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Frage:
22.08.2013
Mein verstorbener Mann hat mir eine Briefmarkensammlung hinterlassen. Viele Briefmarken sind noch nicht in ein Album einsortiert, z. T. liegen sie nur von Briefen u. ä. ausgeschnitten und ebenso lose vor. Werden solche Briefmarken auch angekauft? Können Sie mir bitte ebenso mitteilen, welche Briefmarken überhaupt angeboten werden sollten (lohnenswert) und wo man sich diesbezüglich am besten hinwenden kann.
Antwort:
Gerne würde ich Ihnen einen guten Rat geben, aber leider ist der kalkulierte Verkauf von "Normalsammlungen" in der Philatelie nicht ernsthaft vorgesehen. Schuld daran sind die Fehlleistungen derer die daran verdienen und der Sammler, die glaubten - und noch immer glauben - man können durch das einfache und qualitätslose Zusammentragen von Massenmarken reich werden.

Ich kann Ihnen nur raten, sich ein wenig in meine Internetseiten einzulesen und dann die Hinterlassenschaft Ihres Mannes mit diesem dann angelesenen Wissen durchzuschauen. Entdecken Sie, welche der Marken, wenn sie einwandfrei sind, etwas Wert sind und welche wertlos.
Setzen Sie sich auch mal mit Händlern oder Briefmarkenvereinen Ihrer Gegend in Verbindung, wobei ich befürchte, daß das so wie immer ausgeht: Man wird Ihnen nur ein Paar Euro bieten.
Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen.
Frage:
21.08.2013
"philatelistisch beeinflusst"
Wäre es angebracht, hierbei auf die portogerechte Frankatur hinzuweisen? loulou
Antwort:
Im Prinzip ja - aber dann wären auch noch andere Merkmale zu nennen.
Frage:
21.08.2013
Frage: Wie entsteht so eine Zähnungsvariante?
http://www.ebay.de/itm/Berlin-Michel-Nr-163-mit-Zahnungs-Abart-Mommsen-fr40-/390634667178?pt=Briefmarke&hash=item5af3a3fcaa#ht_629wt_1236
loulou
Antwort:
So etwas kann nicht passieren! Vielleicht wurde bei der Zähnung manipuliert oder später "von Privat" - jedenfalls ist das nichts, das in eine Sammlung gehört.
Frage:
21.08.2013
Ich bin Sammler und habe viele Briefmarken und es fehlen auch noch einige. Meine Frage ist, und jeder erzählt mir was anderes, wie mache ich Wasserzeichen sichtbar? Der eine sagt, mit Waschbenzin, der nächste mit Petroleum und was weis ich noch für Undinge.
Da ich aber einige Marken habe wo Wasserzeichen gefragt sind, muss ich mich jetzt doch damit beschäftigen.
Also wie und mit was mache ich Wasserzeichen sichtbar????
Ich danke schon mal im voraus, danke, danke.

Antwort:
Es gibt im Fachhandel billig kleine schwarze Plastikschälchen zu kaufen. Legen Sie die zu prüfende Briefmarke mit dem Bild nach unten dort hinein und gießen wenig Wasch- oder Wundbenzin (aus der Dogerie oder der Apotheke) darüber - das Wasserzeichen wird sichtbar. Das Benzin verdunstet innerhalb kürzester Zeit und Ihre Marke, auch die postfrische, ist wie vorher. Es gibt technische Lösungen, die ich mit äußerst unbefriedigenden Ergebnissen versucht habe. Ich finde, das ist rausgeworfenes Geld. Ohnehin sollte man sich, wenn man ein "wertvolles" Wasserzeichen gefunden hat, dieses von einem Prüfer bestätigen lassen.
Frage:
21.08.2013
In Beschreibungen von Losen ist bei gelaufenen Briefen oft der Ausdruck "philatelistisch beeinflusst" zu lesen, was ja wohl eine Beschreibung für "Machwerk" ist. Woran erkennt man denn so
eine Beeinflussung?

Antwort:
Demnach wäre jeder Brief, der je von Sammlern, die sich bekanntermaßen immer um eine schöne Frankatur bemühen (sollten!!), aufgegeben wurde, philatelsitsisch beeinflußt. Nein, daß ist eine wohlkalkulierte Marotte der Briefmarkenlobby, die damit Produkten aus Sammlerhand Wertigkeit absprechen möchte. Geschäfte möchten gefälligst sie selbst machen. Also sind ausschließlich Kunstprodukte wie ETB, FDC und Konsorten philatelistisch beeinflußt und somit Machwerk - und wie sich herausstellt, heute wertlos. Gegen eine gute oder gar sehr gute Frankatur gibt es überhapt nichts einzuwenden, zumal nichts wertminderndes.
Frage:
17.08.2013
Frage: An welchen Merkmalen erkenne ich
einen "amtlichen FDC"?
Danke im voraus.
Dietmar
Antwort:
Amtlich steht für "von der Post verausgabt". Lt. Michel endete die Ausgabe amtlicher FDC, die es nur für Westberlin gab, im Jahr 1955. Diese FDC (und auch ETB) wurden ausschließlich für Sammler zum Zwecke der Verkaufsförderung von Briefmarken geschaffen, haben nichts mit dem eigentlichen Auftrag der Post zu tun, sind also Machwerk und im Sinne von Q1, wie auch die folgenden privaten Schmuck-FDC, Maximumkarten und sonstiger Ramsch, nicht sammelwürdig.


Frage:
02.08.2013
Hallo, habe eine Danzig Marke Michel Nr.58, die Rückseitig einen schrägen Aufdruck "Kontrolliert" hat. Dieser Aufdruck scheint unter der Gummierung zu sein. Gibt es so etwas? Grüsse Stefan
Antwort:
Der Michel gibt hierzu nichts her. Mailen Sie die gleiche Frage doch mal an die Arbeitsgemeinschaft Danzig, die Sie unter dieser Adresse im Internet finden. Wenn überhaupt, können nur die Antworten.
Frage:
30.07.2013
GT Herr Köpfer, danke für Ihre wieder mal sehr schnelle, geschätzte Antwort. Sie schreiben "Marken mit Falz sind nicht sammelwürdig". Ihrem Handbuch kann ich zu dieser Thematik u. a. folgendes entnehmen: "Gestempelte Marken, die ursprünglich mit einem Falz in ein Album geklebt waren, sind an sich sammelwürdig". Bei den Michel No. 447-459 (Schweiz) handelt es sich um sauber gestempelte Marken, die ursprünglich mit einem Falz versehen waren, jetzt "lediglich" Falzreste aufweisen. Frage: Sind gestempelte Marken, die ursprünglich mit einem Falz eingeklebt waren, sich jetzt in einem Falzlos-Album (mit Falzrest) befinden, automatisch nicht mehr sammelwürdig? Ist es der Falzrest der die Sammelunwürdigkeit auslöst? VG W.

Antwort:
Ich sitze gerade am Computer und schreibe ein neues Stichwort fürs Handbuch - deswegen die ganz schnelle Antwort.

Ich bin davon ausgegangen, daß es sich um ungebrauchte Marken handelt. Die kann man entfalzen lassen, so daß es der Laie nicht erkennt - der Prüfer aber wohl

Der Falz bei gestempelten Briefmarken mindert die Qualität nicht, es sei denn, was doch hie und da passiert, es wurden "selbstgebastelte" Falze verwendet, die beim Entfernen unter Umständen qualitätsvernichtende Flecken hinterlassen. Wenn ich gestempelte Marken mit Falz kaufe, dann kommen die sofort nach Erhalt ins Wasserbad, um das zu prüfen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

Frage:
30.07.2013
1.
Schweiz: Michel No. 447-459,gest.,KW 1.000 EUR. Die Spitzenwerte 454-459 haben Falzreste. Lt. Auktionator sind diese mühelos zu entfernen.
2.
Schweiz: Block 11 aus 1945 (250 EUR KW), Block 12 aus 1945 (120 EUR KW), Block 13 aus 1948 (75 EUR KW) und Block 14 aus 1951 (250 EUR KW) - alle diese Blöcke wurden mit zentrischen, quasi wie aufgedruckt aussehenden Gefälligkeitsstempeln versehen wie folgt: 24.III.1945 \"Schweizer Postmuseum\", 14.IV.1945 \"100 Jahre Basler Taube\", 21.VIII 1948 \"IMABA\" und 29.IX 1951 \"Nationale Briefmarken Ausstellung\".
Frage zu 1: trotz Falzresten sammelwürdig?
Frage zu 2: wurde bereits ab 1945 gefälligkeitsgestempelt? Sammelwürdig?
VG W.
Antwort:
Nein, Marken mit Falz sind nicht sammelwürdig und der Hinweis, die seien mühelos zu entfernen eine Abqualifikation dieses Hauses, das diese Marken nie mehr zurückkaufen würde. Irgendwann wieder kostenlos übernehmen, weil sie ja beschädigt sind, ja - und dann immer wieder an unbedarfte Sammler teuer verkaufen, das ist die Realität, die Üblichkeit.

In der Schweiz gab es schon seit eh und je Briefmarkenausstellungen, bei denen mit Sonderstempeln entwertet wurde, die ich auch für sammelwürdig halte, da sie wohl nicht die Massenstempel sind, wie wir sie in Deutschland haben - der normale Poststempel wäre natürlich trotzdem das Erstrebenswertere.
Frage:
30.07.2013
Gefälschte SMD der DDR im Angebot eines Auktionshauses?

http://philasearch.de/de_j9oii5kmo5q93ipuvvbudj96l1/i_9244_2198/DDR/9244-A34-2198.html?breadcrumbId=1375047927.9747#.UfZCQKDO7Tp

Ungefaltete Muster-SMH der DDR kommen eigentlich schon nicht vor, aber auch der Stempel ist gefälscht, wenn man ihn mit dem im Richter-Katalog abgebildeten vergleicht.

Schade, das solche Sachen dann kommentarlos bei einem Auktionshaus angeboten werden.
Quelle: Internet
Autor: Joe
Antwort:
Prinzipiell werden Marken mit dem Aufdruck Muster versehen, wenn sie postseitig "Geschäfts- oder sonstigen Partnern zur Ansicht vorgelegt werden und postalisch nicht genutzt werden sollen. Ungültige Briefmarken, nein Muster, also. Daß sie gesammelt werden, ist die Entscheidung des Einzelnen, für mich jedoch unmöglich. Ungeprüft sowieso - und ich bezweifle, ob ob ein Prüfer die von Ihnen gezeigten Kartons überhaupt prüft, das hat ja mit Briefmarken überhaupt nichts zu tun. Aber Bitteschön, schaut man sich im Mi.-Spezial Band 1 BUND die Nr. XI. (Adenauer) an, die von der dann endgültig verausgabten Marke 567 farblich abweicht - dafür stehen € 5.000,-- im Katalog, MiNr. XII (MiNr. 610), die geringfügig anders ist als das spätere Original oder MiNr. X, die garnicht verausgabt wurde, die gar für € 12.000,-- im Katalog steht. Drei Beispiele von Marken, die es als postalisch nutzbare Briefmarken garnicht gibt. Sowas wird katalogmäßig erfaßt, alle philatelistische "Größen", auch der Michel, haben solche Mustermarken vorgelegt bekommen, das läßt man sich doch nicht entgehen. Andererseits läßt man, eines von vielen Beispielen, klar unterscheidbare, von der Post sogar beschriebene Ausgaben wie die unterschiedlichen Fluoreszenzen bei den B&S "unter den Tisch" fallen. Willkür? Egoismus? Wahrscheinlich.