellt, teuer, also gewinnbringend verkauft, in Katalogen hoch bewertet - und nie mehr zurückkauft, weil einfach keine Nachfrage nach solchen Kunstprodukten besteht (siehe auch ETB´s, die zwischenzeitlich aus einigen Katalogen herausgenommen wurden). Erkundigen Sie sich mal in Kreisen der Motivsammler "Weltraum", vielleicht findet sich da ein Interessent.
Frage:
Datum: 23.
Hallo zusammen, freue mich diese Seite enddeckt zu haben. Meine Frage: Ich besitze eine Marke Deutsches Reich, Michel-Nr. 114, gestempelt. Diese hat aber ein durchstochenes "R". Ich finde keinen Hinweis.
Danke für die Antwort und Gruß aus Berlin
Antwort:
Herzlich willkommen! Lochungen sind überwiegend amtlicher oder privater Schutz gegen Diebstahl, oder auch mal, wie bei Berlin MiNr 230, von privater Seite "eingestanzte" Werbung. Man findet im Internet eine Reihe von Antworten, darunter auch die Hinweise, daß es eine ARGE gibt und auch Kataloge. Mit dem eigentlichen Briefmarkensammeln hat das nicht nur nichts zu tun, es taucht sogar die Frage auf, ob eine solche Marke, nachdem sie ja beschädigt wurde, überhaupt noch sammelwürdig ist.
Frage:
Datum: 22.
Nun habe ich schon 2 mal Schlegel genutzt, um einige Marken bewerten zu lassen. Dabei kam dann ab und zu auch ein Antwortzettel bei einer Marke dazu mit dem Hinweis "Minderwertige Marken werden nicht bewertet", weil sie einen Michelwert unter 20,- € hatten.

Warum wurde aber diese Marke von Schlegel bewertet?

http://www.ebay.de/itm/Berlin-Schwarzaufdruck-15-Pf-MiNr-6-gepr-Schlegel-/141119014926?pt=Briefmarke&hash=item20db59480e

Das sehe häufiger mal, dass Marken mit geringem Wert angeblich von Schlegel geprüft wurden. Da kann der Begriff "Minderwertig" ja nichts mit dem Michwert zu tun haben?

LG
CHESSBASE
Antwort:
Irgendwann ist der Beschluß gefaßt worden, die besonders fälschungsgefährdeten Aufdruckmarken Berlins ohne Berücksichtigung einer Wertgrenze zu prüfen - was Sinn macht.

Es gibt jedoch in der Prüfordnung eine ganze Reihe anderer Eigenheiten, die ganz offensichtlich die Interessen der Briefmarkenlobby schützen. Wie sonst wäre es zu erklären, daß nicht sammelwürdige Marken geprüft werden, also alle höher geprüften und somit mit Mängeln behafteten, für die der Sammler prinzipiell keinen dem ehemlaigen Kaufpreis entsprechenden Verkaufspreis erwarten kann.

Wenn es irgendwann mal eine Lobby für uns Sammler geben sollte, wäre es eine von vielen vordringliche Aufgaben, eine Prüfordung vorzuschlagen, die unserem Hobby insgesamt und nicht einzelnen Marktteilnehmern nützt.
Frage:
Datum: 20.
ich habe auf dem dachboden ein altes briefmarkenalbum gefunden. schaubeck viktoria-ausgabe mit marken aus der ganzen welt, so ab 1850. im internet komme ich nicht weiter. würde das ganze gerne veräußern. wer kann mir einen tip geben, an wen ich mich wenden kann, der mich nicht übers ohr haut.
Antwort:
In der Philatelie nicht "übers Ohr gehauen" zu werden, ist meiner Meinung nach nicht erfüllbar. Es gibt weder Spielregeln (außer meinen!) noch objektiv kalkulierbare Preise. Der Wissende, der Informierte wird der Erfolgreiche und damit, verharmlosend, ein (kleinkriminelles?) Schlitzohr sein. Es sei denn, Sie nehmen die zugegeben angenehme Mühe auf sich, die Marken nach den auf meinen Seiten genannten Qualitätskriterien zu ordnen. Dann könnten Sie die besten Qualitäten auf eBay einstellen - und einigermaßen sicher sein, einen wertgerechten Preis zu erzielen (ohne Zwischenhandel). Schon zwei Bieter, die den Wert eines Objekts erkennen, würden dafür sorgen, daß Sie gut "bedient" sein würden.
Frage:
13.11.2013
Ich habe eine 1 milliarden mark briefmarke von 1923 gestempelt und ungestempelt in sehr gutem zustand vom deutschen Reich.kannst du mir ev. sagen wie viel die etwa wert hat???
Antwort:
Wenn man nur schnell genug war, bekam man für eine Milliarde Mark in dieser Hochinflation dafür ein Brötchen. Machte man sich darum jedoch Gedanken, hatte sich der Preis schon wieder verdoppelt. Ich vermute mal, daß sie heute nicht mehr so viel wert ist wie damals, also eher nichts. Wenn man etwas Besseres dahinter vermutet, dann hilft nur das Wissen um die Philatelie und der Michel Spezial.
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