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Frage:
03.06.2018
Frage:
wie heisst eine briefmarke ohne stempel und gummi
Antwort:
Antwort:
Abfall oder Altpier - wenn Qualität die Grundlage philatelistischen Handelns ist.
Frage:
31.05.2018
Ich lese immer wieder, die Katalogpreise hätten nichts mit dem Sammlerwert der Briefmarken zu tun. Wer macht denn dann und vor allem welche Preise?
VG Dirk
Antwort:
Antwort:
Die Katalogpreise sind Handelspreise, also solche, die der Handel möglichst einspielen möchte. Sie haben mit dem tatsächichen Wert eines Objeks überhaupt nichts zu tun, können höchstens eine grobe Orientierung sein - und sollten selten zum Kauf führen.


Extremes Beispiel aus ebay:
Katalogpreis € 1,90, Zuschlag € 48,50!
Stempel glasklar – aber nur fast zentrisch.


Der tatsächliche Wert eines Objekts ist der, den Sie oder ich bereit sind, dafür zu zahlen - und der Kauf zustande kommt. Bietet / zahlt ein anderer Sammler dafür mehr, ist das sein Wert. Dieser Wert ändert sich bei jeder VERÄUßERUNG auf den Betrag, den ein neuer / anderer Käufer bereit ist zu zahlen.

Um ein Gefühl für eine entsprechende Werteinschätzung zu bekommen, ist optimales Wissen und Erfahrung notwendig. Wichtig beim zu beurteilenden Objekt ist der Grad der Qualität in all seinen Ausprägungen.

Die Kriterien, die zu einem Gebot / Kauf führen, sollten objektiv sein, also objektbezogen. Werbeaussagen verleiten zu Fehleinkäufen, ebenso überzogene Gebote, die leicht aufgrund zu hoher Gebote anderer Bieter, zu maßlos überteuerten Käufen führen können.

Bieten Sie stur, was Ihnen ein Objekt wert ist und beobachten sehr genau. Sie werden staunen, wie schnell Sie ein Gefühl für die Wertigkeit bekommen.
Frage:
29.05.2018
Frage:
Freunde in der Briefmarkenwelt.
Wie fängt man an?
Ich bin nach 50 Jahren über meine Briefmarkensammlung aus meinem Kinderzimmer gestolpert.
Mein Vater hat sie weiter ergänzt. Nach einigem sortieren, wobei ich mich auf die DDR Mi 1 - 3365 konzentriert habe, sehe ich nach einigen Schnäppchen dass meine Sammlung ‚fasst‘ komplett ist.
Nun will ich die Sammlung --einordnen--abhängen--organisieren--was auch.. und suche Ideen.
Mein Interesse ist eigentlich nicht die wertsammelnde Philatelie, sondern der Kulturschatz und die Geschichte die eine Briefmarke aufzeichnet.
Nun ist meine Frage wenn ich in einem Display die Marken z B 1 - 7 a präsentiere und dabei die fakten und die Geschichte die hinter der Ausgabe aus der Stadt Berlin steckt erläutre; Frage ich: macht das Sinn? Hat jemand so etwas schon mal gesehen? Pro et Contra. Rat und Beispiele, auch mit Hinweis auf andere Sammel- und Präsentationsformen. Eigentlich möchte ich aus dem Album in die ‚Buchform‘ steigen. Da ich deutscher in Schweden (seit 60 Jahren bin) würde ich es auch für meine Enkel in Schwedisch schreiben können/wollen, aber da bin ich noch lange nicht.
Ich bin für jeden Kommentar dankbar.

Antwort:
Toll, dasss Sie wieder in die Philatelie zurück finden. Sie wollen dabei die Freiheit in der Gestaltung dieses wunderbaren Hobbys voll ausnützen. Auch toll. Das alles kann man, wenn man auf eine Wertorientierung und auch auf andere Sammler interessierende Spielarten (z.B. die qualitative) eines Sammlungsaufbaus verzichtet, auch so handhaben. Man jedoch, auch wenn man es nicht für relevant hält, wissen sollte, dass es: unzählige komplette postfrische, wertmäßg völlig unbedeutende DDR-Sammlungen (muß bei Ihnen nicht so sein) gibt, komplette gestempelte Sammlungen fast nie bedarfsgestempelt sind und es im Internet, zu gleich welchem Thema, auch die eigene Beurteilung, schon gibt - spontan erreichbar. Thematische Ausstellungen auf Briefmarkenmessen, die teils "große Preise" gewinnen, sind in Wirklichkeit nichts anderes als Alibi-Veranstaltungen, die kaum Interesse wecken.

Wertorientiertes Sammeln im eigentlichen Sinn gibt es nicht. Der mündige, imformierte und vor allem wissende Sammler legt Wert darauf, dass er für sein Geld einen reellen Gegenwert erhält - und keinen überteuerten, teilweise "gemachten Schrott". Qualität ist in der Philatelie das Ah und Oh.

Es gibt in der Philatelie auch keine Schnäppchen. Wenn billig, dann ist der Kaufgegenstand meist wertlos und nur noch für den Verkäufer ein gutes Geschäft. Ein gutes Objekt hat immer seinen Preis - und dann auch Zukunft.

Frage:
06.05.2018
Frage:
Sehr geehrte Damen und Herren, was bedeutet: "Stempel WISMAR / f kein Bedarf bekannt und deshalb nicht prüfbar" ?
Ist der Stempel falsch?
Antwort:
Ich kenne die näheren Umstände nicht, aber offensichtlich geht es bei dieser fehlgeschlagenen Prüfung um eine Ganzsache, also eines Briefes. Hierbei kann mit dem verwendeten Stempel ein Bedarf nicht begründet werden - aus welchen Gründen auch immer. Möglich, dass der Stempel nicht auf das Briefstück übergeht, was der Manipulation Tür und Tor öffnet. War Herr Paul der Prüfer? Dann versuchen Sie es mal bei Herrn Schönherr.
Frage:
23.04.2018
Frage:
Guten Tag Herr Köpfer!

Von Herrn Hans-Dieter-Schlegel hatte ich folgende Antwort erhalten, als ich ihm die unten stehende Email gesendet hatte.

So richtig eingehen auf meine Fragen wollte er dann doch nicht.

Aber als hunderprozentiges Mitglied der BML (Briefmarkenlobby) sehe ich Herrn Schlegel auch nicht, zumal er mir jedes Jahr in Essen auf der Briefmarkenbörse, bei welcher der Eintritt frei ist, gratis wertvolle Tipps gibt.

Mit philatelistischen Grüßen,

Lars Jaklin



Sehr geehrter Herr Jaklin,

die Stellung des Prüfzeichens ist der subjektive Ausdruck des Prüfers über den Erhaltungszustand einer Marke. Eine tief signierte Marke, das heißt, das Signum steht am Markenrand genau hinter dem Zahnloch, bedeutet mängelfreie Qualität. Die signierte Marke drückt den Zustand am Tag der Prüfung aus. Wird die Marke danach dann unsachgemäß behandelt, Fingerabdrücke etc, drückt die Signierung auch nicht mehr den wahren Zustand aus. Die persönliche Meinung von Herrn Köpfer zu erhöht signierten Marken ist schon außerordentlich extrem, das sehen bestimmt viele andere Sammler anders.
Fakt ist, das bessere Marken ab einem Katalogwert von 500 Euro heutzutage nicht mehr signiert werden. Die Qualität wird in einem Befund oder Attest zu der Marke ausgedrückt. Denn Prüfzeichen werden auch gefälscht und der Sammler hat mit einem Befund oder Attest eindeutig mehr Sicherheit.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Dieter Schlegel
Prüfer im Bund Philatelistischer Prüfer e.V. (BPP)

Berkaer Str. 44
14199 Berlin

Tel.: +4930 8813418
Fax: +4930 88550975

Markus Jaklin
Sent: Wednesday, April 18, 2018 9:57 AM
hd@schlegel-philatelie.de
Frage bezüglich Signum

Sehr geehrter Herr Schlegel!


Mein Name ist Markus Lars Jaklin, ich bin 46 Jahre alt und ich lasse seit 28 Jahren Briefmarken bei Ihnen, Ihrem Bruder und 1990 noch bei Ihrem Vater prüfen.

Ich habe mich in den letzten Jahren ein paar Mal mit Ihnen auf der Briefmarken-Börse in Essen unterhalten, u.a. auch über die 3 neuen Farben bzw. Fluoreszensen der Berlin Mi. 57, nach Herr Kaminski von der ArGe / FG Berlin.

Ich habe eine Frage bezüglich der Höhe des angesetzten Signums - wird diese jeweils um je einen halben Zahn nach oben verschoben oder um einen ganzen Zahn, um einen neuen Zustand der Marke zu beschreiben, z.B. Luxus (Prüfstempel befindet sich teilweise sogar auf dem unteren Zahn), Kabinett, Pracht, usw. Und kann es mit diesen Ausdrücken (Luxus, Kabinett, Pracht, ...) beschrieben werden, oder auch mit Noten von 1 bis 6 oder 1 bis 10?

Darüber diskutieren ich mit namhaften Philatelisten seit Monaten, ohne ein genaues Ergebnis zu erhalten.


Herr Günther Köpfer von


http://www.berlin-briefmarken.de


geht sogar so weit zu sagem, daß alle Briefmarken, welche - nicht - tiefst geprüft sind (also auch nur minimal höher) in den Papierkorb gehören bzw. zum Altpapier.

Wie sehen Sie dies?


Andere Philatelisten sagen sogar, ein Prüfstempel gehört gar nicht auf die Briefmarke, schon gar nicht auf postfrische, da diese dadurch als manipuliert und auf keinen Fall mehr als postfrisch (wie von der Post verasugabt) gelten, jedoch auch die gestempelten gelten als manipuliert bei bestimmten Philatelisten, und alle Marken sollen nur noch mit Kurzbefund, Befund oder Attest geprüft werden. Und dies auch der Grund ist, daß in allen Befunden und Attesten immer erwähnt wird, ob ein Signum vorhanden ist, da dies als wertmindert gelten soll.



Es würde mir sehr viel weiterhelfen, wenn Sie mir hierzu ein ganz kurzes Statement / Ihre Meinung mit Ihrem Erfahrungsschatz geben könnten, damit ich diesbezüglich Sicherheit habe.


Vielen Dank im Voraus und dann bis zum Mai in Essen.


Mit freundlichen Grüßen,

Markus Lars Jaklin
Antwort:
Anwort

Hallo Herr Jaklin,
danke für Ihre Bemühungen, die eine Steilvorlage für weitere Diskussionen, aber auch Feststellungen bieten.

Erstmal die Erfahrung, dass die Prüfer unabdingbar zur Briefmarkenlobby zählen. Sie verdienen, woran es nichts zu tadeln gibt, ihren Lebensunterhalt damit, Briefmarken zu prüfen und teilweise, Schande, der Böses dabei denkt, auch mit Handel / Versteigerung. Aber, es gibt hier wenig zu kritisieren. Und gerade Herr H.D. Schlegel scheint den Sammlern nicht ganz fern. Ich würde mir wünschen, dass ein noch strikteres Vorgehen den tsunamiartig überschwemmten Philateliemarkt entrümpelt.

Die Antwort von Herrn Schlegel ist eher neutral, in alle Richtungen moderat. Auch was den „außerordentlich extremen“ Köpfer angeht und die „bestimmt vielen Sammler, die das anders sehen“, die noch nicht in die Zukunft schauen wollen. Markant und klar verurteilend ist jedoch, dass er nur das „tiefste“ Signum anspricht und die Vorzüge von Befund und Attest. Beim „Signum“ ist klar herauszulesen, dass höhergestellte Prüfzeichen Mängel beurteilen. Weiterhin werden heute Marken mit einem € 500,00 übersteigenden Wert nicht mehr signiert. Berlin hat davon als Normalausgaben 5 Stück, beim Bund sind es 3. Das alles stellt die bisherige Ordnung nicht auf den Kopf. Der Preis für bestens geprüfte / signierte Marken fällt deswegen nicht, im Gegenteil, denn die gesuchten Marken vermehren sich nicht und zentrisch, von normalen Postämtern gestempelt, sowieso. Klar aber ist auch, dass für mit Befund oder Attest geprüfte Marken ein höherer Preis zu vertreten ist – allein schon wegen der höheren Prüfkosten und der "Unversehrthei"t.

Ansonsten bleibt es jedem überlassen, seine persönliche Philosophie zu gestalten, so Briefmarken zu sammeln, wie es ihm gefällt. Und wie die beste Art zu sammeln aussieht, liegt ohnehin im Auge des Betrachters / Verursachers. Da kann auch die niedergeschriebene Hoffnung, dass die Bund-Katalogpreise irgendwann explodieren werden, über lange Zeit positive Gefühle erzeugen.
Frage:
15.04.2018
Frage:
Hallo Herr Köpfer,
ich besitze sehr viele geprüfte Infla-Marken mit Prüfstempel. Sind solche Marken eigentlich sammelwürdig. Ich denke, sie sind "verletzt" und damit entwertet. Eine Fotoattest ohne Prüfstempel ist doch viel besser. Meiner Meinung nach sind echte Marken ohne jegliche Stempel in Zukunft viel interessanter, als Marken mit Prüfstempeln. Was denken Sie darüber? Viele Grüße aus Dachau! Gerd
Antwort:
Antwort:
Bei postfrischen Marken mit Falz ist die Ansicht, eine Marke irreparabel zerstört zu haben, richtig - den gleichen Effekt bei einer mit Signum als echt gekennzeichneten Marke zu vermuten, unsinnig. Was glauben Sie, wie viele gute oder sehr gute echte, noch ungeprüfte Infla-Marken sich heute in Sammlungen befinden und noch der Prüfung harren. Ich würde vermuten, überschaubar wenige. Die sind, um nicht übers Ohr gehauen zu werden, in den letzten knapp 100 Jahre alle geprüft worden. Die Anfänge von Saarland und Berlin, und nicht nur die: Es ist auch hier zu vermuten, dass es kaum Marken ohne Prüfzeichen gibt - erst recht nicht von den Aufdruckmarken. Und versuchen Sie einen Satz Berliner Frauen, die gestempelt wohl seltenste Berliner Serie, zentrisch von normalen Berliner Postämtern gestempelt zusammenzutragen und dann mit Befund prüfen zu lassen - wenn Sie es schaffen, Stempelfälschungen sind fast sicher.

Wir Sammler haben entschieden, dass wir dies anerkennen, uns so Sicherheit vor kriminellen Philatelsten sichern - und wir Sammeler sind die Philatelie.

Ich möchte nochmal auf die Aufdruckmarken Berlins zurückkommen: die meisten Sammler tragen diese Sätze Stück für Stück zusammen, abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung, irgendwann auch die MiNr. 17 - 20. Sie sammeln also. Abgesehen davon, dass es kaum (echte) unsignierte Marken gibt, soll ein Kurzbefund die Echtheit jeder einzelne Marke bestätigen? Oder soll man kaufen, kaufen und kaufen und irgendwann die Schlegels bezüglich eines Befundes kontaktieren? Ich garantiere, das Gejammere wäre groß. Was man allerdings unbedingt vermeiden muß, sind Mehrfachsignierungen - da muß man bei besseren Einzelmarken oder bei ganzen signierten Sätzen bei einer Nachprüfung einen Befund oder ein Attest anfertigen, oder das Signum bestätigen lassen. In diesem Zusammenhang ist auch nicht uninteressant, daß jegliche Prüfungen nur für den direkten Auftraggeber gültig sind.

Wenn die von interessierten Kreisen lancierte Meinung, Briefmakren mit Prüfzeichen seien nicht mehr sammelwürdig, stimmen würde, wäre das der Todesstoß für die Philatelie. Mangels Sammelwürdigem.

Aber gemach, solange Briefmarken gesammelt werden, gab und gibt es (neudeutsch) Fake-News - und die, die die ausstreuen, wollen ganz einfach nur Geschäfte machen, wie schon immer, die Sammler betrügen. Mißachtung wirkt! Und schützt!

Natürlich wird (und kann man) für unsignierte Marken mit Befund oder Attest, mehr bezahlen (wollen oder können), schließlich sind die Prüfgebühren wesentlich höher - aber auf keinen Fall weiniger für signierte, als bisher.

Frage:
07.04.2018
Frage:
Gibt es eigentlich Kataloge, in denen der Designer/Graphiker der Briefmarke verzeichnet ist?
Antwort:
Antwort:
Im Michel-Spezial sind die Entwerfer der Briefmarken in der jeweiligen Kopfleiste zu den Marken vermerkt. Beispiel Freimarkenserie Frauen: Aretz oder Posthornserie:Mathey.
Frage:
23.03.2018
Frage:
Sehr geehrter Herr Köpfer!

Ich stimme Ihren Ansichten zu 99 % überein. Nur einen einzigen Punkt sehe ich
etwas differenzierter, was auch daran liegen kann, daß ich mal mit Diamanten
gehandelt habe und diese in Antwerpen habe prüfen lassen. Dort gibt es die 4 C:
Carat, Color, Clarity und Cut. Je nachdem ob und wie viele kleinste Einschlüsse
z.B. man bei 10-facher Vergrößerung sehen kann, bestimmt dies dann den Wert
bzw. Preis eines Diamanten. Und aus diesem Grunde gehört für mich persönlich
eine Berlin-Marke, nehmen wir mal die Mi. 69, 20 PF Währungsgeschädigte mit
einer Gesamtauflage von ca. 98.000 mit zentrischem Berliner Vollstempel, bei der
ein einziger Zahn nur zu 75 % vorhanden ist - nicht - in den Papierkorb. Diese
hat dann eben wie bei den 4 "C" in der Diamantenbranche nicht die Note 1, sondern
eben die Note 2. Ähnlich ist dies auch bei Kunst, Antik, Oldtimern und anderen
Sammelobjekten.
Ich weiß, Sie sehen dies anders, jedoch bin ich ansonsten zu 99 % auf Ihrer
Wellenlänge und Ihrer Ansicht.

Nun zu meiner eigentlichen Frage.

Sie hatten an einer Stelle mal erwähnt, daß Berliner Stempel von
Zweigpostämtern wesentlich seltener seien, was ich allgemein gesprochen auch
bestätigen kann.

Jedoch sind Berliner Stempel von Zweigpostämtern im Stempel-Handbuch von Martin
Schröter aus dem Jahr 1987 (mit Nachtrag von 1992) oft mit Null (0) Punkten
bewertet, also ohne Aufschlag, obwohl es ein Zweigpostamt ist, und auch jene von
Ihnen an anderer Stelle erwähnten.

1 Punkt = + 10,-
2 Punkte = + 20.-
3 Punkte = + 30.-
4 Punkte = über 50,-
5 Punkte = über 80,-

sind die Bewertungen für die einzelnen Stempel auf Brief, damals noch in der
Währung DM.

Könnten Sie hier freundlicherweise einen Kommentar zu geben?

Vielen Dank im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen,

Lars J.

Antwort:
Antwort:
Meine Ansichten sind kein Dogma, sondern der Versuch, für ein schönes Spiel Spielregeln zu finden - frei für eine positive Weiterentwicklung.

Ihren Vergleich mit Edelsteinen nehme ich gerne auf, möchte ihn allerdings noch herunterbrechen auf "Steine". Alle Briefmarken wären (sind) demnach Steine, also in ungeheuren Massen vorkommend. In unterschiedlichster Ausprägung, schöne, nein sehr schöne, traumhaft schöne - aber massenhaft. Die besseren, die besten Steine sind die gesuchten. Je gesuchter, desto besser. Wenn wir nun die MiNr. 69 nehmen, dann ist die, lesbar gestempelt, also prüfbar, etwas wert. Sie ist gesucht. Für den ernsthaften Sammler, wird sie, zentrisch, vielleicht noch von einem kleinen Berliner Postamt gestempelt, zu einer kleinen Präziose. Nennen wir das den "besonderen Schliff". Und jetzt stellen wir uns vor, dieser auf den ersten Blick wunderbar aussehende Schliff hat eine "Delle" oder kurzen Zahn - Reparatur kommt bei Briefmarken nicht in Frage. Ergebnis: nicht sammelwürdig - aber es gibt Sammler, die sich damit zufrieden geben, die vielleicht den Preis sogar kräftig herunterhandeln. Sich freuen, eine Lücke geschlossen zu haben. Irgendwann möchte man, oder Erbe, dann verkaufen. Jetzt möchte ich einen Sammelfreund zitieren, der ein Leben lang "Altdeutschland" zu besonders günstigen Preisen von SEINEM Briefmarkenhändler erstand: Er bekam nicht den Gegenwert seiner Alben geboten. Wer von diese Gefahr weiß, muß sich entscheiden, ganz frei, da redet ihm niemand rein.

Stempel kleiner Berliner Postämter: Nein, es gibt keine offizielle Liste der Wertigkeit Berliner Postämter. Es ist einfach Tatsache, dass die "normalen" Postämter oder gar deren Nebenstellen, besonders gesucht und auch beboten werden, wie hoch, das ist Sache jedes Einzelnen es macht aber Spaß, zu sehen, was besonders erfrischend aussehende Angebote für Ergebnisse erzielen.

Was die relative Bewertung der Stellung eines Stempels anbetrifft, hatte ich mal einen Versuch unternommen, so etwas aufzubauen. Sammler haben das übernommen, Kataloge werden davon Abstand nehmen. Deren Handeln ist von Wirtschaftlichkeit geprägt - und da ist für den Sammler kein Platz. Außer als Käufer. Trotzdem möchte ich die Spezialkataloge vom Michel loben. Sieht man vom Preis für die Kataloge selbst ab und auch von den undifferenzierten, seit vielen Jahren starren, an deren eigentlichem Wert völlig vorbeigehenden Markenbewertungen ab, sind sie konkurrenzlos.
Frage:
19.03.2018
Frage:
wie kann ich das gummi auf der rückseite schützen ohne, dass es beschädigt wird und wo könnte ich meine briefmarken in hannover und umgebung auf echtheit durch
experten mit stempel (signum) überprüfen lassen?
vielen dank aus hannover
alexander
Antwort:
Antwort:
Briefmarken, insbesondere postfrische, vorsichtig, nur mit der Briefmarken-Pinzette anzufassen und in weichmacherfreien, also hochwertigeren Alben von Spezialherstellern aufzubewahren, sollte für jeden Sammler selbstverständlich sein. Ein Fingerabdruck auf der Gummierung einer Marke ist i.ü. ein KO-Kriterium.
Bezüglich der Prüfung von Briefmarken, sind die Prüfer über ganz Deutschland verteilt - und jeder ist auf bestimmte Gebiete spezialisiert. Die zu wenigen Prüfer sind überlastet und eine Prüfung dauert schon mal 3 Monate. Die zu prüfenden Marken müssen einen Mindestkatalogwert von € 25,00 (es gibt Ausnahmen) je Marke haben, sollten tunlichst einwandfreie Qualität haben, also ohne (z.B. Zahn-)Fehler oder Beschädigungen, und (gestempelt) mit lesbarem, zeitgerechten Datum versehen sein. Nur bestgeprüfte Marken sind sammelwürdig - eine fehlerhaft geprüfte gehört in den Papierkorb.
Man kann die Prüfer übrigens vorher anrufen und diverse Modalitäten erfragen oder aber über die Internetseite des Prüferbundes erschöpfende Auskünfte einholen.
Frage:
18.03.2018
Frage:
Hallo Herr Köpfer,
die neuen Berlinstempel lauten Berlin 44 beispielsweise. Gibt es denn solche Stempel auch ohne den Zusatz der alten Bezirkszahl.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang
Antwort:
Die Post muß in jeglichen Zweifelsfällen den Ort der Abstempelung zuordnen können. Also wird man, zumal wenn eine traditionelle Ordnung bestehlt, nicht auf diese Kennzeichnung verzichten. Auch die Briefzentren sind über diese Kennzeichung definierbar.