Berlin-Briefmarken
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Frage:
09.02.2013
Helau Herr Köpfer!

Wenn eine Marke z.B. tiefstgeprüft ist und man diese Marke noch einmal zu einer Prüfung schickt, die dann das gleiche Ergebnis hat, wo landet dann der neue Stempel? Genau daneben oder wird überstempelt?
Mit anderen Worten: Ist bei einem Prüfstempel weniger wichtig, wie weit der Stempel von der Seite weg ist, sondern kommt es darauf an, wie "tief" unten er ist? Und was ist, wenn der Prüfer versehentlich 1 mm zu hoch landet?

Ich hab einen gelaufenen Brief (allerdings nicht Berlin-West, sondern mit Marken Saargebiet und rotem Diagonalaufdruck "Dienstmarke" erstanden). Dieser ist geprüft und der Stempel auf der Rückseite ist so was von weit unten und in der Ecke, dass da weder zur Seite noch nach unten Platz wäre. Leider sagt ja eine Prüfung auch nichts über den Wert aus, sondern nur über die Güte.

LG
CHESSBASE
Antwort:
Ich habe schon Marken zur Nachprüfung geschickt - allerdings an den Vorprüfer. Der hat lediglich mit einer externen Notiz die Echtheit seiner Vorprüfung bestätigt. Eine Zweit- oder Drittprüfung durch einen "Neuen" Prüfer brächte wohl einen zweiten oder dritten Stempel neben dem ersten. Je nach Objekt wäre hier zu überlegen, ob man stattdessen nicht besser das Attest wählt. Ich habe im Handbuch auch das Beispiel der Berliner MiNr. 1 - 20 aufgeführt, die der "Otto-Normal-Sammler" wohl sehr selten als ganzes mit Attest kaufen wird, wohl aber ein Wert nach dem anderen mit Prüfstempel. Hier läßt sich der zweite Prüfstempel besonders effektiv durch ein Attest, das dann außerdem auch in der Zukunft leichter wiederholt werden könnte, vermeiden.

Der seitliche Abstand des Prüfzeichens ist ohne Bedeutung, der zum unteren Rand ist wichtig. Allerdings sehe ich den kaum merklich höher angesetzten Prüfstempel auch eher als "Nachlässigkeit" des Prüfers an. Ich habe schon eine ganze Reihe von so geprüften Marken gesehen, die nach meinem Dafürhalten keinerlei Mängel aufwiesen.

Nein, die Prüfung hat mit dem Wert des Objekts nichts zu tun, eher im Gegenteil. Bei einer Prüfung geht es nur um die Echtheit, die Originalität. Der Untergrenze dessen, was geprüft wird, orientiert sich auch nur an einem undifferenzierten Katalogwert, also Händlerpreis, der mit dem eigentlichen Wert gar nichts zu tun hat. Beispiel: Es werden auch wertlose Falzmarken bis schwerbeschädigte sonstige Marken geprüft und mit höhergestelltem Prüfstempel geprüft. Und das, obwohl nur tiefstgeprüfte Marken einen Wert haben, also sammelwürdig sind - und von denen sind die bestgestempelten (zentrisch) und solche mit Rändern oder anderen Besonderheiten die wertvollsten.