Berlin-Briefmarken
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Frage:
25.08.2013
Frage: Guten Tag Herr Köpfer !
Markenheftchen, Markensets vs Folienblatt.
Bekanntlich gibt es MH seit jeher. Die Deutsche Post AG (seit 1995) verkauft seit einigen Jahren MH als Markensets. Um auf den Punkt zu kommen: Es geht mir hauptsächlich um die Definition Folienblatt.
Die Post kennt keinen Unterschied zwischen Markenset und Folienblatt. Die Bezeichnung Folienblatt findet man ausschließlich nur in Briefmarkenkatalogen. Im Michel-Katalog-Deutschland wird Fbl 1 (erschienen 2008, Nr. 2515) mit einer Auflage von 270 000 angegeben. Nachfolgende Fbl, Auflagenhöhe: Fehlanzeige, K.A.. Mittlerweile ist man bei Fbl 32 angelangt, d.h. anscheinend ein lukratives Produkt.
Ich vermute, dass es sich hier wieder um eine weitere Machart der Lobbyisten handelt, Sammler über den Tisch zu ziehen. Lohnt es sich, derartiges zu sammeln? Vielleicht irre ich mich da.
Herzliche Grüße
Paul

Antwort:
Neuheiten, gar per Abo, zu sammeln ist die nachweislich sicherste Methode, Kapital zu vernichten, eine wertlose Briefmarkensammlung zusammenzutragen.
Die Post gibt, wer weiß besser, wie wir Sammler "ticken", Briefmarken in den verschiedendsten Varianten heraus: naßklebend, selbstklebend, von der Rolle, von der Folie, mit diesem Gummi und mit jenem, natürlich mit Druckunterschieden und und und. Alle Abo-Sammler, und das sind hunderttausende, besitzen diese Marken, was die Frage aufwirft, wer die denn irgendwann mal kaufen soll? Die postfrischen der letzten rund 55 Jahre jedenfalls sind, gleichgültig übrigens aus welchem Land sie kommen, allesamt wertlose bunte Papierbildchen.
Die Zuordnung, Sets oder Folienblatt oder sonstiger Produkte, in die von der Briefmarkenlobby beherrschten philatelistischen Terminolgie wird, unlogisch, aber so ist es nun mal, von ihr selbst vorgenommen. Die Auflagen, zumal die der "Selbstklebenden", sind enorm und werden mit Sicherheit nie auch nur einen geringsten tatsächlichen Wert erreichen. Und die Katalogbewertungen (das Wort zu schreiben macht mir Schwierigkeiten), daß weiß man ja zwischenzeitlich, sind Verkaufspreise der Briefmarkenlobby, die mit der Realität auch nicht das Geringste zu tun haben.
Ja, mit diesem Massenschrott (und nicht nur damit) werden Sammler über den Tisch gezogen und der ist, zumindest postfrisch, absolut nicht sammelwürdig.
Gratulation zu Ihrer kritischen Einstellung.