Berlin-Briefmarken
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Frage:
02.01.2014
Guten Tag! Seit ca. 3 Jahren sammel ich Briefmarken aus der Zeit des russischen Zarenreiches sowie der Sowjetunion. Bisher habe ich meine Erfahrungen zu 100% mit Ihren Anregungen und der Kritik, die auf Ihrer Website zu lesen ist, in Einklang bringen können. Ich habe bisher keine Möglichkeit gehabt an qualitativ hochwertige Briefmarken zu gelangen und habe versucht den mir angebotenen "Müll" lieber zu ignoriert. Nun möchte ich allerdings nach und nach eine ordentliche Sammlung aufbauen. Was mir als Laie Probleme bereitet, ist die Einschätzung des tatsächlichen Wertes bzw. Tauschwertes einer Briefmarke. Dabei orientiere ich mich am Michelkatalog sowie den Preisen bei eBay etc., die teilweise meilenweit auseinanderdriften. Ich wäre allein mit meinen Briefmarkenbögen zu a hudert Marken laut Michelkatalog ein reicher Mann, habe aber pro Bogen nur einen Euro bezahlt (tatsächlicher Marktwert also 0,6% im Vgl. zum Katalogwert). Mir war diese Rechnung klar bewusst, sodass ich die Bögen nur aus ästhetischen Gründen angeschafft habe... Dennoch oder gerade aufgrund dessen weiß ich nicht, mit welchem Prozentsatz vom Katalogwert man Briefmarken generell zu Beginn ansetzen sollte, um eine realistische Ausgangsbasis für Preisverhandlungen zu haben. Ich habe bei Ihnen etwas von 30% gelesen, bin bisher allerdings von 60% für sammelwürdige Marken ausgegangen. Können Sie mir diesbezüglich einen Rat geben, damit ich mein Geld in meine Sammlung stecken kann, anstatt es sinnlos aus dem Fenster zu werfen?

Mit freundlichen Grüßen,

A.R.
Antwort:
Die Katalogbewertungen sind reine Verkaufspreise des Handels und haben mit einem tatsächlichen Wert oder uns Sammlern, abgesehen davon, daß man uns Sammlern Briefmarken zu diesen hirnrissigen Preise verkaufen möchte, überhaupt nichts zu tun. Wenn Sie Ihre Marken dem Handel zum Kauf anbieten, sind diese Preise dann auch für den Handel bedeutungslos, werden in Anfällen von Ehrlichkeit dann schon auch mal als überbewertet bezeichnet - aber nur um noch billiger daran zu kommen, wobei der meiste Schrott erst garnicht angekauft wird.

Nein, es gibt keinen Faktor, den man zur Berechnung eines Sammlerwertes zugrunde legen könnte. Am ehesten sind die Preise der bei einem Euro beginnenden Auktionen im Internet noch realistisch. Hier werden, zumindest überwiegend, Preise geboten, nicht gefordert, die der einzelne Sammler und Interessent dafür zu zahlen bereit ist. Der jeweils gezahlte Preis stellt immer für den Kaufmoment den Wert eines Objekts dar - und wird beim nächsten Angebot neu ausgehandelt (Angebot und Nachfrage!). Mit anderen Worten, nur wer im Internet unter Ausschaltung derer, die uns mit illussorischen Festpreisen schröpfen wollen, ein- und verkauft wird erfolgreich sein - optimal erfolgreich aber auch nur dann, wenn man sich auf Q1, also allerbeste Qualität beschränkt.