Berlin-Briefmarken
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Frage:
22.08.2015
Hallo Herr Köpfer ,
ich finde da auf EBAY unter Berlin mit der Artikel-
nummer 371 416 494 302 einen gestempelten
Stephansatz . Die Spitzenwerte sind alle voll ge-
stempelt "B-Spandau". Die drei kleinen Werte
lassen wir mal unbeachtet. Satz ist noch nicht
geprüft. Meine 1. Frage : Ist die Marke zu 2 DM
rechts evt. leicht nachgezähnt?? Oder täusche
ich mich ,wenn ich meine ,dass die Zahnlöcher
rechts im Markenbereich minimal tiefer liegen
als das Außenloch oben rechts??
Bei einem Händler mit dem Ebaynamen "franz
herbst50" wurden vor einigen Tagen einige
Sätze von Bund aus den Sechzigernversteigert,
die für mich nicht vertändliche Preise erzielten.
Um nur 2 Beispiele zu nennen 369/72 Märchen
Mi 3,50 € verkauft für 375 € ,340/43 Märchen
Mi 6,50 € verkauft für 351 €
Diese Marken tragen alle den ESST Bonn ,also
eigentlich Massenware? Was ist so toll an die-
sen Marken oder habe ich etwas verpasst??
Nachzuvollziehen unter : franzherbst50 ,
verkaufte Artikel ,höchster Preis - leicht zu
finden. Dort finden Sie noch ca. 10 ähnlich
teuer verkaufte Stücke aus den Sechzigern.
Ich bin gespannt auf Ihre Antwort besonders
wegen des Stephansatzes und verbleibe
mfG Hans N.
Antwort:
Der Stephansatz wurde bestgeprüft immer wieder für um die € 200,-- bis € 300,-- verkauft. Da ich ein Sammler bin, der nur erste Qualität sammelt, macht mich dieses von Ihnen genannte Angebot sofort mißtrauisch. Und richtig: Die, sagen wir mal unruhige Zähnung, bestätigt Befürchtungen. Allein schon aus diesem Grund würde dieser Satz höhergeprüft. Was er sonst noch an Macken hat, die in ein Prüfergebnis einfließen würden, ist nicht sichtbar. Das spielt ja bei der Aussage, die Echtheit zu garantieren, auch keine Rolle. Der Leser meiner Seiten weiß, daß er für einen billig eingekauften, höher geprüften Briefmarkensatz beim Wiederverkauf nichts bis sehr wenig bekommt. Er wird also immer bemüht sein Q1-Qualität zu erwerben - und damit Geld anzulegen und nicht zum Fenster rauszuwerfen.
Zur zweiten Frage: Vor garnicht allzu langer Zeit hatten wir diese hirnrissigen Auktionen schon einmal besprochen - und ich kann mir nach wie vor keinen Reim darauf machen. Als Sammler kann man so Unbedarft doch garnicht sein und wenn man als Händler versuchen würde, so eine Wertigkeit darzustellen oder zu manipulieren, muß man schon deftige geistige Defizite haben. Es ist jedenfalls ein gutes Beispiel dafür, was alles möglich ist und dient somit der Sensibilisierung des Sammlers.