Berlin-Briefmarken
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Frage:
13.03.2016
Werter Herr Köpfer,
ich hatte Ihnen schon vor einigen Jahren einmal meine Ansichten hinsichtlich des Qualitätsbewusstseins einiger Sammlerfreunde zugesandt.
Nun war ich letzte Woche auf der sogenannten Briefmarken - "Messe" in München. Ich war enttäuscht! Man hätte ehrlichkeitshalber von einer Händlerverkaufs - Veranstaltung, denn von einer Messe berichten sollen. Als ich einen alten Sammler am Händlerstand sah, wie er mit seinen bloßen Fingern die dargebotenen Blöcke antatschte, habe ich mich angewidert abgewandt. Es hätte wohl keinen Sinn gehabt, ihn daraufhin anzusprechen - das hätte er nicht verstanden!

Nun habe ich allerdings eine Frage an Sie: Mich beunruhigt die sogenannte Weichmacher - Thematik. Ich hatte mir in den 90 er Jahren etliche Einsteckalben mit schwarzem Karton und den entsprechenden Klarsichttaschen zugelegt. Eine entschiedene Auskunft hierüber, blieb mir auf der genannten Veranstaltung versagt. Nun, wäre es nicht vielleicht besser, auf Alben mit weissen Seiten und Pergamin umzusteigen? Für eine Auskunft Ihrerseits, wäre ich Ihnen verbunden.
Mit freundlichem Gruss
Th.Weiss
Antwort:
Ich habe Ihre Mail in einigen Passagen "entschärft". 60 Jahre bewußt falscher, täuschender, betrügerischer, ja, krimineller Informationen haben natürlich Spuren hinterlassen. Tiefe Spuren, die man aus vielen Sammlern nicht mehr herausbekommt. In vielen Fällen glauben desinformierte Sammler nach wie vor richtig zu handeln - und werden dabei von einer mafiösen Interessengruppe nach wie vor über den Tisch gezogen. Da ist gegenüber diesen Sammlern eher Mitleid als Wut bzw. Verachtung angebracht.

Der zweite Punkt, die Feststellung, Messen seien Händler-Verkaufs-Veranstaltungen, trifft, das habe ich schon oft geschrieben, diese Veranstaltungen genau. Lustig ist, daß sich die auszubeutenden "Sammler" völlig selbständig und freiwillig zur "Schlachtbank" begeben. Schade, daß nur so wenige darüber nachdenken, was dort mit ihnen geschieht.

Bezüglich der Weichmacher habe ich gerade eine Frage beantwortet. Ergänzend vielleicht noch die Vermutung, daß es im Prinzip wohl egal ist, ob man weiße oder schwarze Blätter präferiert.