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Frage:
26.08.2013
Guten Morgen, schön das es so ein Forum gibt. Ich würde gern folgende Fragen stellen und danke für eine Antwort.

Ich habe einige Briefmarken geschenkt bekommen. Darunter sind auch Marken, die eine Originalgummierung haben. Diese wurden aber mit anderen ungummierten Marken so gelagert, dass sich die ungummierten mit den gummierten verklebt haben. Kann ich diese noch ablösen oder sind diese unbrauchbar.

MFG

Gerd
Antwort:
Beschädigte Briefmarken sind prinzipiell nicht sammelwürdig. Legen Sie alle verklebten Marken in ein Wasserbad, sortieren dann die ungestempelten und solche mit nicht lesbaren Stempeln (Ort und Datum)für die "finale Entsorgung" aus.
Ich hoffe, daß dann einige möglichst zentrisch gestempelten Exemplare übrig bleiben.
Frage:
25.08.2013
Frage: Guten Tag Herr Köpfer !
Markenheftchen, Markensets vs Folienblatt.
Bekanntlich gibt es MH seit jeher. Die Deutsche Post AG (seit 1995) verkauft seit einigen Jahren MH als Markensets. Um auf den Punkt zu kommen: Es geht mir hauptsächlich um die Definition Folienblatt.
Die Post kennt keinen Unterschied zwischen Markenset und Folienblatt. Die Bezeichnung Folienblatt findet man ausschließlich nur in Briefmarkenkatalogen. Im Michel-Katalog-Deutschland wird Fbl 1 (erschienen 2008, Nr. 2515) mit einer Auflage von 270 000 angegeben. Nachfolgende Fbl, Auflagenhöhe: Fehlanzeige, K.A.. Mittlerweile ist man bei Fbl 32 angelangt, d.h. anscheinend ein lukratives Produkt.
Ich vermute, dass es sich hier wieder um eine weitere Machart der Lobbyisten handelt, Sammler über den Tisch zu ziehen. Lohnt es sich, derartiges zu sammeln? Vielleicht irre ich mich da.
Herzliche Grüße
Paul

Antwort:
Neuheiten, gar per Abo, zu sammeln ist die nachweislich sicherste Methode, Kapital zu vernichten, eine wertlose Briefmarkensammlung zusammenzutragen.
Die Post gibt, wer weiß besser, wie wir Sammler "ticken", Briefmarken in den verschiedendsten Varianten heraus: naßklebend, selbstklebend, von der Rolle, von der Folie, mit diesem Gummi und mit jenem, natürlich mit Druckunterschieden und und und. Alle Abo-Sammler, und das sind hunderttausende, besitzen diese Marken, was die Frage aufwirft, wer die denn irgendwann mal kaufen soll? Die postfrischen der letzten rund 55 Jahre jedenfalls sind, gleichgültig übrigens aus welchem Land sie kommen, allesamt wertlose bunte Papierbildchen.
Die Zuordnung, Sets oder Folienblatt oder sonstiger Produkte, in die von der Briefmarkenlobby beherrschten philatelistischen Terminolgie wird, unlogisch, aber so ist es nun mal, von ihr selbst vorgenommen. Die Auflagen, zumal die der "Selbstklebenden", sind enorm und werden mit Sicherheit nie auch nur einen geringsten tatsächlichen Wert erreichen. Und die Katalogbewertungen (das Wort zu schreiben macht mir Schwierigkeiten), daß weiß man ja zwischenzeitlich, sind Verkaufspreise der Briefmarkenlobby, die mit der Realität auch nicht das Geringste zu tun haben.
Ja, mit diesem Massenschrott (und nicht nur damit) werden Sammler über den Tisch gezogen und der ist, zumindest postfrisch, absolut nicht sammelwürdig.
Gratulation zu Ihrer kritischen Einstellung.
Frage:
25.08.2013
Pflegen Sie den Stammtisch noch? Oder besser nur noch hier Fragen stellen? loulou
Antwort:
Natürlich soll er weiterlaufen. Die Schwierigkeit jedoch liegt darin, ihn zu terminieren. Die nach meinem Empfinden beste Möglichkeit wäre die, wenn Sie, die User, Terminwünsche und auch eventuell Themenwünsche (auch im Stammtisch) eintragen würden. Außerdem ist der Stammtisch permanent offen, sodaß ich auch nicht unbedingt "anwesend" sein muß. "Stampedia.de" läßt jedem Einzelnen die Möglichkeit aktiv zu werden. Davon abgesehen können Fragen "überall" gestellt werden.
Frage:
23.08.2013
Ich habe viele Tausenden Posthorn Serie-Briefmarken und ich würde jetzt gerne die Wasserzeichen kontrollieren. Gibt es da eine Weise, auf die man das am schnellsten machen kann?

Mit freundlichen Gruessen,

Jan Kanbier
Niederlande
Antwort:
Am 21.06.2013 habe ich diese Frage unter "Fragen + Antworten" beantwortet. Vielleicht noch ein Tipp, damit Sie sich keine unnötige Arbeit machen: Sortieren Sie alle Marken, bei denen das Datum der Abstempelung nicht lesbar ist, aus und vernichten sie. Verfahren Sie genauso mit Marken mit Zahn- oder sonstigen Fehlern oder unschönen Stempeln, denn die sind so oder so wertlos. Möglichst zentrisch, klar und zeitgrecht gestempelte Marken sind die wahren Schätze der Philatelie - und ich drücke Ihnen die Daumen, daß Sie davon die Eine oder Andere haben.
Frage:
22.08.2013
Mein verstorbener Mann hat mir eine Briefmarkensammlung hinterlassen. Viele Briefmarken sind noch nicht in ein Album einsortiert, z. T. liegen sie nur von Briefen u. ä. ausgeschnitten und ebenso lose vor. Werden solche Briefmarken auch angekauft? Können Sie mir bitte ebenso mitteilen, welche Briefmarken überhaupt angeboten werden sollten (lohnenswert) und wo man sich diesbezüglich am besten hinwenden kann.
Antwort:
Gerne würde ich Ihnen einen guten Rat geben, aber leider ist der kalkulierte Verkauf von "Normalsammlungen" in der Philatelie nicht ernsthaft vorgesehen. Schuld daran sind die Fehlleistungen derer die daran verdienen und der Sammler, die glaubten - und noch immer glauben - man können durch das einfache und qualitätslose Zusammentragen von Massenmarken reich werden.

Ich kann Ihnen nur raten, sich ein wenig in meine Internetseiten einzulesen und dann die Hinterlassenschaft Ihres Mannes mit diesem dann angelesenen Wissen durchzuschauen. Entdecken Sie, welche der Marken, wenn sie einwandfrei sind, etwas Wert sind und welche wertlos.
Setzen Sie sich auch mal mit Händlern oder Briefmarkenvereinen Ihrer Gegend in Verbindung, wobei ich befürchte, daß das so wie immer ausgeht: Man wird Ihnen nur ein Paar Euro bieten.
Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen.
Frage:
21.08.2013
"philatelistisch beeinflusst"
Wäre es angebracht, hierbei auf die portogerechte Frankatur hinzuweisen? loulou
Antwort:
Im Prinzip ja - aber dann wären auch noch andere Merkmale zu nennen.
Frage:
21.08.2013
Frage: Wie entsteht so eine Zähnungsvariante?
http://www.ebay.de/itm/Berlin-Michel-Nr-163-mit-Zahnungs-Abart-Mommsen-fr40-/390634667178?pt=Briefmarke&hash=item5af3a3fcaa#ht_629wt_1236
loulou
Antwort:
So etwas kann nicht passieren! Vielleicht wurde bei der Zähnung manipuliert oder später "von Privat" - jedenfalls ist das nichts, das in eine Sammlung gehört.
Frage:
21.08.2013
Ich bin Sammler und habe viele Briefmarken und es fehlen auch noch einige. Meine Frage ist, und jeder erzählt mir was anderes, wie mache ich Wasserzeichen sichtbar? Der eine sagt, mit Waschbenzin, der nächste mit Petroleum und was weis ich noch für Undinge.
Da ich aber einige Marken habe wo Wasserzeichen gefragt sind, muss ich mich jetzt doch damit beschäftigen.
Also wie und mit was mache ich Wasserzeichen sichtbar????
Ich danke schon mal im voraus, danke, danke.

Antwort:
Es gibt im Fachhandel billig kleine schwarze Plastikschälchen zu kaufen. Legen Sie die zu prüfende Briefmarke mit dem Bild nach unten dort hinein und gießen wenig Wasch- oder Wundbenzin (aus der Dogerie oder der Apotheke) darüber - das Wasserzeichen wird sichtbar. Das Benzin verdunstet innerhalb kürzester Zeit und Ihre Marke, auch die postfrische, ist wie vorher. Es gibt technische Lösungen, die ich mit äußerst unbefriedigenden Ergebnissen versucht habe. Ich finde, das ist rausgeworfenes Geld. Ohnehin sollte man sich, wenn man ein "wertvolles" Wasserzeichen gefunden hat, dieses von einem Prüfer bestätigen lassen.
Frage:
21.08.2013
In Beschreibungen von Losen ist bei gelaufenen Briefen oft der Ausdruck "philatelistisch beeinflusst" zu lesen, was ja wohl eine Beschreibung für "Machwerk" ist. Woran erkennt man denn so
eine Beeinflussung?

Antwort:
Demnach wäre jeder Brief, der je von Sammlern, die sich bekanntermaßen immer um eine schöne Frankatur bemühen (sollten!!), aufgegeben wurde, philatelsitsisch beeinflußt. Nein, daß ist eine wohlkalkulierte Marotte der Briefmarkenlobby, die damit Produkten aus Sammlerhand Wertigkeit absprechen möchte. Geschäfte möchten gefälligst sie selbst machen. Also sind ausschließlich Kunstprodukte wie ETB, FDC und Konsorten philatelistisch beeinflußt und somit Machwerk - und wie sich herausstellt, heute wertlos. Gegen eine gute oder gar sehr gute Frankatur gibt es überhapt nichts einzuwenden, zumal nichts wertminderndes.
Frage:
17.08.2013
Frage: An welchen Merkmalen erkenne ich
einen "amtlichen FDC"?
Danke im voraus.
Dietmar
Antwort:
Amtlich steht für "von der Post verausgabt". Lt. Michel endete die Ausgabe amtlicher FDC, die es nur für Westberlin gab, im Jahr 1955. Diese FDC (und auch ETB) wurden ausschließlich für Sammler zum Zwecke der Verkaufsförderung von Briefmarken geschaffen, haben nichts mit dem eigentlichen Auftrag der Post zu tun, sind also Machwerk und im Sinne von Q1, wie auch die folgenden privaten Schmuck-FDC, Maximumkarten und sonstiger Ramsch, nicht sammelwürdig.


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