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Frage:
09.07.2013
Meine Frage betrifft zwar keine wertvollen Marken, aber ich bin trotzdem ratlos.

Block 8 / Berlin-West / habe ich gestempelt (Gefälligkeitsstempel) und dann habe ich NUR die 4 inneren Marken, echt gelaufen und gestempelt. Der Rand um die Marken wurde wohl wegen Platzmangel auf dem Brief entfernt.

Wie nennt man denn so ein Teil? Nennt man das auch Block? Wohl nicht, weil der Rahmen fehlt.

Oder einfach nur die echt gelaufenen \"Innereien\" gegen den Block 8 mit Gefälligkeitsstempel austauschen?

LG
CHESSBASE
Antwort:
Ich sammle diesen (und andere) Blöcke als Ganzes, als Herzstück, waagerechte und senkrechte Zusammendrucke, als Einzelmarken, auch auf Brief in diesen Varianten - und alles möglichst zentrisch berlingestempelt.

Gönnen Sie sich diesen Spaß doch auch!!!

Was Gefälligkeitsstempel angeht, so sind das meiner Meinung nach nur die massenhaften Versandstellen- und Sonderstempel, da kann man sich sicher sein, daß das Schrott ist. Und was meinen Sie, wie oft es Ihren von einem normalen Berliner Postamt abgestempelte Block 8 geben wird? Die Antwort gibt Ihnen der Blick in eBay: Massenweise Ersttagsstempel, fast kein Normalstempel.
Frage:
09.07.2013
Hallo,
ich habe beim Auktionshaus AEROPHILATELIE Bund 1624U ersteigert (mit Kopie Fotoattest). Nun behauptet jemand von Del Campe Marke und Attest würden nicht zusammengehören.
Wie kann ich dies überprüfen ?
Ich habe Marke und Attest mehrfach überprüft und kann keine Unstimmigkeit feststellen.

Liebe Grüße
Peter
Antwort:
Mich macht als erstes stutzig, daß Sie schreiben, Sie hätten eine KOPIE des Attests bekommen? Was macht der Anbieter mit dem Original? Weiterhin die "gleiche" (echte?) Marke mit immer neuen Kopien verkaufen. Da stecken ganz gehörige Betrugsmöglichkeiten dahinter - hoffentlich nicht schon bei Ihnen umgesetzt. Weiterhin schreibt der Michel, und das schon vielen Jahren: MiNr. 1624 U wird derzeit nicht (BPP-)geprüft!

Würden Sie mir bitte einen Scan der Marke und von diesem Attest schicken?
Frage:
06.07.2013
Frage: Guten Tag lieber Herr Köpfer

Ich bin zufällig auf Ihre Webseite gestossen.

Für meinen Schwiegervater, ein pensionierter Internist und passionierter Briefmarkensammler in Berlin, hatte ich bei der
Braunschweiger Firma BOREK ein Abo bestellt mit seltenen Briefmarken aus der Zeit von 1933-1945.

Nun stellte sich schon bei der ersten Lieferung heraus, dass ein Teil der Briefmarken DEFEKT (also für Philatelisten nicht brauchbar, daher weitgehend wertlos) waren.

Auch nach dem Ersatz war bei der dritten Lieferung erneut defekte Wertzeichen dabei. Auch diese wurden umgetauscht, nur wurde nach 3x (DREI MAL!) umtauschen immer nur defekte Ware geliefert.

Frage an Sie: haben diese fehlerhaften Lieferungen SYSTEM? Wird demnach in Masse einfach mal wertloses \"Zeug\" verschickt und zwar wohl wissend, dass die \"dummen\" / häufig unkritischen Kunden nichts monieren?

Danke für Ihre Empfehlung.

Was ist zu tun? Andere potentielle Kunden warnen?

So recht griffig ist die rechtliche Lage ohnehin nicht. Also ein geeignetes Feld um andere zu übervorteilen?

Gruss aus Berlin

Patrick Eichenberger


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Prof. Dr. Patrick Eichenberger
Baarerstrasse 57
CH-6301 Zug / Switzerland
mobile +41 79 312 64 75
www.speech-on-demand.com

Am Hügel 4
D-13437 Berlin / Germany
mobile +49 160 4056 444
www.hauskonzert-berlin.de

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Guten Tag lieber Herr Köpfer

Besten Dank für Ihre ausführliche, plausible und gut nachvollziehbare Erklärung.

Gerne können Sie unseren kurzen Mail-Wechsel weiter verwerten und diesen in Ihrer Rubrik \"Fragen + Antworten einstellen.

Da ich in Zürich Dozent für Wirtschaftsethik auf Master-Stufe bin, so werde ich aus diesem kleinen, wenn auch bedauerlichen Geschäftsfall, eine kleine Fall-Studie für den M.B.A.-Lehrgang ab dem Semester 2013/14 erarbeiten.

Es gibt selbst in unserem modernen Zeitalter der \"globalen Kommunikation\" und der recht gut verfügbaren Informations-Welt dank Suchmaschinen, Google, Yahoo, etc. in der Wirtschaftswelt noch immer viel zu viele schwarzen Schafe, die einen Informations- / Wissensvorsprung schamlos gegenüber \"unwissenden Kunden\" ausnützen. Man nannte das im Handel früher \"Arbitrage\". Hier liegt wohl mit Sicherheit Übervorteilung, wahrscheinlich Betrug und/oder in jedem Fall Fehlinformation mit einer gewissen
Geschäfts-Systematik vor. Stossend, weil hier offenbar gezielt in einer Grauzone operiert wird!

Genau dieses bewusste Ausschöpfen jeglicher Grauzonen auf dem Buckel der \"Kunden\" versuchen wir unseren Studenten zu verdeutlichen, sie darauf zu sensibilisieren und eben solches Geschäftsverhalten auszureden.

\"Wirtschaftsethik beginnt dort, wo das Gesetz endet!\"

Mit freundlichen Grüssen

Patrick Eichenberger

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Schreiben an Borek:

Guten Tag

Erneut habe ich gestern von BOREK eine Werbesendung erhalten.

1. Ich möchte KEINE Werbesendungen, KEINE Mails von BOREK.

2. Für meinen Schwiegervater Dr. Wolfgang Foertsch, Kunden-Nr. 759 87 052, war ich ein Abo bei BOREK eingegangen. Da die gelieferten Briefmarken an meinen Schwiegervater teilweise defekt (beschädigt) waren und selbst nach DREI MALIGEM (3x !!!) Ersatz noch immer defekte Ware geliefert wird, so vermute ich systematische Übervorteilung (auf Deutsch: BETRUG!) des Kunden. Daher möchte auch mein Schwiegervater mit BOREK NICHTS mehr zu tun haben. Das Abo soll gemäss Frau Kerstin (heutiges Telefonat über 0531 205 555) bereits sistiert/gelöscht worden sein.

3. Danke, dass Sie mir sowohl die Löschung all meiner Kundendaten bestätigen, als auch das Stornieren meines Abo bei BOREK zu Gunsten meines Schwiegervaters.

Gelinde gesagt sind Ihre Leistungen enttäuschend schwach und in der Folge hochgradig bemühend, wenn es um die Nachbesserung geht.

Mit freundlichen Grüsse

Patrick Eichenberger
Antwort:
Nein, Sprachlosigkeit verursacht solch ein Vorfall nicht, er ist eher eine weitere Bestätigung all der Vorurteile, die sich bei mündigen Sammlern aufgebaut haben - und schürt weitere.

Die Vermutung liegt nahe, daß man dort überhaupt nicht in der Lage ist, einwandfreies und sammelwürdiges Material zu liefern? Denn es ist doch völlig unverständlich, daß einer der größten deutschen Briefmarkenhändler, der übrigens auch gleichzeitig einer derer mit den allerhöchsten Preisen ist, auch nach zwei Reklamationen eines Kunden nicht in Lage ist, zwar dann immer noch Überteuertes, aber zumindest Sammelwürdiges zu liefern.

Andererseits würde das meine Vermutung bestätigen, daß über 99 % der den Philateliemarkt überflutenden Briefmarken Schrott ist, nicht sammelwürdig und einfach nur wertlos. Gehe ich davon aus, was von Angebotenem für mich persönlich interessant und sammelwürdig erscheint, dann steigt der Schrottanteil sogar stark über diese 99 % hinaus.

Dabei ist noch nicht einmal der Anteil des besonders bei solchen Häusern alles dominierenden, von vornherein als wertlos im Wiederverkauf einzustufenden Machwerks, berücksichtigt.

Und es erhebt sich besonders die Frage, wie viele uninformierte Sammler es gibt, die überhaupt nicht bemerken, wie sie über den Tisch gezogen werden und irgendwann und viel zu spät einfach nur den Totalverlust ihres Investments feststellen müssen?

Mich würde interessieren, ob es im Philateliebereich Institutionen gibt, die den von Professor Eichenberger kolportierten Satz "Wirtschaftsethik beginnt dort, wo das Gesetz endet" in ihrer Geschäftsphilosophie auch nur ansatzweise berücksichtigen. Ich glaube das nicht, eher findet schon das Gesetz keine Beachtung.

Frage:
05.07.2013
Guten Tag Herr Köpfer, habe jetzt so einige Rand-Marken bei ebay ersteigert, die von verschiedenen Verkäufern als postfrisch angeboten wurden. Leider sind auf den Unterrändern Spuren von den schwarzen Einsteckalben vorhanden, im schlimmsten Fall sogar fest angeklebt. Wie verhindern Sie das? Marken wertlos?
Antwort:
Q1, also allerbeste und damit einzig sammelwürdige Qualität, verträgt keinerlei physische Beschädigung - alles andere ist wertlos, kauf nie ein Händler zurück.

Ganz kann auch ich es nicht verhindern, hie und da mal daneben zu greifen. Ich brauche eine klare Abbildung, möglichst auch der Rückseite, eine absolut wasserdichte Beschreibung des Objekts und ein Rückgaberecht, wenn zugesagte Eigenschafen nicht zutreffen.
Frage:
05.07.2013
Sehr geehrter Herr Köpfer!
In dem Buch \"Briefmarken-Ratgeber\" ist unter der Rubrik \"Woher bekomme ich meine Briefmarken\" das Auktionshaus Ihrerseits nicht thematisiert worden. Hat dies besondere Gründe? MfG W.
Antwort:
Das Buch sollte auf jeden Fall den Beginn des Briefmarkensammelns umschreiben und dann bis zu einem gewissen Punkt der Entwicklung begleiten. Dieser Linie ergab sich im Verlaufe der Entstehung und erscheint heute willkürlich. Unser Hobby ist so facettenreich, daß es kaum in einem Werk beschrieben werden kann - die weitere Entwicklung meiner Internetseiten macht jedoch den Versuch. Im "Briefmarken-Handbuch.de" findet man viele Begriffe detailliert beschrieben - unter anderem auch "Auktionen".
Frage:
03.07.2013
Wo finde ich eine Komplette Liste zu Michel Nummerierungen.
Habe einige Buchstaben gefunden die ich nicht im Michel Katalog
gefunden habe.

Antwort:
Die Michel-Nummerierungen sind ein micheleigenes System, das folglich nur in deren Katalogen zu finden ist. "Fremde" Systeme können nicht 1:1 verglichen werden.
Frage:
01.07.2013
Frage: Rollenmarken - der komplette Satz SWK Berlin in Fünferstreifen ist für 3,61 € ersteigert worden. Wohl auch keine künftige Wertentwicklung für diese Spezies. Dagegen eine Marke mit KBWZ http://www.ebay.deitm130931690875?ssPageName=STRK:MEWAX:IT&_trksid=p3984.m1438.l2649 für das Zehnfache.Sammeln wir wirklich richtig?
Loulou
Quelle: ebay

Antwort:
Es kommt immer darauf an. Jede 5. Rollenmarke hat eine Nummer - und ist somit postfrisch Massenware. Es sei denn, man unterscheidet (BUND)nach Papiersorten oder Gummierung und einigem mehr, dann haben die SWK unheimlich viel, fast zu viel, zu bieten, oder man sammelte Rollenanfänge oder -enden oder zentrisch gestempelt.

Die KBWZ sind eine eigene Klasse, nicht sammelwürdig, nur sammelfähig und man kann gespannt sein, was daraus wird.
Frage:
30.06.2013
Was muss der Briefmarken-Sammler über Bücherzettel wissen?
Loulou
Antwort:
Einfach ausgedrückt, ist der Bücherzerttel ein(e) von der Post ausgegebene(r) Zettel oder Karte (Zitat Wikipedia) "für Bestellen, Abbestellen oder Anbieten von buchhändlerischen Werken, Büchern, Zeitschriften, Bildern und Noten. Es durften nur Angaben nachgetragen werden, die dazu dienten, die bestellten oder angebotenen Werke zu bezeichnen."
Frage:
30.06.2013
Werden die Bogen-Randsignaturen von Heuss 1/ 2 wie Steuerstriche, Zähnungspunkte etc. auch katalogisiert und wenn ja, wo?
Antwort:
An Literatur habe ich nichts gefunden. Es gibt eine Arbeitsgemneinschaft "Posthorn, Heuss und andere Dauerserien" (www.arge-posthorn-heuss.de), habe da jedoch das Gefühl, daß sie in Ihrer Richtung nichts tut. Nutzen Sie den Umstand und finden vielleicht schöne und preiswerte Objekte.
Frage:
28.06.2013
Zur Frage von Harald bez W16.
Herr Köpfer! Ich habe mal Ihren Rat befolgt und ein Blatt Papier an die Oberkante der Zahnbögen gelegt. Vor allem unten bin ich mir ganz sicher, dass hier nachgezähnt worden ist. Hab ich da mit meinem bei Ihnen gelerten Wissen recht?. Denn eine gerade Linie gibt das keineswegs.
Gruß
CHESSBASE
Antwort:
Sie haben recht! Das habe ich mit "geschönt" umschrieben - eine saubere und aufwändige, aber den Betrug fördernde Arbeit.
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