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Frage:
26.02.2014
Sehr geehrter Herr Köpfer,

ich bin vor etwa einem Jahr dem Q1-Club beigetreten, weil ich im Großen und Ganzen Ihre Ansichten teile und zu der Heerschar von enttäuschten und getäuschten Sammlern gehöre, die vor allem in den 70er- und 80er-Jahren mit diversen Briefmarken-Abos die großen Häuser wie Sieger und Co. finanziert habe.
Auch bei mir kam es wie es kommen musste und nachdem ich meine zu Schüler- und Studentenzeiten teuer erkauften Briefmarken zu Schleuderpreisen verkaufen musste, war das ehemalige Hobby Briefmarken aufgrund der Enttäuschung ob des verbrannten Geldes für mehrere Jahre kein Thema mehr.
Seit etwa 2,5 Jahren sammel ich wieder, aber Dank der gemachten Erfahrungen und des bezahlten Lehrgeldes doch um einiges effizienter als früher.
Natürlich habe ich aber auch diesmal wieder einige negative Überraschungen erlebt.
Deshalb fällt mir die Frage vom 4.2.14 auf Ihrer Ratgeber-Seite, in der auf die Februar-Ausgabe der "Philatelie" eingegangen wird, besonders ins Auge.
Es wird ein Artikel erwähnt, in dem über ein unseriöses Auktionshaus und einen windigen ebay-Verkäufer berichtet wird.
Können Sie mir einen Scan dieses Artikels mailen oder mir wenigstens sagen, wer genau gemeint ist?
Auch Ihre Antwort auf die Frage vom 4.2.14 ist missverständlich. Haben Sie Vorurteile gegen die Prüfer bzw. schlechte Erfahrungen mit diesen gemacht?
Halten Sie Befunde oder Atteste für werthaltige Marken für überflüssig?
Und abschließend:
Gibt es den Q1-Club noch? Ich habe keinen Zugang mehr gefunden. Kann ich mich noch irgendwo mit meinem Passwort einloggen und welche (weiteren) Vorteile habe ich von der ohnehin schon kostenlosen Mitgliedschaft?
Mit besten Grüßen

Manfred
Antwort:
Philatelie ist die Gesamtheit des Bereichs um die Briefmarke. Sie bestehlt aus der sogenannten Briefmarkenlobby, also den Händlern, den Kataloghersteller, Zubehörherstellern, Zeitschriften und, eigenartigerweise, aus einem Verband, der sich nicht als Vertreter der Briefmarkensammler sieht. Ja, die Briefmarkensammler sind auch Teil der Philatelie, der übrigens wichtigste, ohne den der "Rest" ziemlich hilflos dastünde. Wenn dieser Verband negativ über ein Auktionhaus oder einen ebay-Verkäufer schreibt, dann wird da einmal sicher kein Name genannt, da man sich auf keinen Fall einem Verläumdungsprozess aussetzen möchte und zum anderen, ebay, der wohl größte Feind dieser Briefmarkenlobby, wird ständig diffamiert - und "Philatelie" ist hierfür das Sprachrohr. Bei sich selbst sucht man keine Ungereimtheiten, liebt es, Sammler weiterhin als Melkkühe auszuliefern.

Zu Ihrer zweiten Frage: Nein ich habe nichts gegen Prüfer, im Gegentel. Nur finde ich es nicht richtig, daß die Dinge, die in der Philatelie nicht stimmen, dort durchschlagen. Z.B. Marken mit Falz zu prüfen ist, Entschuldigung, einfach nur hirnrissig. Diese Prüfung dient einzig dazu, den Sammler zu täuschen, ihm eine Sammelwürdigkeit dieser Spezies vorzutäuschen. Die Händler verkaufen derartiges mit "prächtiger" Argumentation, zurückkaufen werden sie es aber nie - der Sammler hat den 100%igen Schaden. Hat doch was von Betrug, oder. Wenn nun die "Philatelie" impliziert, "Befunde" und "Atteste" seien heute üblich, dann macht mich das mehr als mißtrauisch. Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, bei denen das Eine oder das Andere richtig ist, aber bei einer Einzelmarke ein nach einiger Zeit ohnehin wieder zu erneundes Attest zu verlangen, halte ich für unsinnig.

Und zuletzt: Der Q1-Club ist die lose Anzahl der Briefmarkensammler, die kapiert haben, wie Briefmarkensammeln geht. Nicht mehr und nicht weniger. Ich habe mit "Stampedia.de" eine Plattform zur Verfügung gestellt, die es möglich machen würde, miteinander zu kommunizieren, in Sachen Briefmarken aktiv zu sein. Nur die Annahme, daß dies so sein könnte, war bzw. ist wohl falsch. Und das begreife ich nicht so ganz, denn meine Seiten werden, was ich natürlich sehr begrüße, in immer stärkerem Maß genutzt.