Berlin-Briefmarken
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Frage:
12.09.2016
Frage:
Bestimmte vermeintlich wertvollere Briefmarken des Sammelgebiets Berlin, sind mit zentrischen Stempeln (auch geprüfte) einfacher zu finden, als beispielweise zentrisch gestempelte Block-Marken oder gar Wohlfahrsmarken mit atyptischen Wertstufen späterer Epochen. Wie erklärt sich diese Angebotsdifferenz, die in Widerspruch steht zu den Preisen?
Antwort:
Sie sprechen zwei voneinander völlig verschiedenen Bereiche an. Die Michel-Katalogpreise haben mit dem Wert der darin bewerteten Briefmarken überhaupt nichts zu tun, sie sind der (gelungene) Versuch, Sammler zu täuschen und über den Tisch zu ziehen. Diese Preise sind Preise der Briefmarkenlobby, also des Briefmakenhandels und dienen diesem, gegenüber unbedaften Sammlern eine Legitimation (für alles und für nichts) zu begründen. Schnell stellt man fest, wenn man ein kritischer Kopf ist, daß die "teuren" Marken der Anfangsjahre von Bund, Berlin und DDR (Versandstellen-) gestempelt (oft, wenn Versandstellengestemplt) und postfrisch immer "Massenware" sind. Suchen Sie einen postfrischen Posthornsatz oder den postfrischen Berlin Block 1? Kein Problem, Sie haben die große tägliche Auswahl. Fast aussichtslos ist dagegen der Versuch, die Berliner Frauen, zentrisch, von kleinen berliner Postämtern (nicht Berlin 12!) gestempelt zu finden - vor allem nicht beim Handel. Das sind die Marken, die Sie ansprechen: Blockeinzelmarken oder ZD-Paare, zentrisch bedarfsgestemeplt, Eckränder mit Formnummern, Berlin-Zudruck, gestempelte Druckerzeichen, Paare oder Viererblocks, schöne Briefe mit Einzel- oder Mehrfachfrankatur und vieles andere - selten und kostbar (oft noch sehr preisgünstig) ist da die Erkenntnis.