Berlin-Briefmarken
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Frage:
15.10.2012
Hallo Herr Köpfer, nun versuche ich also, Sie auf Ihrem Weg zu begleiten. Zunächst steht das Ausmisten an. Es graust mich ein wenig und es wird wohl ein Weilchen dauern. Haben Sie noch einen Tip für die Listung der übrig bleibenden Briefmarken? Benutzen Sie eine Datenbank? Und machen Sie Ausnahmen für Produkte von örtlichen Vereinen (Ausstellungen, Schmuckbriefe, Sonderstempel) oder ist alles Schrott, nicht sammelwürdig? Ich weiß, wir sollen anfangen, selbst zu denken, aber mich interessiert halt Ihr Sammelverhalten. Einige der schönen Objekte habe ich hier ja gesehen. Hatten Sie eine Beziehung zu Spandau? Freundliche Grüße Frank

Antwort:
Guten Tag Herr Klemann,

es freut mich Sie in unserem Q1-Club begrüßen zu dürfen.

Bevor ich auf Ihre Fragen eingehe, wollte ich Sie noch bitten, sich auch unter dem Button "Sammler" einzutragen. Dort geht es darum sich mit seinem Sammelgebiet / Spezialisierung, auch Mehrfacheinträge sind möglich, anderen Sammlern für mögliche Kontakt, Sie bestimmen, ob Sie das im Einzelfall wollen, anzubieten. Über "Sammlungen" könnten Sie Ihre Art des Sammelns, Ihre Sammlung beschreiben, wie Sie dazu gekommen sind und mit welchen Schwierigkeiten Sie zu kämpfen haben und hatten und einen regelrechten "Werbefeldzug" dafür starten.

Selbst zu denken ist eine Notwendigkeit, was aber auf keinen Fall ausschließt, mit anderen in Kontakt zu treten und eigene oder fremde Gedanken zu vermitteln oder zu nutzen. Ich denke eine Sammlerlobby kann nur so entstehen, daß wir untereinander kontant sind. Mit anderen Worten, fragen Sie, am besten über "Fragen + Antworten" und es wäre toll, wenn sich auch der eine oder andere Sammler befähigt fühlte, Antworten zu geben.

Ich habe meine Briefmarken eine zeitlang über das Programm "Michel soft" erfaßt bzw. zu verwalten versucht. Das ist im Prinzip zu empfehlen, weil es sehr flexibel ist. Das heißt, man kann die unterschiedlichsten Varianten einer Marke kurz beschreiben und erfassen. Aufgegeben habe ich das dann, weil mich die Verlogenheit ärgerte, mit der Michel einmal hinter vorgehaltener Hand sagt, die Katalogpreise seien nicht der Wert der Briefmarken und gleichzeitig auf die Hinterlegung genau dieser Preise bei diesem Programm überhaupt nicht eingeht und so meiner Meinung nach Sammler bewußt täuscht.

Wenn Sie mit “übrig bleibenden Briefmarken“ die meinen, die nicht sammelwürdig sind, also nicht prüfbare Stempel, beschädigte Marken oder das übliche Machwerk, das ist bei mir in den Papierkorb gewandert. Damit möchte ich mich nicht mehr rumärgern und Zeit verplempern.

Was die Sammelwürdigkeit angeht, beachte ich klare, selbstgestaltete Vorgaben. Das heißt, ich lasse die Finger von allem „Künstlichen“ und konzentriere mich ausschließlich auf beste Qualität, also auf Q1, das wirklich Gute. Trotzdem bildet die an sich wertlose Massenware postfrischer Briefmarken das (zugegeben schwache) Gerüst meiner postfrischen Sammlung. Und auch bei den gestempelten Marken sind einfache les- und prüfbare Stempel das sammelwürdige Rückgrat – allerdings mit der Maßgabe, sie auszutauschen, wenn ich bessere, gar zentrisch gestempelte bekomme.

Aber, es bleibt jedem Sammler unbenommen, seine Sammlung mit Besonderheiten aller Art aufzulockern. Ich tue das beispielsweise auch gerne mit repräsentativen Briefen.

Wenn man das Wesentliche nicht aus den Augen verliert, kann man nichts falsch machen.