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Also ging es los. Eins war mir damals schon klar, Vordruckalben kamen nicht in Frage, die sind zu teuer und zu unflexibel. Das Einsteckalbum ohne Zwischensteg, war meine Lösung - und das hat sich bewährt. Da ist es möglich, die unterschiedlichsten Ausgabeformen wirkungsvoll zu platzieren: Einzelmarken, Randstücke, Paare, Fehldrucke, unterschiedliche Stempel, Zusammendrucke, Rollenmarken, Markenheftchen und, und und! Sehenswürdigkeiten z.B. auf 7 Seiten!
Berlin Jahrgang 1990 gestempelt
Aber dann. Es entwickelten sich völlig gegensätzlich Gefühle in mir. Einmal die Begeisterung über mein Vorhaben, auch die Schönheit der ersten Erfolge, und dann die Enttäuschung über das geringe Angebot an von mir gesuchten Marken. Im Internet fand ich unter tausenden Positionen oft überhaupt nichts. Und obwohl die Alben bei Tauschtagen und allen anderen Gelegenheiten überquollen von "Berlin gestempelt" - alles waren nur fragmentartige Stempel, Ersttagsstempel, Berlin-12-Stempel und solche von Bund. Das was ich suchte fand ich jedoch nur äußerst aufwändig und selten, selbst den einfachen, noch prüfbaren "Berlin-Stempel".
Die Enttäuschung wich aber bald der Erkenntnis, daß das was ich suche, offensichtlich "selten" ist. Und da wiederum kam Freude auf.
Dann war auch ganz klar spürbar, wie sehr der Katalogwert die Nachfrage steuert. Während Dauerserien ab "Berühmte Deutsche" bis "Burgen und Schlösser" wenig Interesse finden, sind die "Frauen" und auch die SWK interessant. Ungerechtfertigterweise, wenn man sich mal die einzelnen Ausgaben näher anschaut. Die haben alle ihre Spezialitäten: Stadtbilder mit unterschiedlicher Gummierung, berühmte Deutsche mit verschiedenen Papiersorten, Unfallverhütung mit farbigen Rollen-Nummern, oder, wer weiß z.B., daß von der 25er in neuer Fluoreszenz (NF) B&S Berlin nur 3.080 Rollen á 300 Stück, also 924.000 Stück produziert wurden und von der 200er, ebenfalls NF, nur 3.910 Rollen auf den Markt kamen, also 1,173 Millionen Stück. Da gibt es gerade mal rund 3.000 oder 4.000 Rollenanfänge und Rollenenden! Aber, davon abgesehen, ist es unendlich schwer, Frauen und SWK mit erstklassigen Stempeln von Berliner Postämtern zu finden.
Berliner Frauen ER mit FN geprüft
geprüft
geprüft

Sehenswürdigkeiten Paar geprüft
Allerdings, wenn ich nur einer von relativ wenigen bin, die danach suchen, um so besser.
Jedenfalls ist festzustellen, daß Ausgaben bis 1955 in idealer Abstempelung Spitzenpreise erzielen. Da seien nur ein paar Beispiele aus Internet-Beobachtungen genannt:
MiNr. 61 - 63 (Goethe) Katalogpreis Euro 250,-- erzielte Euro 335,-- plus Aufschlag
  - traumhaft schön gestempelt und geprüft!
   
MiNr. 117 Katalogpreis Euro 3,80 erzielte Euro 15,-- plus Aufschlag
  - Stichtiefdruck, schöne Stempel sind noch seltener!
   
MiNr. 105 Katalogpreis Euro 50,-- erzielte Euro 53,-- plus Aufschlag
   
MiNr. 88 Katalogpreis Euro 2,50 erzielte Euro 7,50 plus Aufschlag
  - unbedeutender Wert?
Diese Liste könnte man beliebig fortführen. Sie zeigt auch, wie hoch diese Art des Sammelns geschätzt wird. Sie hat sich noch nicht auf die späteren und billigeren Berliner Werte ausgedehnt, aber eins ist klar, wenn man die schwierige Beschaffbarkeit einbezieht, wird sich das bald ändern. Und der frühe Vogel findet das Korn.
Geht man von den schieren Katalognummern weg und sammelt, was sich ja anbietet, auch und besonders die Spezialitäten in gestempelter Erhaltung, wird es noch schwieriger - aber auch noch interessanter. Ich denke da z.B. an DZ, HAN, Formnummern, sonstige Bogenrandzudrucke (z.B. BERLIN), Rollenmarken, Rollenanfänge, Rollenenden, Ausgleichszähne, Markenheftchen, Werbezudrucke, Markenheftchenbogen, Zusammendrucke und vieles andere.
MiNr 140 Randblock mit Dz gestempelt
Oberrand-Paar mit Berlin-Zudruck
MiNr. 507 mit FN gestempelt
ZD Unfallverhütung
MiNr. 140 Randpaar mit HAN
Zu vielen Zeiten gab es in Berlin auch parallel laufende Tagesstempel. Ab 1948 die alten Stempel des Deutschen Reichs (durchgehende Datumbrücke) und solche mit Datumsteg nur im Innenkreis, um 1960 der allmähliche Übergang der Stempel mit Stadtteilangabe zum Stempel mit Postleitzahl 1, von 1977 bis 1980 parallel Stempel mit PLZ 1 und PLZ 1000, und ab 1990 die Stempel Ost-Berlins, also dem Verkehrsgebiet Ost.
MiNr. 93 versch.Stempel
Bedeutende Deutsche 3 versch. Stempel
MiNr. 549 2 versch. Stempel
MiNr. 632 2 versch. Stempel
MiNr. 833 2 versch. Stempel
Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, fast bei jeder Ausgabe können, so man Lust hat, Besonderheiten zusammengetragen und Spezialsammlungen aufgebaut werden. Und das besonders Schöne daran ist, daß man sich für den Ursprung der Philatelie, das Sammeln gestempelter, also postalisch gebrauchter Briefmarken entschieden hat, für ein Vergnügen der ganz besonderen Art.
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