Berlin-Briefmarken
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Frage:
27.12.2013
Meine Frage bezieht sich auf die Zentrierung des Druckbildes bei Briefmarken. In den Bewertungshinweisen und den Qualitätsstufen des Michel-Kataloges findet man überall die Aussage: Der Preis gilt nur für gut zentrierte Stücke. In meinen Augen finde ich diese Aussage irreführend, da dieser Druckgang nun einmal zu diesen Marken geführt hat und diese wie die perfekt zentrierten an den Postschaltern zu erwerben waren. Deshalb können diese doch nicht als minderwertig angesehen werden? z.B. besitze ich einige Marken die sogar verzähnt sind, vom BPP-Prüfer aber tiefstgeprüft wurden. Gerade in diesen Stücken liegt doch auch der Reiz des Sammelns, da dies aufzeigt, das eben nicht immer alles bei der Herstellung glatt läuft und das sich auch Fehler einschleichen können.
Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema?
Antwort:
Der kritische Sammler findet im Michel Wiedersprüche im Dutzend. So z.B., daß Rollenmarken auch mit beschädigter Zähnung sammelwürdig seien, Ausgabevarianten einfach unterschlagen werden, Sammlerpost als "philatelistisch beeinflußt" dargestellt wird und die Jahresgaben des Philatelistenverbandes (für wen bemüht der sich eigentlich)und all das Machwerk dagegen als katalogwürdig (ist zwischenzeitlich, offensichtlich als zu peinlich erkannt, revidiert worden). Wenn man mal verinnerlicht hat, für wen dieser Katalog gemacht ist, nämlich für den Handel, dann versteht, nein das ist falsch, erkennt man die Manipulationen zu Lasten von uns Sammler. Sie haben zu 100 % recht: Eine dezentrierte Marke ist sogar eher sammelwürdiger als eine absolut zentrierte. Im Übrigen sind wir Briefmarkensammler die Philatelie und nicht die, die mit uns Geschäfte machen möchten.