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Frage:
30.07.2013
1.
Schweiz: Michel No. 447-459,gest.,KW 1.000 EUR. Die Spitzenwerte 454-459 haben Falzreste. Lt. Auktionator sind diese mühelos zu entfernen.
2.
Schweiz: Block 11 aus 1945 (250 EUR KW), Block 12 aus 1945 (120 EUR KW), Block 13 aus 1948 (75 EUR KW) und Block 14 aus 1951 (250 EUR KW) - alle diese Blöcke wurden mit zentrischen, quasi wie aufgedruckt aussehenden Gefälligkeitsstempeln versehen wie folgt: 24.III.1945 \"Schweizer Postmuseum\", 14.IV.1945 \"100 Jahre Basler Taube\", 21.VIII 1948 \"IMABA\" und 29.IX 1951 \"Nationale Briefmarken Ausstellung\".
Frage zu 1: trotz Falzresten sammelwürdig?
Frage zu 2: wurde bereits ab 1945 gefälligkeitsgestempelt? Sammelwürdig?
VG W.
Antwort:
Nein, Marken mit Falz sind nicht sammelwürdig und der Hinweis, die seien mühelos zu entfernen eine Abqualifikation dieses Hauses, das diese Marken nie mehr zurückkaufen würde. Irgendwann wieder kostenlos übernehmen, weil sie ja beschädigt sind, ja - und dann immer wieder an unbedarfte Sammler teuer verkaufen, das ist die Realität, die Üblichkeit.

In der Schweiz gab es schon seit eh und je Briefmarkenausstellungen, bei denen mit Sonderstempeln entwertet wurde, die ich auch für sammelwürdig halte, da sie wohl nicht die Massenstempel sind, wie wir sie in Deutschland haben - der normale Poststempel wäre natürlich trotzdem das Erstrebenswertere.
Frage:
30.07.2013
Gefälschte SMD der DDR im Angebot eines Auktionshauses?

http://philasearch.de/de_j9oii5kmo5q93ipuvvbudj96l1/i_9244_2198/DDR/9244-A34-2198.html?breadcrumbId=1375047927.9747#.UfZCQKDO7Tp

Ungefaltete Muster-SMH der DDR kommen eigentlich schon nicht vor, aber auch der Stempel ist gefälscht, wenn man ihn mit dem im Richter-Katalog abgebildeten vergleicht.

Schade, das solche Sachen dann kommentarlos bei einem Auktionshaus angeboten werden.
Quelle: Internet
Autor: Joe
Antwort:
Prinzipiell werden Marken mit dem Aufdruck Muster versehen, wenn sie postseitig "Geschäfts- oder sonstigen Partnern zur Ansicht vorgelegt werden und postalisch nicht genutzt werden sollen. Ungültige Briefmarken, nein Muster, also. Daß sie gesammelt werden, ist die Entscheidung des Einzelnen, für mich jedoch unmöglich. Ungeprüft sowieso - und ich bezweifle, ob ob ein Prüfer die von Ihnen gezeigten Kartons überhaupt prüft, das hat ja mit Briefmarken überhaupt nichts zu tun. Aber Bitteschön, schaut man sich im Mi.-Spezial Band 1 BUND die Nr. XI. (Adenauer) an, die von der dann endgültig verausgabten Marke 567 farblich abweicht - dafür stehen € 5.000,-- im Katalog, MiNr. XII (MiNr. 610), die geringfügig anders ist als das spätere Original oder MiNr. X, die garnicht verausgabt wurde, die gar für € 12.000,-- im Katalog steht. Drei Beispiele von Marken, die es als postalisch nutzbare Briefmarken garnicht gibt. Sowas wird katalogmäßig erfaßt, alle philatelistische "Größen", auch der Michel, haben solche Mustermarken vorgelegt bekommen, das läßt man sich doch nicht entgehen. Andererseits läßt man, eines von vielen Beispielen, klar unterscheidbare, von der Post sogar beschriebene Ausgaben wie die unterschiedlichen Fluoreszenzen bei den B&S "unter den Tisch" fallen. Willkür? Egoismus? Wahrscheinlich.
Frage:
29.07.2013
Werden Ober- bzw. Unterrandstücke bei
Inflationsmarken gleich bewertet?
Antwort:
Nein, denn es kommt darauf an. Darauf z.B., ob diese Ränder zusätzliche oder besondere Merkmale aufweisen. Prinzipiell dürften jedoch Oberränder in der Gunst der Sammller leicht vorne liegen und dadurch im Normalfall etwas höher bewertet werden.
Frage:
23.07.2013
Guten Tag, habe Ihr Handbuch aufmerksam gelesen und finde es sehr hilfreich und interessant. Sammle seit Über 55 Jahren in allen nur denkbaren Formen
z.B. Konfektschachteln usw. Sollte man wirklich alles vorhandene ohne Wert wegwerfen oder einstampfen. Auf Postkarten und in Briefen habe ich immer wieder sehr interessante Texte gelesen, die eigentlich auch in Schulbüchern Platz hätten. Was halten Sie von den Gedenkblättern der DDR? Habe da mal nach der Wende über 200 Stück billigst erworben. Wieviele gibt es da noch so? Glückwunsch zu Ihrer ausführlichen Arbeit. MFG Jürgen aus Berlin Zehlendorf

Antwort:
Die Beurteilung und der Umgang mit seinen Sammlungen ist ganz individuell. Sie ist immer mit ganz persönlichen Erinnerungen und besonderen Bezügen verbunden. Da die Doktrin aufzustellen, "wertloses" wegzuwerfen, wäre vermessen, allein schon deshalb, weil sich "Wert" auf unterschiedlichste Art definieren läßt.

Ich persönlich habe (und tue es immer noch) alle nicht prüfbaren Marken entsorgt - wie auch die massenhaft ersttagssondergestempelten Massenmarken.

Aber man sollte die Realität kennen und seine Erwartungen bzw. sein Tun daran ausrichten. Dazu zählt auch, sein Umfeld (Erben) darüber zu informieren.

Ich halte die DDR im gleichen Umfang wie auch Bund und Berlin in den sammelwürdigen Varianten für hochinteressant. Von den Gedenkblättern habe ich selbst noch einige, ordne die aber logischerweise auch unter Machwerk und somit "nicht sammelwürdig" ein. Auflagen wären i.ü. nur dann interessant, wenn eine Nachfrage bestünde - und die kann man, wenn man ebay beobachtet, nicht erkennen.

Wenn Sie der Meinung sind, mein Umgang mit der Philatelie sei für Sie übernehmbar, dann bauen Sie doch unter diesen "neuen" Erkenntnissen an Ihren "alten" Sammlungen weiter. Sie werden über die Veränderungen staunen und viel Spaß damit haben.

Ach ja, für ein Umdenken gibt es keine Altersgrenze.
Frage:
19.07.2013
GM Herr Köpfer,
Vielen Dank für Ihre schnelle, sehr geschätzte Antwort vom 17.07.13.
Meine Bewertung sieht bei Berücksichtigung von Q 1 wie folgt aus: 1945-1955 (Katalogwert = 3.057 € x 10 % = 306 €). Der Ausruf liegt bei 320 €. Hinzu kommen 64 € Aufgeld (20 %), eine Losgebühr und die 7 % MWSt sodass der Endpreis bei 413 € liegt.
Fazit: Kein Ankauf.

Frage:
Teilen Sie meine Bewertung in dieser Form?

VG
W.
Antwort:
So würde ich auch handeln. Darüber hinaus finde ich es halt herrlich und erfüllend, wenn ich Q1-Briefmarken Stück für Stück, Satz für Satz, vielleicht auch mal einen Jahrgang zusammensuchen kann, oder gar einen einzelnen Q1-Satz fürs gleiche Geld fände.
Frage:
18.07.2013
Ratgeber Seite 55
Guten Abend, bin wieder beim Lesen. Leuchtet dieser Stangendeckel bei Ihnen unter der UV-Lampe auf? LG loulou
Antwort:
Ja! Alle Stangendeckel der Serie B&S mit dem Zudruck "geänderte Fluoreszenz" sind mit Fluo, leuchten also. Die erste Variante der 25er B&S ist übrigens auch fluoreszierend.
Frage:
17.07.2013
Sehr geehrter Herr Köpfer!
Smile, Sie haben mich falsch verstanden bzw. ich habe mich falsch ausgedrückt!
Es geht um eine Sammlung, die ein Auktionshaus anbietet und mich sehr interessiert.
SCHWEIZ, gestempelt, sehr gepflegte Nachlass-Sammlung, 1945-1963 (ausschließlich saubere, lesbare Bedarfsstempel), 1964-1976 (überwiegend Bedarfsstempel, sehr sauber und lesbar), ab 1977 bis 1992 fast nur Gefälligkeitsstempel (Versandstellenstempel).
Die Sammlung soll 320 EUR kosten + die üblichen NK.
Raten Sie mir zum Kauf?
Antwort:
Ohne die Qualität gesehen zu haben, ist es natürlich schwer, einen Rat zu geben. Die Beschreibung hört sich ganz gut an, aber, das wissen Sie, keine Branche ist so phantasievoll, wie die Philatelie. Sie haben sich auf meinen Seiten ja eingelesen, wissen, auf was es ankommt. Seien Sie bei der Bewertung kritisch, stellen Sie hohe Ansprüche - und denken Sie sich vor allem nichts "schön" und "wertvoll" - und dann gehen Sie nach Ihrem Bauchgefühl. Rechnen Sie auch mal die besseren Werte zusammen (1945 bis ca. 1955)das danach sollte wirklich schön gestempelt sein und 1977 bis 1992 vergessen Sie dabei und stellen das dann dem Kaufpreis gegenüber. Ich hoffe, das dies akzeptable Entscheidungshilfen sind.

Frage:
17.07.2013
Sehr geehrter Herr Köpfer,
würden Sie eine Schweiz-Sammlung, sehr gepflegt, gestempelt (1945-63 Bedarf), 1964-76 (überwiegend Bedarf) 1977-1992 (fast nur Gefälligkeit) für 320 EUR kaufen?
VG W.
Antwort:
Tut mir leid, aber ich sammle die Schweiz schon seit langer Zeit nicht mehr.

Bieten Sie sie doch mal in "stampedia.de" unter "verkaufen" an!
Frage:
16.07.2013
Hallo Herr Köpfer,

suchen Sie auch solche Ganzsachen für Ihre Sammlung?

http://www.ebay.de/itm/Berlin-290-MEF-portogenau-auf-Wertbrief-15g-v-Berlin-1991-/161063519868?pt=Briefmarke&hash=item258022467c

Gruß Joe
Antwort:
Nein, nicht zeitgerecht, am Letzttag gestempelt vom Postamt 120 (Nachfolgebezeichnung von Berlin 12), wirkt dieser Brief aufgesetzt, irgendwie künstlich.
Frage:
15.07.2013
WZ.Kreuzblüten,wie erkennt man
Seitenverkehrtheit?
nette grüsse w.w.

Antwort:
Das Wasserzeichen Kreuzblüten geht ja immer mit anderen Zeichen, z.B. DBP oder DDR einher. Wurde das Papier falsch eingelegt, sind die Schriftzeichen von der Rückseite her gesehen nicht mehr spiegelverkehrt, sondern normal lesbar.
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