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Frage:
24.01.2013
Könnten Sie im Handbuch mal einen Artikel "Auktion" scheiben?
Antwort:
Kommt, aber bitte noch etwas Geduld.
Frage:
21.01.2013
Hallo Herr Köpfer,

gibt es für 4er-Blöcke einen Richtwert bez. den Einzelpreisen der Marken (vorrang meinte ich auch die gestempelten) oder sogar einen Michel-Katalog, den man zumindest als Grundlage für Preise nehmen könnte?

Ich bin nämlich verwundert, dass ein 4er-Block mit schönem Stempel schon vor Ende der Auktion ein Mehrfaches an Wert der Summe der Einzelmarken hat.

Gruß
CHESSBASE
Antwort:
Hallo Chessbase, nein, dafür gibt es keine "Berechnungsgrundlage", denn eine Multiplikation des Michelpreises geht gegen die Wand. Einheiten jeder Größe, zumal zentrisch von normalen Postämtern abgestempelt, werden so extrem selten angeboten, daß das von Ihnen angesprochene hohe Gebot wahrscheinlich völlig normal, wahrscheinlich sogar (noch) sehr günstig ist.
Im "briefmarken-handbuch.de" finden Sie unter dem Begriff "Bogeneinheiten" weitere Erklärungen.
Frage:
21.01.2013
Hallo und guten Tag.
Ich habe u.a. die Bund-Briefmarke von Bundeskanzler Adenauer, Michel Nr. 876,
zu dessen 100. Geburtstag. Diese Marke erschien am 05.01.1976, ist aber mit Datum 08.01.75 abgestempelt!!! Ich vermute, der Postbeamte hatte das Jahresdatum nicht verändert.
Hat diese Marke eine besonderen Wert? Wer kann die Echtheit des Stempels prüfen usw.
Mit freundlichem Gruß
Herbert Brezinski

Antwort:
Das ist sicher so. Einen besonderen Wert stellt diese Abstempelung jedoch nicht dar, das läuft eher unter "Kuriosum" oder "Versehen". Ich habe einen Brief, bei dem der Werbeteil des Stempels auf dem Kopf steht. Das ist zwar lustig und sammelwürdig und lockert eine Sammlung auf, aber, wie schon gesagt, wertvoll ist das nicht.
Frage:
20.01.2013
Habe in meinem Album vier Bogenmarken mit Rand rechts und Eckerandstück unten auf dem eine 1. ist. Marke: Konrad Adenauer Mi. Nr. 1601. Besonders wertvoll, oder? gestempelt, abgelöst.
Grüße W.Leyk
Antwort:
Sollte die Eckrandmarke mit der Nummer 1 eine ältere, also aus der Zeit der 50er- und 100er-Bögen sein, handelt es sich wohl um eine Formnummern (siehe www.briefmarken-handbuch.de). Die gibts je Bogen nur einmal und ist somit sammelwürdiger als die übrigen. Bei der MiNr. 1601 handelt es sich um ein Massenprodukt mit über 30 Mio. Stück, das kann nie etwas werden. Am besten verwendet man alle noch gültigen postfrischen Bundmarken zum Frankieren. Zentrisch vom normalen Postamt gestempelt oder z.B. als Mehrfachfrankatur, am besten eine außergewöhnliche, wird sie dann wieder sammelwürdig.
Frage:
17.01.2013
Der Wert der Abomarken/Massenmarken geht bekanntlich gegen Null. Aber war das Postamt Berlin 12 ein fiktives Postamt? Was, wenn ich die schön gestempelten Abomarken aufklebe und dann im Wasserbad ablöse, also die Gummierung entferne? Wie erkennt man dann noch den Unterschied zwischen der Abomarke und einer gelaufenen Marken? Denn wenn es kein fiktives Postamt war, wovon ich ausgehe, dann gibt es ja auch gelaufene schön gestempelte Berlin 12 - Marken.

Viele Grüße
CHESSBASE
Antwort:
Hallo Chessbase, diesmal möchte ich mich einfach auf einen Hinweis beschränken: Im "Briefmarken-Handbuch.de" habe ich mich mit unter dem Stichwort "Berlin-12" hierzu umfänglich geäußert.
Gruß
Günther Köpfer
Frage:
16.01.2013
Sehr geehrter Herr Koepfer,

da habe ich mir nun zu Weihnachten den Schwarzkatalog geschenkt und bin sehr gluecklich ob all der neuen Erkenntnis. Danke fuer den guten Rat! Bogenrandsignaturen sind also das neue Sammelgebiet. Schade, dass einige meiner Lieblingsmarken keine Formnummern aufweisen, sonst gaebe es noch mehr Gruende z.B. die Voegelserie von 1973 zu suchen u. zu sammeln. Nun habe ich eine neue Frage: Was ist von Briefmarkenentwuerfen zu halten, die die Bundesdruckerei erstellt hat? Es sind ja strenggenommen keine Briefmarken und damit nicht wirklich sammelwuerdig fuer uns Reinheitsfanatiker. Ein grosses Auktionshaus bietet im Februar sehr sehr attraktive Stuecke an. Es faellt mir schwer, da wegzugucken. Was halten Sie von amtlichen Vorlagekartons etc.? Gruesse, Ch. Hemmler
Antwort:
Hallo Herr Hemmler, es freut mich, daß auch Sie den Spaßfaktor geknackt haben. Neu ist dieses Sammelgebiet allerdings nicht, eher im Gegenteil. Die Randbedruckung, die Günter Schwarz beschreibt, wurde schon mit der Einführung der 10er-Bogen vor ca. 20 Jahren beendet, HAN und Druckerzeichen noch viel früher. Es ist also nur die Entdeckung des Sammelwürdigen und ein ganz besonderer Reiz, Vorhandenes damit zu ergänzen, aufzuwerten. Ich wäre gespannt, wann Sie mitteilen könnten, die Greifvögel mit Formnummern komplett zu haben.

Nein, ich halte "Entwürfe" (interner Vorgang) jeglicher Art für mich "Otto-Normal-Sammler" nicht für sammelwürdig, obwohl ich zugeben muß, daß ich so einige Stücke auch faszinierend finde. Aber das geht mir auch bei einem Ferrari, den aktuellen Bildern der Goldvorräte der Bundesbank und manch anderem so. Aber das alles hat mit meinem Leben, meinen Passionen nur peripher zu tun - ich sammle Briefmarken und konzentriere mich, einfache Regel, deswegen auf Marken in bester Qualität, also Q1, die zur Erlangung einer Dienstleistung auf Briefe geklebt werden konnten. Das sehe ich nicht fanatisch, sondern ganz nüchtern: Q1 kostet Geld, das ich bei einem Verkauf wieder zurückbekomme, schlechte Qualitäten dagegen sind rausgeworfenes Geld, die "perfekte" Geldvernichtung.

Viel Spaß bei Ihrer "Jagd"

Günther Köpfer
Frage:
10.01.2013
Hallo Herr Köpfer,
ein schönes Neues Jahr wünsche ich Ihnen.
Ich brauche mal Ihren fachmännischen Rat zu dieser Marke:

http://www.wi-la-shop.de/ecommerce/product_info.php?info=p840_Berlin-Maenner-I-br---95---10---Feld-50---2-Bc-br---10---Adolph-von-Menzel.html

Gibt es da, soweit man das erkennen kann, an der Qualität etwas auszusetzen?
Mit freundlichem Gruß
J. Brisch
Antwort:
An sich eine schöne und auch begehrenswerte Marke. Allerdings ist die Zähnung sehr unruhig und, von einigen kürzeren Zähnen abgesehen, ist links einer doch ziemlich kurz. Ich würde auf ein besseres Angebot und auch ev. besseren Preis warten.
Frage:
02.01.2013
Wodurch erkenne ich den Unterschied bei "Berliner Stadtbilder" = (Bauten II und III) zwischen Platten- und Walzendruck? An den Oberrändern und Seitenrändern? Wo finde ich hierzu Bilder?
Antwort:
Der Walzendruck ist an den sogenannten Walzenstrichen am Ober- und Unterrand zu erkennen, von denen die Reihenwertzähler umgeben sind. Beim Walzendruck finden wir auf dem Seitenrand dieser Serie Druckerzeichen.

Die fehlen beim Plattendruck beide, das heißt die Reihenwertzähler stehen alleine. Dafür gibt am Seiten- und am Unterrand Strichelleisten und, mittig am Unterrand, HAN (Hausauftragsnummern).

Glatte und geriffelte Gummierung gibt es ohne Ansehen der Druckart darüber hinaus.

Der Michel Spezial gibt recht gut Antworten (mit sicher verbesserungswürdigen Abbildungen) auf die verschiedensten Fragen. Er ist für jeden ernsthaften Deutschlandsammler das Handwerkzeug schlechthin. Trotz seines extrem hohen Preises sprechen zwei Punkte eindeutig für ihn: Einmal kann er über mehrere Jahre verwandt werden und zum Anderen sind die sogenannten "kleinen Kataloge" ohne jeden interessanten Informationswert und deswegen raugeworfenes Geld.
Frage:
30.12.2012
Die letzte Frage (in diesem Jahr) zu http://www.ebay.de/itm/370701843929?ssPageName=STRK:MEWNX:IT&_trksid=p3984.m1497.l2649
Gehört das zu den Wohlfahrtszähnungen?
Wünsche einen schönen Jahreswechsel. Frank
Antwort:
Ja!

Ich möchte auch hier nochmal die Bücher von Günter Schwarz empfehlen. In "Auch der Bogenrand ist interessant" werden alle alle Varianten von Bund und Berlin besprochen, in "Die Formnummern von ...." kann man u.a, auch nachlesen, bei welchen Marken es die Wohlfahrtszähnung gibt - und wie sie zu beurteilen sind.

Ebenfalls einen guten Rutsch!

Günther
Frage:
29.12.2012
Beitrag: Vielleicht ja schon bekannt. Aber passt bitte auf bei Käufen von dieser Ebayern!

Hier einige dieser Accounts die \\\"ausdrücklich\\\" Reproduktionen anbieten, die angeblich aus "alter Sammlung" stammen sollen. Alleine die vielen identischen Stücke zeigen jedoch, dass diese Machwerke vermutlich nur zum Schaden der Sammler von einer zumindest zwielichtig anmutenden Gruppe hergestellt werden.

aoc92 (NRM)
donalfredo072012
gebetti2012
gindra2012
privatier35
privat92
nachlass_fundgrube_2010
dubiosphila2012
leuchtturm2911
demagers2012
insel36
philacount
philarari
immerallesdrin2012

Habe ich zufällig gefunden. Scheint ein ganzer, der Philatelie schadenter Verein zu sein, der sich dann damit herausredet, dass es ja eindeutig eine "Reproduktion", also wie im Keller kopiert, sei!

LG
CHESSBASE
Quelle: http://www.stampsx.com/forum/topic.php?id=5299&highlight=&page=1&s=2d37be792d99e1e98764886679ba86ca

Antwort:
Das Problem sehe ich nicht darin, daß zwielichtige Dinge angeboten werden, sondern darin, daß sie gekauft werden.

So lange es "Briefmarkensammler" gibt, die jedes Stückchen Papier, das Zacken hat, unbesehen auch als sammelwürdig ansehen, wird betrogen, auch weiterhin. Man könnte hämisch sagen: "selbst schuld", aber das wäre ja Wasser auf die Mühlen der Manipulateure.

Ändern wird sich das erst, wenn die Briefmarkensammler zu echten Q1-Sammlern werden, wenn diese Qualität unabdingbar ist und Marken nur geprüft gekauft, zumindest umgehend geprüft werden.

Da muß auch vor allem die Ansicht aus den Köpfen verschwinden, daß Schnäppchenjagd das höchste Glück der Sammler ist - es ist das Gegenteil, der Untergang der Sammelkultur (für viele schon Realität). Es gibt Qualität nicht im Sonderangebot, erfolgreiches Sammeln hat seinen Preis. Sonderangebote sind wertlos und Totalverluste, schöne Stücke zu angemessenen Preisen dagegen machen Spaß und sind immer wieder verkäuflich.

Bei Q1-Sammlern haben Betrüger kaum ein Chance, denn Wissen ist Macht!

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