Berlin-Briefmarken
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Frage:
02.02.2014
Sehr geehrter Herr Koepfer,
Ihre Ablehnung des Briefmarkenhandels samt der Auktionshaeuser besorgt mich. Ich ersteigere durchaus auch bei den etablierten Auktionshaeusern, denn nur dort werden bestimmteSpitzenstuecke wie z.B. Probedrucke oder Randsignaturen angeboten. Bei e-bay findet man dererlei nicht viel. Und wenn, dann sind die Preise stattlich und manchmal sogar ueber Auktionsniveau. Ich meine, wer den Markt kennt, der kann auch im klassischen Auktionshandel seine Sammlung ergaenzen, ohne der Verschwoerung gegen den kleinen Sammler zum Opfer zu fallen. Haben Sie niemals dort zugeschlagen?
Erneut Glueckwuensche zu Ihrer guten, kritischen und wie man sieht auch populaeren Seite,
Christian Hemler
Antwort:
Es geht bei meinem Internetauftritt nicht um meine Person, ich käme da wunderbar klar. Aber "nur" das eigene Wissen zu nutzen, der Verschwörung gegen den kleinen Sammler nur egoistisch auszuweichen und ansonsten mit in den Schoß gelegten Händen lächelnd das übrige Chaos der Philatelie zu betrachten, ist mir nicht genug, ja, zuwider. Das ist nun kein Affront gegen Ihre Meinung bzw. Ihr Handeln, im Gegenteil, denn Sie tun, was alle tun sollten: Briefmarken mit Köpfchen zu sammeln. Die Briefmarkenlobby ist, logischerweise, denn ein Großteil ihres Geschäfts wäre dann nicht mehr möglich, in all ihren
Sinnen völlig empfindungsfrei, abgestumpft, läßt sich nicht auf Diskussionen ein, sitzt einfach nur aus, erahnt visionär wahrscheinlich die biologische Variante meiner Angriffe. Mich würde freuen, wenn Q1, das Sammeln erstklassiger Objekte, Eigendynamik entwickeln würde, der Schrott, meinetwegen aus Verzweiflung, den Weg in den Müll fände und jemand Kataloge schaffen würde, in denen Sammler eine objektive Bewertung Ihrer "Schätze" fänden. Das ist wahrscheinlich Träumerei, denn der heute übliche Egoismus zerstört die Entwicklung gesunder Gemeinschaften schon im Keim - von der kleinsten Zelle bis in allerhöchste Politik. Trotzdem!