Berlin-Briefmarken
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Frage:
18.07.2012
Hallo,

Ihre Internetseite gefällt mir sehr gut. Sie ist etwas einfach, aber funktionell und inhaltlich sehr anspruchsvoll.

Ich habe erst gerade mit dem Sammeln begonnen bzw. werte die Sammlung meines verstorbenen Vaters aus. Deshalb bin ich für Ihre Beiträge wirklich sehr dankbar.

Meine Frage: Sie verwenden immer wieder - wie selbstverständlich - das Wort \"nachzähnen\". Was bedeutet es. Auch im Internet konnte ich es nur im allgemeinen Sprachgebrauch finden. Nirgends einen Erläuterung.

Vielen Dank!
Antwort:
Da unser schönes Hobby sich durch alle Schichten jeglicher Coleur zieht, war einer meiner Ansprüche an die Internetauftritte der, sich möglichst einfach darin zurecht zu finden.

Zu Ihrer Frage: Briefmarken mit kurzen oder fehlenden Zähnen (auch mit jeglichen sonstigen Mängeln) sind wertlos und nicht sammelwürdig. Um Sammler zu täuschen, wird solcher Schrott gegen Entgelt repariert. Beim "Nachzähnen" werden die Zahnlöcher um einen kurzen oder fehlenden Zahn herum "vertieft", sodaß die Zähnung bei flüchtigem Hinsehen einwandfrei erscheint. Legt man zwischen dem ersten und letzten Zähnungsloch an eine solche Zähnungsreihe ein Blatt Papier, erkennt man solche "Vertiefungen" sofort. Wird eine komplette Zähnungsreihe "nachgezähnt", wird die Marke kleiner. Auch das erkennt man leicht, wenn man eine Originalmarke dahinter legt.

Die Briefmarkenlobby tut das lapidar als "völlig normal" ab, vielleicht sei es etwas "wertmindernd". Fakt ist jedoch, daß solche Marken von Händlern und Auktionatoren nicht gekauft werden.

Reparierte Marken sollten laut Vereinbarung gekenneichnet sein, was jedoch einmal nicht geschieht und zum Anderen von der Briefmarkenlobby ohne gringste Reaktion tolleriert wird - zum Schaden von uns Sammlern.

Ansonsten freut es mich, daß Sie die Sammlung Ihres Vaters weiterführen.

Viel Spaß dabei.