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Frage:
20.09.2018
Frage:
Relativ begehrt sind jene Marken, die von Sammlern an Postämtern zum Abstempeln gegeben wurden. Man erkennt sie an den fast aufgepressten Abstempelungen. Wäre es nicht besser welche aus dem echten Bedarf zu bevorzugen. Beispiele: Stempel " Frankfurt 1Y". Dieser Hammerstempel wurde nur gelegentlich an einem Tisch verwendet, der bei Überlastung des Postamtes zum Einsatz kam. Oder Fauststempel der Sortierstelle "Frankfurt 3", darunter bis 1993 auch welche mit der verkürzten Postleitzahl.
Antwort:
Antwort:
Wie bei jedem anderen Hobby auch, nein, bei jeder Handlung, baut der Mensch eine Erwartungshaltung auf. Wie die aussieht, ist, auch bei gleichen Voraussetzungen, völlig unterschiedlich. Im Verlauf eines Sammlerlebens ändern sich Voraussetzungen durch unterschiedlichste Ursachen mehrfach und damit auch das damit in Zusammenhang stehende Denken.
Für mich sind, auf die Abstempelung von Briefmarken bezogen, zwei Dinge grundlegend:
1. Die Abstempelung darf nicht von institutioneller Seite (Post mit ihren Versandstellen und auch Interessengruppen) zur Produktion eines Sammelgegenstands in Mengen erfolgen und
2. Der aufgebrachte Stempel sollte möglichst klar und zentrisch von normalen Postämtern erfolgt sein.
Mehr braucht Briefmarkensammeln nicht!
Dass Sammler sich Briefmarken für die eigene Sammlung zentrisch abstempeln lassen oder Post persönlich mit speziellen Stempelwünschen am Schalter aufgeben, spielt einmal mengenmäßig keine Rolle und ist zum anderen nur als Vermutung von „Sammlern veranlaßt“.
Wenn ich das einhalte bzw. weiß, habe ich alle Freiheiten, mein Hobby nach eigenem Gusto zu gestalten – kann also auch spezielle Stempel sammeln.
Bei jeder Spezialisierung sollte ich allerdings bedenken, ob es mir wichtig ist, möglichst viele „Sammelkollegen“, also Tauschpartner oder Käufer meiner Dupletten oder gar Sammlung zu haben, oder ob ich mein Hobby rein zur Befriedung eigener Interessen betreibe
Frage:
13.09.2018
Frage:
Guten Tag Herr Köpfer, mit großem Interesse habe ich Ihr online Briefmarken Handbuch gelesen. Hervorragend. Ein großes Lob und vielen Dank von meiner Seite. Ich bin aufgrund einer Hinterlassenschaft -seit meiner lang vergangenen Jugend wieder- zum sammeln angeregt worden und versuche gerade mich ebenso mit den "Schönheiten", aber auch mit den "Tücken" des Briefmarkensammelns vertraut zu machen. Leider bin ich damit in vielen Teilen als "Neu-/Wiedereinsteiger" hoffnunungslos überfordert. Wenn Sie gestatten, möchte ich noch zwei Ergänzungen für das Lexikon vorschlagen, vielleicht habe ich diese Themen übersehen. In dem Falle wäre ich für Hinweise dankbar. Es wäre hilfreich noch etwas intensiver auf die Echtheisterkennung von Wasserzeichen und in diesem Zusammenhang auf Fälschungserkennung einzugehen. Bei vielen Marken der mir vorliegenden Sammlung sind auch ohne Prüfgeräte erkennbare Wasserzeichen vorhanden. Aber ob diese Kennzeichnungen echt oder gefälscht ist, entzieht sich gänzlich meiner Beurteilung (ebenso mit Blick auf die Darstellung in Katalogen). Das zweite Thema wäre ein kurzer Bericht über frühe (ggf. nur BRD-)Marken der 40er und 50er Jahre, welche mit einem Stichtiefdruck gefertigt wurden. Bei einigen in meiner jetzigen Sammlung finden sich "Farbreste" auf dem weißen Rand oder auf der Rückseite auf der Gummierung der ausschließlich unifarbenen Marken. Mir wurde gesagt, daß diese Verfärbungen dem Druckverfahren geschuldet seien und häufiger auftraten. Daher würde ich mir Wünschen, daß Sie vielleicht auch zu diesen Themen Beiträge veröffentlichen könnten, zumal dazu im Internet sehr wenig bis gar nichts zu finden ist. Aber nochmals vielen Dank für Ihre wissenswerte und umfangreich erschöpfende Veröffentlichung. Viele Grüße Simon
Antwort:
Antwort:
Zum Thema "Fäschung" habe ich auf meinen Seiten an mehreren Stellen geschrieben, da ein großer "Variantenreichum" vieler Kleinkriminellen selbst die Fantasie vor schwierige Aufgaben stellt.

Dabei können Sie jedoch den Bereich "Ganzfälschungen" komplett vernachlässigen - die gibt es so gut wie nicht. Und Briefmarken mit Wasserzeichen sind dabei ganz besonders sicher. Dieses hochwertige Papier gilt als fäschungssicher. Es kostete allerdings so viel Geld, dass es "teils den Portowert der Marken überschritt". Dieser Umstand und auch verbesserte technische Lösungen führten schließlich zum heute gebräuchlichen Papier: Durch Maschinen erkennbare Beimischungen bei der Herstellung des Papiers oder z.B. auch Fluoreszenzaufdrucke und anderes machten das moderne Briefmarkenpapier ziemlich fälschungssicher.

Keine Angst also in diesem Zusammenhang. Das große Problem bei Fälschungen sind Falschstempel, Reparaturen und Nachgummierungen. Hier bringt die Prüfung, allerdings nur bei qualitativ erstklassigen und auch wertvolleren Marken empfehlenswert, Sicherheit.
Frage:
01.09.2018
Frage:
Sehr geehrter Sammelfreund,

meine Mutter sammelte einige Jahre Briefmarken der BRD. Alle sind umgestempelt . Seit 1991 bis 1999 dreifach vorhanden (für 3 Kinder) . Es gibt auch aus den Jahren 1980 - 1989 Ersttagsblätter, die zum größten Teil vollständig sind.
Ich würde sehr gerne diese Marken verkaufen, möchte mich dabei aber nicht über den Tisch ziehen lassen. Ich kenne mich auf diesem Gebiet nicht aus und möchte auch mit dem Verkauf sorgsam umgehen.
Können Sie mir raten, wie ich am besten vorgehe und an wen ich mich wenden kann?
Ich bin wohnhaft in der Nähe Mannheim.

Mit freundlichen Grüßen,

St. Ludwig
Antwort:
Antwort:
Es gibt aus dieser Zeit (auch schon ab 1955) keine einzige postfrische Briefmarke, die einen nennenswerten realen, geschweige denn einen reellen Handelswert hätte. Diese Briefmarken gibt es massenhaft. Ersttagsblätter, lange in den Katalogen aufgeführt, wurden dort zwischenzeitlich herausgenommen. Es handelt sich da um für Sammler künstlich, massenhaft produzierte "Sammelprodukte", die einfach nicht sammelwürdig und somit wertlos sind.

Mit anderen Worten: Sie können nicht mehr über den Tisch gezogen werden, das hat die Deutsche Post schon 2003 mit der Ungültigkeitserklärung der DM-Marken mit Ihrer Mutter getan.

Tut mit leid.
Frage:
29.08.2018
Frage:
Hallo liebe Briefmarkensammler,

ich bin kürzlich aufgrund einer geerbten Briefmarkensammlung zum Briefmarkensammler mittleren Alters geworden und leider (noch) absoluter Laie. Die Briefmarkensammlung umfaßt ausschließlich Marken aus der BRD und sind ab 1949 (bis 1990) nahezu vollständig.

Aufgrund der schönen Sammlung möchte ich diese weiterführen. Dazu habe ich zunächst zwei,Fragen wegen meiner Bewertung der aktuellen Sammlung.

- Ist ein Wasserzeichen bei den frühen BRD Marken (1950er Jahre ff.) ein grundsätzlicher Garant für Echtheit oder gibt es bei Marken mit vorhandenen Wasserzeichen auch Fälschungen ?

Zwischenzeitlich habe ich mich auch in einige Themen eingelesen, woraus die folgenden Frage resulieren:

- Es gibt lt. Katalog bei den früheren Werten den sog. "Stichtiefdruck". Bei einigen Marken in der Sammlung, die mit diesem Verfahren gefertigt wurden, lassen sich kleine "Farbreste" der Farbe des Briefmarkenbildes am weißen Markenrand erkennen (die Marken besitzen auch ein erkennbarer Wasserzeichen und sind ausnahmslos nicht mehrfarbig).
Sind solche Marken echt oder ist das ein Hinweis auf eine Fälschung ?

- Bei diesen Marken ist es ebenfalls häufig so, daß das Briefmarkenbild nicht genau zentriert auf der Marke ist. Auch hier die Frage, ob es sich diesbezüglich auch um Fälschungen handeln könnte ?

Vermutlich wurden diese Fragen schon gestellt, aber ich konnte im Netz einfach keine Antworten auf diese Fragen finden. Daher wäre ich sehr dankbar für einige Antworten.

Viele herzliche Grüße

Simon

Antwort:
Antwort:
Eine Briefmarkensammlung aus der Distanz zu beurteilen ist nicht möglich. Zuviele Kriterien sind für eine Beurtelung der Wertschätzung und der Sammelwürdigkeit / Qualität der einzelnen Marken zu beachten. Als allgemeinen Hinweis vielleicht der, daß man als Sammler die Katalogbewertungen schlicht vergesssen kann und der Wert einer Marke der ist, den ein Käufer dafür bezahlen möchte - zumindest bis zum Wiederverkauf. Da beginnt dann das Spiel von vorne.

Wenn ich Sie allerdings richtig verstanden habe, möchten Sie die geerbte Sammlung weiterführen? Dann geben Sie sich doch unbegrenzte Zeit, sich in sie hineinzuvergnügen, den Spaß an der Philatelie zu finden und ihn auszuleben.

Was Sie tun können, ist, sich mit Ihren Beständen zu beschäftigen, Qualitäten zu prüfen und eventuell, falls nicht schon geschehen, bessere Marken prüfen zu lassen.

Und in dieser Zeit lesen Sie sich vielleicht durch meine Seiten - wo Sie feststellen werden, dass Sie auf die meisten Ihrer Fragen Antworten finden. Antworten, die Sie davor schützen , über den "Tisch gezogen" zu werden, Antworten, die es möglich machen, die Philatelie nachhaltig zu gestalten und genießen zu können.
Frage:
25.07.2018
Frage:
Hallo liebe Sammlerkollegen!
Ich bin auf folgendes sehr interessantes Angebot bei Ebay gestoßen: es handelt sich um ein Sammelalbum, welches 1935 in Amerika erschienen ist. Der Name lautet: "International Junior Postage Stamp Album".

Da es auf Ebay für lediglich 29.90 Euro angeboten wurde habe ich sofort zugeschlagen und es direkt gekauft. Es enthält 760 weltweite Marken bis 1935. Der Verkäufer schien keine Ahnung gehabt zu haben, was er dort verkauft.
Das selbe Buch fand ich auf der Seite eines amerikanischen Auktionshauses wo es für 832 Dollar verkauft wurde. (Link)
https://www.ebth.com/items/7727191-international-junior-postage-stamp-album

Bei meiner Internetrecherche zu diesem Buch beiße ich allerdings auf Granit. Desshalb wende ich mich nun an euch.

Gruß Alwin

Antwort:
Dieses Album als solches ist wertlos. Der Inhalt macht seinen Wert aus - wie bei jeglichem anderen Sammelalbum auch. Das für 832 Dollar versteigerte wies wohl eine oder mehrere besondere Marken auf - das von Ihnen ersteigerte mit Sicherheit nicht. Gehen Sie davon aus, dass die € 29,90 in den Sand gesetzt sind.

Als Tipp: kaufen Sie keine "Sammlungen", denn die sind immer schon von wirklich Sammelnswertem befreit worden und den üblen Rest wollte sonst niemand kaufen. Außerdem können solche Käufe nicht reklamiert werden, sind also immer ohne jegliche Garantien.

Wie man richtig sammelt, können Sie bei mir übrigens detailliert nachlesen.
Frage:
30.06.2018
Frage 1:
Wie nennt man nicht auseinander gemachte briefmarken
Frage 2:
ich habe postfrische briefmarken die nicht getrennt sind. Ist es besser die so aufzubewahren oder trennen damit es wert hat.
Danke!
Antwort:
Schaut man sich die Verkaufsanzeigen bei ebay an, weiß man wie wichtig solche Fragen sind. Da die zwei Fragen den fast gleichen Bereich betreffen, möchte ich sie in einer Antwort behandeln.
Bei zwei aneinanderhängenden Marken spricht man von senkrechten oder waagerechten Paaren, eventuell mit Bogenrand oder als Eckrand und Dreier-, Vierer oder Mehrfachstreifen, waagerecht oder senkrecht mit ebenfalls weiteren Informationen zur Position im Bogen oder der Rolle. Dann kommen weitere Bogenteile wie 4er- oder größeren Blöcke sowie halben und ganzen Bögen.
Ob man diese "Einheiten" nun genau so sammelt oder vereinzelt bleibt jedem überlassen, denn sie unterscheiden sich in postfrischen Varianten bei Marken ab ca. 1955 von Bund, Berlin oder der DDR kaum, haben eher einen nur noch symbolischen oder den Arbeitsauwand deckenden Wert. Anders sieht es bei gestempelten Marken aus. Da sind Einheiten, die lesbar (Ort und zeitgerechtes Datum) von normalen Postämtern gestempelt sind, sehr gesucht.
Hingegen sind Marken mit Ersttagssonderstempeln der Versandstellen, sowie sonstigen Stempeln der Versandstellen Massenware, die ich im Sinne von nachhaltigem Briefmarkensammeln als nicht sammelwürdig betrachte.
Generell aber sei gesagt, dass auch ich Sammlermarken am liebsten gar nicht trenne.
Frage:
16.06.2018
Frage:
hallo herr Köpfer,
zu der anfrage mit den leichten fingerabdrücken auf der Marke.
auf anfrage beim verband bpp sagte man mir das Fingerabdrücke kein wirklicher Makel auf der marke seien da zumindest vom Postverkäufer ja beim verkauf am Schalter die marke angefasst werden muß,- so wird es wahrscheinlich auch immer fingerabdrücke auf dem gummi zu sehen sein !
dieser hickhack der fingerabdrücke scheinen dann auch nicht den wert der marken zu vermindern ( laut aussage des herren von bpp).... bei realistischer betrachtung und auf dem briefmarken Alltag gibt es gleich wohl schon das kauf kreterium Fingerabdrücke.( da wird eine marke mal ganz schnell zu müll ) ich habe habe beschlossen mein hobby wieder aufzugeben . es ist mir gelinde gesagt zu blöd auf d. rückwand jeder marke zu starren um fingerabdrücke zu sichten ( bei d. letzten marken waren von mir keine zu sehen - der prüfer hat sie aber erkannt ) ich habe jetzt alle marken die ich habe zum prüfer nach berlin geschick um sie auf fingerabdrücke zu untersuchen. danach werde ich das ganze verkaufen .....
ich fühle mich ein wenig veräppelt von der ganzen fingerabdruck diskussion ... ( kein Verkäufer von briefmarken gibt ihnen eine garantie das da keine fingerabdrücke auf den marken sind.
hier mal ein kurzer auszug eines Verkaufsgespräches:
guten tag,
mal eine frage.
können sie garantieren das auf dem gummi keine fingerabdrücke bzw. leichte fingerabdrücke zu sehen sind ??? ( ich werde bei kauf marke zum prüfer senden ) antwort des Verkäufers:"

Nein. Soweit lehne ich mich dann doch nicht aus dem Fenster, auch wenn hier keine Fingerabdrücke sein söllten. Viel Spaß bei ihrer weiteren Suche.

gruss
ihnen ein schönes wochenend gruss aus hannover alexander
Antwort:
Antwort:
Wenn mir ein Objekt nicht vorliegt, kann ich dazu nur Vermutungen anstellen. Deswegen möchte ich mich dazu auch nicht weiter äußern. Vielleicht noch insofern, dass Wertschätzungen bei Briefmarken keine klaren Regeln kennen und generell subjektiv sind, also abhängig davon, wie viel einem Kaufinteressenten ein Objekt wert ist, bzw. wie weit ein Verkäufer beim Preis gehen möchte. Da beide subjektiv handeln (müssen), ist im Prinzip alles möglich - von geschenkt über maßlos überteuert bis betrogen. Wie im richtigen Leben.

Dass Sie beim Ersten kleineren Problem das Handtuch werfen, enttäuscht mich allerdings und läßt mich fragen, was Sie eigentlich von unserem Hobby erwarten? Der ultimative Spaß an unserem Hobby ist der, mit viel Geduld nach der bestmöglichen Qualität in besonderer Verausgabung zu suchen, die Sammlung Stück für Stück aufzubauen, zu ergänzen und irgendwann ein wahres Märchenbuch angelegt zu haben. Dazu muß man allerdings auch voll dahinter stehen. Vieles ist nicht einfach, braucht neben Wissen und Geduld auch noch viel Zeit. Selbst wenn man keine hat, ist dieses Hobby ideal - man kann es nämlich leicht zur Seite legen.

Wenn ich eben von Wissen, Zeit und Geduld sprach: meine Seiten informieren ausführlich.

Frage:
10.06.2018
Frage:
Vielen Ihrer Thesen zur Philatelie stimme ich zu - auch bezüglich dem besonderen Reiz, gestempelt zu sammeln, da dabei jede Marke quasi ein Unikat ist. Den Scan eines besonderen Berlin-Unikats habe ich angehängt.

Einen Aspekt der Philatelie möchte ich noch besonders gewürdigt wissen: Briefmarken SAMMELN ist ein Hobby, eine Leidenschaft, die einen hohen Eigenwert hat. Philatelie a priori als Instrument zur Wertanlage zu sehen, geht deshalb in die Irre. Es gibt viele hochgeschätzte und teure Hobbies, die a priori keine Wertanlage darstellen, z.B. Reiten, Golf, Kugelschreiber Sammeln. Gleiches sollte
man auch der Philatelie zubilligen. Es geht um dem Spaß und die Erfolgserlebnisse, die man bei einem Hobby hat. Wenn Investitionen in ein Hobby "nebenbei" noch etwas nachhaltig sind, was bei der Philatelie der Fall sein kann, so ist das ein schöner Nebeneffekt, aber - zumindest für mich - nicht die Hauptsache. So befasse ich mich z.B. sehr intensiv mit Stempelauswertungen auf Dauermarken - sehr nwahrscheinlich, dass diese Auswertungen einmal ein Auktionsknüller werden. Ich habe aber Spaß und Kurzweil dabei.

Ganz nebenbei: Eine Sammlung gestempelter Marken kann niemals komplett werden. So kann man immer weiter sammeln.
Antwort:
Antwort:
Es gibt sicherlich so viele Arten, unser wunderschönes Hobby auszuüben, wie es Sammler gibt - und das auch noch mit regelmäßgen Veränderungen. Man ist einfach auf der Suche nach den Idealen. Toll, und so soll es auch sein.

Und genau so betreibe ich mein "Steckenpferd". Mich interessiert nicht, was irgendwann dabei rauskommt (schon aus bilogischer Sicht, ich sammle das Besondere von möglichst höchster Qualität, nicht irgendwelches Machwerk oder "Abfallpapier". Dafür bezahle ich einen adäquaten Preis, der teilweise über Katalog liegt - und glaube, etwas gekauft zu haben, das diesen Wert auch tatsächlich hat. Suchen oder kaufen Sie mal solche Marken und Sie werden feststellen, dass die nur zum Marktwert zu kriegen, also keine Schnäppchen sind und, dass es in diesem Bereich mehr Kaufwillige als Anbieter gibt.

Sie führen "Hobbys" an, die keine persönlichen, wirtschaftlichen Interessen beinhalten sollen? Z.B. Reiten. OK, es gibt sicher auch da Leute, die sich mit einer "Schindmähre" zufrieden geben. Die Mehrzahl sucht aber doch sicher edlere Pferde, bewilligt entsprechende, nach oben offene Preise, akzeptiert hohe Tierarztkosten, eine ebensolche Stallung und Pflege, Futter - und will sein Tier auch präsentieren (Thema Auto und Anhänger!). Golf. Auch da gibts den Gelegenheitsgolfer, der versucht jegliche Mitgliedsbeiträge zu vermeiden, sein Auto nicht auf den Clubparkplatz stellt. Die meisten aber versuchen doch zu zeigen, was sie haben, was sie können - und das nach Möglichkeit nicht auf einem Provinzplatz und in einem "popeligen" Golfclub. Und selbst Kugelschreiber zu sammeln bietet Qualität und höchste Preise: ein Montblanc-Füllfederhalter für € 750,00, ein "Kuli" für € 500,00 oder ein Drehbleistift für € 600,00 sind da noch die untere Grenze. Vergleiche mit dem Sammeln von Armbanduhren und Oldtimern sind hier angebracht: alles andere als billig.

Wenn (ganz) junge Menschen anfangen Briefmarken zu sammeln, dann tun sie das mit einer tollen Begeisterung, weil Briefmarken (oft) einfach wunderschön sind. Das legt sich und die meisten verlieren die Philatelie wieder aus den Augen.

Die, die weitermachen, entwickeln sich mehr oder weniger und bilden den brodelnden Markt der Philatelie. Jeder sammelt nach seiner Facon. Und die, die Vorteile oder vermehrten Spaß in ihrem Tun entdecken, sollten andere darüber informieren. Es kann ja jeder für sich ganz alleine entcheiden, ob er an dem ach so verurteilten sammlerischen, wirtschaftlichen und zukunftsträchtigen Erfolg teilhaben möchte.

Frage:
09.06.2018
Frage:
Hallo Herr Köpfer, ich habe einen fast Q1 Stempelabdruck vom 26.7.65 gefunden auf der Serie Altberlin 90pf. Die Inschrift lautet: BERLIN FA1.

Ist Ihnen ein solches Postamt bekannt? Gruß Christos V
Antwort:
Antwort:
Damit kann ich leider auch nichts anfangen. Gut wäre es vielleicht, wenn Sie jeweils einen Scan anhängen würden.
Frage:
04.06.2018
Frage:
guten tag,
mal eine frage zum Prüfverfahren!
ich habe drei marken zum Prüfer gebracht , der mir nach drei Monaten berichtete das leichte fingerabdrücke auf dem Gummi seien auf allen dreien !
ich kann aber nix erkennen ! weder mit bloßem ankippen der marken im licht noch mit verschieden starken Lupen, ich sehe einfach keine leichten fingerabdrucke.!!
meine frage mit welchem verfahren erkennen die prüfer die abdrücke der fingerspuren???
Meine zweite frage was muß ich tun damit ich das beim nächsten kauf auch erkennen kann - wer will sich schon gern über das ohr hauen lassen!! beim teueren markenkauf möchte ich schon gern wissen was sache ist ? Oder muß ich jedes mal zum prüfer fahren nach dem ich eine marke gekauft habe......???
vielen dank für ihre Hilfe
mfg alexander
Antwort:
Antwort:
Ihre Mail spricht viele Aspekte dieses wichtigen Teils unseres Hobbys an. Da ist einmal die Qualität der Prüfer, die nicht immer unumstritten war - und ist. Das betrifft auch die generelle Auslegung dieser Tätigkeit. Den "Prüfer" gibt es nicht als Lehrberuf, er entstehlt aus langem und sehr intensivem Umgang mit der Philatelie, also aus Erfahrung. Was nun die für mich haupsächlich in Frage kommenden Prüfgebiete anbetrifft, hab ich das Gefühl, momentan gut bedient zu sein - und das, obwohl auch ich, trotz größter Sorgfalt, immer wieder Fälschungen in meinen Prüfsendungen habe. Ihre drei Marken, da bin ich mir sicher, haben "Macken" des genannten Ursprungs. Versuchen Sie, das ohne Vorbehalte nachzuvollziehen - und nehmen es in Ihren Erfahrungsschatz auf.

Mit den Prüfern kann man sich übrigens auch mal unterhalten und so das Eine oder Andere Wissenswerte erfahren. Allerding gibt es auch da Punkte, die, zum Schutz der Sammler, Geheimnis der Prüfer bleiben.

Was Prüfsendungen generell betrifft, sollte jeder Sammler allergrößte Sorgfalt üben und nur absolut einwandfreie Marken bester Qualität prüfen lassen. Diese Sorgfalt beginnt schon beim Erwerb der Marken. Dulden Sie keinen Makel, denn höher geprüfte Marken sind nicht sammelnswert.

Übrigens: Mal schnell zum Prüfer fahren zu können, hat auch was.