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Frage:
28.11.2012
Hallo Herr Köpfer

mich würde interessieren,wo beginnt bei Ihnen das Sammelgebiet Berlin, erst mit Berlin Mi Nr 1, Schwarzaufdruck, oder schon früher mit den Gemeinschaftsausgaben Allierte Besetzung Mi.Nr. 911-970, wobei ich hier dann auch noch die Mi. 1 - 7 Deutschland Alliierte Besetzung Berlin und Brandenburg hinzuzählen würde.

Ich bin gerade am überlegen ob ich die Marken der Alliierten Besetzung, die Berlin betreffen, in meine Sammlung
mitaufnehmen soll, bzw. ob ich Zeit und Geld damit verbringe diese Marken auch zu erwerben.

Start eigener Marken von Berlin wäre somit eigentlich Kriegsende 1945.

Gruß

Dietmar Abele
Antwort:
Ja, Berlin ab MiNr. 1 ist mein Gebiet, in allen sammelwürdigen Q1-Varianten und es wird mich noch lange Zeit "beschäftigen". Aber, wenn ich besonders schöne Q1-Angebote aus dieser Zeit sehe, kann ich oft nicht widerstehen - und die Nachkriegszeit ist für einen "philatelistischen deutschen Stammbaum" wunderbar geeignet.

Also, nicht nur Berlin, auch die übrigen Gebiete, besonders auch Berlin-Brandenburg, aber auch das Saarland (das bis Ende), Baden, Württemberg und Rheinland-Pfalz - wobei ich, zugegeben, dort nicht den gleichen Ehrgeiz an den Tag lege wie bei Berlin.

Man kann es nur wiederholen: Wir Sammler tun, was uns Freude bereitet, genießen diese grenzenlose Freiheit unseres Hobbys und haben Spaß in jeder Beziehung - solange wir uns auf sammelwürdige allerbeste Qualität beschränken.
Frage:
25.11.2012
Hallo, konnte im Handbuch nichts in der Richtung zu meiner Frage finden! Immer wieder kommen mir im Zuge meiner Suche nach unbeschrifteten Eckvierern nicht vollständig gummierte Ränder unter. D.h. parallel vom Rand weg sind meist einige mm in der ganzen Länge nicht gummiert. Herstellungsbedingt? Sammeln, oder auf vollständig gummierte warten, weil keine 1a Qualität?
Vielen Dank für Ihre Meinung.
Harald
Antwort:
Auch ich habe einige Randstücke mit diesem Phänomen, dessen Erklärung rein technisch ist. Briefmarken wurden, mehrere Bögen nebeneinander, in Bahnen gedruckt und natürlich ebenso gummiert. Damit dies sauber (im Sinne des Wortes) ablief, wurde ein Rand ausgespart, dh. nicht gummiert. Im Anschluß daran erfolgte die Perforierung und die Aufteilung / Beschneidung in Bögen.

Nicht bekannt ist mir, ob dieser "gummifreie" Streifen beim Schneiden der Bögen dann entfernt werden sollte und nur manchmal versehentlich an die Schalter kam, oder aber bei den jeweils äußeren Rändern der Bahnen prinzipiell unbeachtet erhalten bieb.

Ich betrachte solche Marken nicht nur als vollwertig, also Q1, sondern als etwas darüber hinausgehend Besonderes.

Das Handbuch werde ich um diese Information erweitern.
Frage:
24.11.2012
Hallo,

es bewegt mich ein neues Thema: R-Zettel sammeln?

Gelegentlich tauchen solche Auktionen auf. R-Zettel lose, sortiert nach Ortsangaben oder auch nach Nummern. Und auch Sonder-R-Zettel. Und nun halte ich einen Brief in Händen, mit aufgedrucktem Einschreibzettel Berlin 12. Ein Fantasie-Produkt? Oder postalisch möglich? Etwas für das Handbuch?

Einen schönen Abend

Frank


Antwort:
Hallo Frank, es gibt nichts, was nicht gesammelt wird. Warum also nicht auch Einschreibe-, Wertbrief- oder Eilbotenzettel. Mit Briefmarkensammeln hat das jedoch nichts zu tun.

Es sei denn, z.B. zur Bestimmung der Portorichtigkeit von Belegen oder als Belege für bestimmte postalische Vorgänge / Entwicklungen. Ich habe da zwei Beispiele: Einmal ein Einschreiben aus "Berlin-Marzahn" vom 19. November 1991, bei dem ein Blanko-Einschreibezettel mit der eingedruckten Nummer 629 verwandt wurde, in das, die Versorgung mit normalen E-Zetteln funktionierte wohl noch nicht so gut, handschriftlich "0 - 1142 - Berlin", wobei das 0 für Ostberlin interessant ist, eingetragen wurde. Der zweite Beleg ist ein portorichtig mit einer Eckrandmarke DM 5,00 "Frauen" frankierter Einschreibebrief, der mit dem Stempel "Freiburg im Breisgau 29.08.1991 - Nachträglich entwertet" entwertet wurde. Hier ist durch den R-Zettel "1020 Berlin 708" die Aufgabe dieses Briefes in Ostberlin nachweisbar.


Frage:
23.11.2012
Hallo, gestern war schon eine händlerin da, die bot mir für alle 39 alben 200 und dann aufeinmal 400 euro. Fand sie nicht sehr seriös. Können sie mir ein auktionshaus empfehlen? fand das \"haus\" Rapp aus der schweiz und felzman aus düsseldorf. könnten sie mir vielleicht auch noch sagen auf was ich achten sollte? evtl sortiere ich ja noch bissl :-) es sind marken aus der ganzen welt und ich tu mich schwer da durchzublicken. Klaus
Antwort:
Rapp und Felzmann zählen zu den bedeutendsten Auktionshäusern, Setzen Sie sich mit denen mal in Verbindung um zu erfahren, was für Ansprüche sie haben, bevor sie jemanden besuchen.

Andererseits sollten Sie auch in Erwägung ziehen, daß die Sammlung, die Vordruckalben deuten darauf hin, keine Besonderheiten beinhaltet. Ich gebe gerne den Tipp, sich in die Materie "Philatelie" selbst einzuarbeiten, um dann irgendwann beurteilen zu können, wie die eigene Sammlung zu bewerten ist. Lesen Sie sich doch einfach mal in meine Seiten ein.
Frage:
22.11.2012
Hallo ich habe eine Sammlung von meinem Großvater gefunden 39 alben ( 8 Vordruckalben, aber keines komplett) von 1840-1984, von postfrisch bis gestempelt etc., von der ganzen Welt Nun ja, ich sammle nicht, deshalb nun meine Frage, wo kann ich die verkaufen? So, daß es jemand anderem hilft und ich sie ned gerade herschenken will. Wäre da Einzelverkauf oder alles miteinander besser?

Mfg Niederbayer
Antwort:
Blöde Situation. Und ich kann auch keinen gescheiten Rat geben, da ich nicht weiß, wie die Sammlung qualitativ einzustufen ist. Da Sie auch keine Ahnung haben, ist die Gefahr groß, daß ein Verkauf auch nicht regulär abläuft.

Lassen Sie die Sammlung mal (mehrfach) anschauen, wobei sich hier der Handel, eventuell ein Spezialist von einem Briefmarkenverein, oder ein Auktionshaus anbieten würde.

Ich drücke Ihnen die Daumen, daß Ihr Großvater ein qualitätsliebender Sammler war.
Frage:
22.11.2012
abay-Auktion: http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=221155620456

Gibt es so was? ICH SAGE NEIN!

Habe fast identisch diesen Brief vor wenigen Tagen ersteigert.

Er wurde am gleichen Tag abgestempelt wie diese aktuelle Auktion auch. Beim direkten Vergleich sind aber meine Stempel nicht identisch gedruckt wie diese hier, sondern quasi verdreht.

Welche Doktorin bekommt so was am gleichen Tag mit gleichen Marken und Stempeln zugeschickt?

Das ist was faul. Hab die Verkäuferin auch schon angeschrieben und gefragt, wie so was identisches passieren kann ..

LG
CHESSBASE

Antwort:
Hallo Chessbase, für solch phantasielose Machenschaften gibt es Beispiele ohne Zahl. Der Produzent hat sich je 10 oder 50 Marken gekauft und dann Umschläge identisch beklebt.

Diese Sammler haben sich da im Glauben, große Gewinne machen zu können, massenweise möglichst billige Belege gebastelt, die sie, so ihre Vorstellung, dann mit großem Gewinn verkaufen wollten. Dazu zählen übrigens auch die ETB´s und FDC´s, die in irren Auflagen auf dem Markt sind. Das alles zählt nicht zur Kategorie sammelnswert, ist im Prinzip wertlos und auch im Handel oder an Auktionäre nicht wiederverkäuflich. Was die ETB´s anbetrifft, die ja von der Post herausgegeben wurden, hat der erste Katalog, der DNK, quasi auf eine Notiz am Ende des Katalogs reduziert.

Darf ich wieder auf Stichworte im Handbuch oder die Seite "Berlin-Briefmarken.de" hinweisen.
Frage:
22.11.2012
Frage: Zwei Mails von Valeri, die ich hier zusammnfasse:

Am kommenden Samstag bekomme ich aus guten Beziehungen den Berlin Block 1 postfrisch für 250,- €. Ich könnte den jederzeit auch wieder zurückgeben. Die Quelle sind gutbetuchte Leute aus dem Raum Vorderpfalz. Sollte ich den mal nach Berlin zu Schlegels schicken zwecks Prüfung? Ich hab immer Angst, dass die den dann mit einem Stempel auf der Rückseite entwerten oder mir evtl. irgend so was billiges zurückschicken. Wie kann ich sicher gehen, dass ich das so zurückbekomme,wie ich es hinschicke? Valeri

Tut mir leid, aber ich brauch mal einen allgemeinen Rat.Stell Dir nur mal vor, ich hätte hier eine Marke, die sich als Wert von 1.000.000 € Wert entpuppt, ich das aber nicht weiß und dann diese Marke zu einem anerkannten Prüfer schicke. Der sieht od. ahnt den wirklichen Mio.-Fund, hat genau die gleiche Marke (wertlos) neben sich und schreibt mir "Marke ist gefälscht", schickt mir den Müll zurück, ich sehe keinen Unterschied und zahle die Prüfungskosten... Der Prüfer freut sich, vererbt 10 Jahre später den Fund seinem Kind mit allem, was das Prüferherz begehrt. Genau aus diesem Grunde hab ich keine Lust, irgendwem auch nur eine Marke von mir zu schicken. Als Kind (1962 ca.) wurde ich schon mal beschissen. Und das werde ich ganz sicher nicht mehr. Was soll man da machen? Valeri

Antwort:
Hallo Valeri, Mißtrauen ist in der Philatelie mehr als angebracht, allerdings braucht es ein gewisses Grundvertrauen, damit irgendwo auch Spaß entstehen kann.

Möchte man dies verifizieren, würde das bedeuten, daß man guten Bekannten (die nur unser „Bestes“ wollen?) natürlich traut, logisch, zumindest aber deren Wissen, Loyalität, Gewissenhaftigkeit u.s.w. unter der Prämisse „Vertrauen ist gut, Kontrolle aber besser“ auf den Prüfstand stellt.

Also ja, den Block sollten Sie auf jeden Fall prüfen lassen, denn auch € 250,--, was dem nahe kommt, was man maximal dafür zahelen sollte, ist Geld, das man sauer verdienen muß. Dazu müssen Sie den Block natürlich aus der Hand geben – und auch jetzt geht es wieder nicht ohne dieses Grundvertrauen. Für dessen Berechtigung gegenüber den Prüfern spricht, daß ich z.B. bis heute von keinem Betrugsversuch eines Prüfers weiß. So etwas wäre ein Skandal allererster Klasse, der das ganze System weltweit in Frage stellen würde.

Eigene Sicherheit gewinnt man dadurch, daß man eine „Prüfsendung“ (siehe Handbuch) gemäß der dortigen Beschreibung ausführt, also Sicherheiten bzw. Nachweise in der Hand hat.

Der nächste Punkt ist der Prüfstempel. Für mich ist er das „non plus ultra“, direkt auf der Marke, immer parat, immer aussagekräftig. Ich lasse jede Marke mit einem Wert über € 25,-- prüfen – und zweifle prinzipiell die „Echtheit“ nicht geprüfter Marken an. Das würde auch jeder Händler oder Auktionator tun - und das ist bei den Unmengen an Fälschungen auch mehr als anzuraten.

Ansonsten ist ein Attest oft gar nicht möglich. Wie soll man es schaffen, sagen wir mal den Berliner von-Stephan-Satz, den man Stück für Stück und in vielen Jahren erstklassig zusammengetragen hat, so prüfen zu lassen, zumal die meisten der von mir gekauften Marken ohnehin schon geprüft sind. Nein, ich will dann, wenn ich eine Marke gekauft habe zeitnah die Bestätigung der Echtheit haben. Und wo wollte und sollte ich eigentlich mit einem eventuellen Berg von 50, 100 oder mehr Attesten hin?
Frage:
22.11.2012
Frage: Was sagt man dazu? ebay:\r\nhttp://www.ebay.de/itm/BERLIN-FRAUEN-1989-NR-849-ECKE-MIT-FORMNUMMER-3-UND-LUXUS-VOLLSTEMPEL-RAR-/140889809852?pt=Briefmarke&hash=item20cdafe3bc MICHELWERT: --,-- € / So im Michel nicht gelistet! Marke außerhalb der Kurszeit gestempelt. Kommt bei bildgleichen Marken analog zu den Bundmarken massenweise vor!
Antwort:
Toller Hinweis! Wie leicht vergißt man nämlich, auf die zeitgerechte Abstempelung zu achten. Ich bin auf den Ausgang dieser Auktion gespannt, auf das Gebot für eine wertlose Marke.

Das ist wieder pure Nahrung für Mißtrauen.
Frage:
21.11.2012
Habe ich hier etwas übersehen, was an diesen Formnummern so besonders ist? ebay:\r\nArtikelnummer: 281019220909 \r\nBERLIN aus 254 -265 NEU-BERLIN LOT FORMNUMMERN ESST !! \r\n
Antwort:
Nicht, daß ich wüßte. Also nichts als eine teuer erkaufte Enttäuschung.

Frage:
20.11.2012
Hallo Herr Köpfer, ich hab es immer noch nicht drauf, Berlin 11 richtig zuzuordnen.
http://www.ebay.de/itm/200847845890?nma=true&si=a1fgfxIPsIvAcB9VZw%2BmrjMLQLs%3D&rt=nc&_trksid=p4340.l2557&orig_cvip=true
und
http://www.ebay.de/itm/200847845954?nma=true&si=a1fgfxIPsIvAcB9VZw%2BmrjMLQLs%3D&rt=nc&_trksid=p4340.l2557&orig_cvip=true
kommen mir \"komisch\" vor.
Hätte sonst gerne mitgeboten. Frank

Antwort:
Hallo Frank, ich teile Ihre Gefühle und Sie haben, wenn Sie aus solchen Gefühlen heraus auf ein Gebot verzichten, alles richtig gemacht.

Ich hatte Herrn HG Schlegel, zusammen mit einer Prüfsendung, mal zwei Marken mit diesen "Berlin-11-Stempeln" zugesandt und um seine Meinung gebeten. Er hatte sie nicht geprüft, sie lagen schließlich weit unter € 25,00 Katalogwert, meinte aber, daß er sie wohl auch als höchst zweifelhaft betrachte.

Jetzt muß man jedoch differenzieren. Sie haben zwei Links für zwei Serien EZM aus Block 2 und Block 3 gesandt, wobei der Stempel bei Block 2 ein anderer ist, als der bei Block 3. Schaut man sich den Stempel auf den Marken des 2. Blocks an, fällt sofort die unkorrekte, unüblich kippende Stellung der "11" nach "Berlin 11" auf. Der Stempel der Marken des Block 3 dagegen erscheint normal (für mich echt, was aber auch keine Garantie gewesen wäre) und ist auch nicht so "gleichmäßig" fett aufgetragen, wie sie bei diesem Anbieter immer wieder, besonders aber bei den C / D-Marken der B&S und SWK, zu beobachten sind.

"Berlin 11" ist ansonsten nicht besonders kritisch zu sehen. Das war normales Postamt, auch mit normaler Abstempelung von Hand, aber auch "Aufmahmepostamt" für in Briefkästen eingeworfene Postsendungen, in dem automatisiert, auch mit den bekannten Werbestempeln, entwertet wurde.

Fazit: EZM des Block 3 waren ein echtes Schnäppchen, weit unter Wert, die des Block 2, wobei die Höhe des Gebots hierfür schon in die richtige Richtung ging, ein Flop.
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