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Frage:
14.12.2013
Hallo, unter dem Reiter Ratgeber, Rubrik "Das Zubehör" erwähnen Sie die Prüflampe. Können Sie bitte erläutern, was Sie genau unter einer Prüflampe verstehen und auf was ich aus Ihrer Sicht als Käufer achten sollte? Oder wurde diese Frage schon einmal gestellt und beantwortet? Vielen Dank.

P.S.: Ich habe zwar noch nicht alle Beiträge gelesen - nehmen Sie's etwas mehr mit Humor - aber eine profitierende Anspruchsgruppe haben Sie vergessen! Die Prüfer von BPP und VPP. Preis-Berechnung nicht nach Aufwand, sondern nach fantasievoll gestaltetem Katalog-"Wert". Wenn ich bei Christian Geigle eine Baden 46 II postfrisch prüfen lassen möchte, kommt der "Fantasiepreis" von Euro 650 (Michel Spezial 2013 Bd. 2 S. 814) zur Anwendung, nicht der reale Handelswert. Aber "Grosshändler" erhalten Rabatte, können auch preiswerte Ware von wenigen Cent zu Hunderten "abstempeln" lassen und dann teuer verkaufen. Beispiel: Prophilia und die postfrisch und geprüften Germania-Marken Saargebiet für Euro 1,49 beim Karstadt. Markenqualität ist einwandfrei ... aber muss eine solche Marke geprüft werden?
Antwort:
Unter dem Licht einer solchen Lampe leuchten die in der Herstellung mit unterschiedlichen Substanzen behandelten Papiere / Briefmarken in verschiedenen Farben und können so erst richtig zugeordnet werden. Zu achten ist beim Kauf 1., daß sie im Internet preisgünstiger sind und zweitens darauf, daß sie UV-Licht und auch eine UVC-Röhre aufweisen um alle derzeitigen Substanzen zu erkennen.

Zu Ihren Anmerkungen: Humor ist ein wesentlicher, vor allem positiver Bestandteil meines Lebens. Die Briefmarkenlobby betreffend neige ich jedoch mehr zur schlichten, schnörkellosen, bloßstellenden Wahrheit, da begegnet mir auch wenig Lustiges. Zu den Prüfern ist zu sagen, daß die sich nahtlos in die Reihen dieser Briefmarkenlobby einreihen. Dieses Konklomerat aus Unanständigkeit ist bis ins kleinste Detail gegen uns Sammler ausgerichtet. Wir Sammler können uns dem entziehen und trotzdem, nein, deswegen, mit Spaß und Erfolg Briefmarken sammeln. Dazu ist es jedoch notwendig, daß wir unsere Art zu sammeln ändern, uns auf Sammelwürdiges beschränken und uns den hirnrissigen Katalogpreisen dadurch entziehen, daß wir über Internetauktionen (keine "Sofort-kaufen-Angebote"), die wir ja auch selbst gestalten können, kaufen, verkaufen und tauschen. Viele "organisierte" Sammler sollten sich auch die Frage stellen, zu was die Verbände, die sogar von der angeblichen Gegenseite, den großen Versandhändlern, gesponsert werden, außer zur Ergebung von Beiträgen, sonst noch gut sind. Selbstverherrlichend arbeiten sie gegen uns Sammler und fühlen sich für die Zukunft der Philatelie, für die Vereine in keiner Weise verantwortlich. Ich denke, ich habe gerade ein Lächeln im Gesicht, das aber mit Humor wohl wenig zu tun hat.

Und nochmals zu den Prüfern: In der Philatelie wird auf "Teufel-komm-raus" manipuliert und gerade deswegen sind die Prüfer ein buchstäblich notwendiges, unabwendbares Übel. Wer auf Prüfungen verzichtet, wird irgendwann furchtbaren Erkenntnissen ausgesetzt sein.
Wobei ich Ihnen Recht gebe, wenn Sie anzweifeln ob eine € 1,49 Marke geprüft sein muß. Andererseits werden Briefmarken mit solchen Katalogpreisen in allerbester zentrisch gestempelter Qualität oft mit dem Vielfachen dieser Preise gehandelt - weltweit.